"Mittelerde: Schatten des Krieges" demnächst ohne Mikrotransaktionen

Mittelerde: Schatten des Krieges
"Mein Schatz!" – Entwickler stoppen den Goldverkauf. (©Warner Bros. Interactive 2017)
Kai Lewendoski Steuert die Heizung zuhause übers Smartphone, die Musik in der Wohnung kommt vom Home Server.

Aus dem Spiel "Mittelerde: Schatten des Krieges" werden demnächst alle Mikrotransaktionen entfernt. Entwickler Monolith hat jetzt bestätigt, dass das umfangreiche System des Spiel-Marktplatzes in den kommenden Wochen und Monaten mit diversen kostenlosen Updates komplett umgebaut wird.

Monolith antwortet damit in einem Forums-Posting auf Befürchtungen, die schon vor einigen Monaten vor dem Start des Spiels laut geworden sind. Mit den kostenlosen Updates für "Mittelerde: Schatten des Krieges" sollen alle Gold- und Kriegs-Schatzkisten aus dem Laden innerhalb des Spiels entfernt werden, berichtet Gamespot.

Begründung der Entwickler: "Eintauchen in die Welt wird reduziert"

Begründung der Entwickler jetzt: Wenn man in der Lage sei, einfach Gold zu kaufen und Ork-Gefolgsleute per Kriegs-Kiste zu erwerben, würde dies das "Eintauchen in die Welt reduzieren und damit auch die Herausforderung beseitigen, Deine persönliche Armee und eine Festung aufzubauen". Diese jetzt von Monolith geäußerte Befürchtung hatte die Macher des Spiels freilich nicht davon abgehalten, das System zunächst einzuführen. Anscheinend war es keine besonders gute Einnahmequelle und wird vermutlich vor allem deshalb bald abgeschaltet.

Die sehr nach Reklame klingende nachgeschobene Begründung geht aber noch weiter: "Der Hauptnutzen des Nemesis-Systems ist die Möglichkeit, Beziehungen mit Deinen Verbündeten aber auch zu den Feinden in einer dynamischen offenen Welt aufzubauen", erklären die Entwickler. "Orks auf dem Markt zu kaufen ist sehr unmittelbar und bietet dem Spieler zusätzliche Möglichkeiten. Wir müssen aber feststellen, dass diese Möglichkeit gleichzeitig das Herz unseres Spiels untergräbt: das Nemesis-System. Es erlaubt Dir, die großartigen Spieler-Geschichten auszulassen, die Du ohne diese Möglichkeit hättest erschaffen können und es setzt diese Stories auch aufs Spiel, wenn Du nichts kaufst."

Warum kommt diese Einsicht erst jetzt?

Es stellt sich allerdings erneut die Frage, warum den Entwicklern diese Einsicht erst jetzt bewusst wird? Momentan ist es noch möglich, Gold-Pakte im Wert von bis zu knapp 20 Euro zu erwerben, es war aber auch schon möglich bis zu knapp 100 Euro auszugeben. Ab 8. Mai dann soll diese Möglichkeit entfallen, und ab 17. Juli will Monolith das Goldsystem und den kompletten Markt entfernen. Wer noch Gold auf seinem Konto hat, bekommt dafür Gold-Beutekisten. Pro 150 Einheiten Gold gib es eine Kiste, wer insgesamt weniger als 150 Einheiten hat, bekommt dafür ebenfalls eine Kiste.

Veröffentlichung
Im August soll "The Fall of Gondolin" von Harper Collins veröffentlicht werden.

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