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Mit xCloud will Microsoft sein "Netflix für Games" perfektionieren

Xbox soll künftig eine Hardware-unabhängige Plattform sein.
Xbox soll künftig eine Hardware-unabhängige Plattform sein.

Bereits 2017 sprach Xbox-Chef Phil Spencer davon, die Xbox-Plattform zum "Netflix für Games" zu machen. Sein Chef, Microsoft CEO Satya Nadella, unterstreicht diesen Anspruch jetzt: Mit dem Streaming-Service xCloud will man zukünftig Fernseher und Konsolen überflüssig machen.

Zugriff auf eine große Spiele-Bibliothek zum Abopreis, an jedem Gerät vom Smartphone bis zum Laptop verfügbar – so beschreibt Microsoft-Boss Satya Nadella Projekt xCloud, einen Streaming-Service für Games. Bei einem Presse-Event in der Unternehmenszentrale stellte Nadella die Pläne nun laut Business Insider offiziell vor. Wie die genau aussehen, muss aber eigentlich bereits jedem klar gewesen sein, der eins und eins, beziehungsweise Xbox Game Pass und Projekt xCloud, zusammenzählen kann.

Xbox Game Pass & xCloud verschmelzen zu einem Angebot

Beide Service-Angebote zusammen ergäben ein attraktives Modell, um Gamer zukünftig an Microsoft und dessen Marke Xbox zu binden. Seit längerem arbeiten Phil Spencer und sein Team daran, Xbox von einer Hardware zu einer Plattform zu entwickeln, die nicht mehr an ein bestimmtes Gerät gebunden sein wird. xCloud wurde bereits letztes Jahr offiziell enthüllt und soll im Laufe des Jahres 2019 öffentlich getestet werden. Der Game Pass, der Zugriff auf viele Spiele und Exklusivtitel zum Abopreis gibt, ist bereits länger verfügbar – Spencer rief das Motto "Netflix für Games" in dem Zusammenhang bereits im April 2017 aus.

Laut Industrie beschlossene Sache: Cloud-Gaming soll sich durchsetzen wie Netflix & Co.

Dabei wäre Microsoft längst nicht der erste Anbieter, der auf Streaming setzt: Google testet bereits ein entsprechendes Angebot, Amazon (via The Verge) und der Netzanbieter Verizon (via The Verge) arbeiten offenbar hinter verschlossenen Türen an entsprechenden Technologien. Auch Konkurrent Sony wird seinen Service PS Now sicherlich weiter ausbauen. Ebenso gibt es entsprechende Modelle von Firmen wie Nintendo, EA und Nvidia. Dass Cloud-Gaming auch weniger Anbieter-bezogen funktionieren kann, zeigt zudem das französische Unternehmen Blade.

Das sagt Meru:
Vor allem in Deutschland winken viele Gamer beim Thema Streaming ab und verweisen auf die teils miserable Infrastruktur in Sachen Internet. Wie es mir scheint, setzt die Industrie hier aber auf das richtige Pferd, schafft Nachfrage und erhöht so den Druck auf die Politik.
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