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Microsoft öffnet Xbox One für Cross-Play mit PS4 und Windows

Besitzer einer Xbox One könnten bald auch mit PS4-Fans zocken  – wenn Sony mitmacht.
Besitzer einer Xbox One könnten bald auch mit PS4-Fans zocken – wenn Sony mitmacht. (©Marco Verch 2015)

Microsoft öffnet sein Xbox One-Netzwerk für Spieler auf anderen Plattformen wie etwa PS4 und Windows 10. Der Konzern ermutigt Entwickler, Cross-Play in ihre Titel einzubauen. Derzeit hat Microsoft bereits ein Spiel in der Pipeline, das Cross-Play kann: "Rocket League".

Mit der Ankündigung, dass "Rocket League" sich nicht nur auf der Xbox One spielen lassen wird, sondern auch unter Windows 10 läuft, hat Microsoft für eine Überraschung gesorgt. Noch spannender ist aber die Ankündigung, dass das Xbox Live-Netzwerk künftig auch für andere Plattformen wie etwa die PS4 von Sony offen stehen soll, schreibt ID@Xbox-Chef Chris Carla auf Xboxwire. Dabei ist ohnehin klar, dass auch PC-Besitzer mit Windows 10 darauf zugreifen können. Dass jedoch auch Nutzer der PS4 mitspielen dürfen, ist eine kleine Sensation. Microsoft stattet seine Xbox One und das Xbox Live-Netzwerk also grundsätzlich mit einer Cross-Play-Funktion aus. Die PS4 wird dabei zwar nicht explizit genannt, aber ist mit ziemlicher Sicherheit gemeint, wenn Microsoft in seiner Mitteilung von "anderen Online-Mehrspieler-Netzwerken" spricht.

Jetzt müssen andere Games-Anbieter nachziehen

Natürlich müssen andere Anbieter wie etwa Sony mit dem PlayStation Network oder auch Electronic Arts mit Origin jetzt reagieren. Durch die Ankündigung von Microsoft wird aber der Druck in der Branche diesbezüglich massiv erhöht. Jetzt geht es darum, dass mehr Entwickler die nötigen Funktionen in ihre Games einbauen. Microsoft wird die dazu nötigen Tools demnächst bereitstellen. Gleichzeitig geht eine Einladung an andere Netzwerke, diese Möglichkeit ebenfalls einzuräumen.

Mit dem mutigen Schritt von Microsoft könnte ein Ende des Konsolen-Krieges eingeläutet werden. Aber da derzeit wesentlich mehr Spiele für die PS4 verkauft werden, ist die Ankündigung auch nicht ohne Risiken für Microsoft, da die mangelnde Exklusivität bestimmter Titel sich auch auf die Verkaufszahlen der eigenen Games negativ auswirken könnte.

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