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Microsoft FlashBack bringt VR-Games auf schwache Smartphones

Auch schwächere Smartphones möchte Microsoft mit High-End-VR kompatibel machen.
Auch schwächere Smartphones möchte Microsoft mit High-End-VR kompatibel machen. (©TURN ON 2016)

Mit FlashBack möchte Microsoft VR-Games auf schwache Smartphones bringen. Die Software soll dafür sorgen, dass VR-Inhalte vorab berechnet und ähnlich wie ein interaktives Video vom Smartphone abgerufen werden können. Dadurch können aufwändige VR-Inhalte auch auf schwacher Hardware dargestellt werden.

Microsofts Forschungsabteilung arbeitet gerade an einer neuen Berechnungsmethode, um auch die Besitzer eines Smartphones oder Laptops mit einer schwachen Grafikkarte in den Genuss hochwertiger Virtual Reality-Inhalte kommen zu lassen. Das berichtet Neowin. Mit FlashBack sollen VR-Inhalte eine acht Mal so hohe Framerate bieten, um das 15-fache weniger Latenzzeit ermöglichen und das Smartphone soll dabei um das 97-fache weniger Energie verbrauchen als bislang.

Der Trick liegt im Cache

Das kann doch nur ein Trick sein? Ist es auch, nämlich ein Trick zur Vorab-Berechnung von VR-Inhalten. Die Bilder werden im Cache etwa einer SSD, im VRAM der GPU oder im Arbeitsspeicher abgelegt und je nach Bewegung des Anwenders werden die passenden Bilder abgerufen. Die VR-Inhalte werden also nicht in Echtzeit berechnet, sondern im Voraus. Man kann die Technologie mit einem vorab geladenen 360-Grad-Onlinevideo vergleichen, nur dass es interaktiv ist und die dargestellten Bilder je nach Standort des Betrachters ausgewählt werden.

Die Vorab-Berechnung fordert die Grafikkarte erheblich weniger. Sie dient nur noch zur Dekomprimierung der gerade benötigten Daten. Die Daten einer virtuellen Welt vorab in das Smartphone zu laden, kann allerdings eine Weile dauern. Ferner gibt es noch Probleme mit der gleichzeitigen Darstellung von mehreren Objekten.

Grenzen der Vorab-Berechnung

Auch wird die Vorab-Berechnung umso schwieriger, je komplexer die Interaktion mit der Welt ausfällt. Es ist ein Unterschied, ob man nur herumwandert oder auch auf eine Art mit der Welt interagiert, die physikalische Berechnungen erfordern würde, man denke etwa an die Physik-Engines von PC- und Konsolenspielen, die in Echtzeit die Auswirkungen von Spieleraktionen mit der Umwelt berechnen. Kurz gesagt gibt es einen Grund, warum nicht alle Spiele einfach vorab berechnet werden. Somit dürfte die Technologie auch kein Wundermittel darstellen, mit dem sich plötzlich aufwändige VR-Spiele auf schwachen Systemen spielen lassen. Trotzdem birgt FlashBack für einfachere VR-Anwendungen ein großes Potenzial.

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