menu

"Modern Warfare" Beta-Eindruck: Das beste "Call of Duty" aller Zeiten?

call-of-duty-modern-warfare-reveal (1)
Mein Fazit nach der ersten Beta: "Call of Duty: Modern Warfare" wird absolut genial.

Das erste Beta-Wochenende von "Call of Duty: Modern Warfare" ist vorbei und es war großartig! Infinity Ward ist es gelungen, das klassische "CoD"-Feeling mit neuen taktischen Möglichkeiten zu kombinieren. Herausgekommen ist ein Multiplayer-Shooter, bei dem sowohl hitzig-schnelles Gameplay als auch kühle taktische Entscheidungen zum Sieg führen können.

Das erste Beta-Wochenende von "Call of Duty: Modern Warfare" auf der PS4 hat mich total umgehauen und für mich steht jetzt schon fest, dass dies der beste Teil der Serie werden könnte. Die Beta war so vollgestopft mit geilem Content, dass ich gar nicht weiß, womit ich überhaupt anfangen soll. Aber ich versuch's einfach mal.

Das Beste von Gestern und etwas frischer Wind

"Call of Duty: Modern Warfare" hat diesmal eine ganze Menge verschiedener Spielmodi im Gepäck. Mein Favorit ist der Klassiker "Team Deathmatch" – schnelle, schmutzige 6v6-Action. Ebenfalls wieder mit dabei: "Herrschaft" und "Hauptquartier". Dort geht es darum, angegebene Positionen zu erobern und zu verteidigen, es ist etwas mehr Taktik gefragt und unüberlegtes Losstürmen wird schnell bestraft. Beide Modi sind auch im 10v10 spielbar.

Neu sind die Spieltypen "Cyberangriff" und "Nachtkarten". Ersterer funktioniert ähnlich wie "Suchen und Zerstören": Zwei Teams kämpfen um ein EMP-Gerät, das ins Datenzentrum des gegnerischen Teams gebracht werden muss. Du gewinnst entweder wenn das EMP gezündet wird oder alle Gegner ausgeschaltet werden. Allerdings bietet "Cyberangriff" noch ein paar interessante Features: Das EMP-Gerät kann Feinde aufdecken und Spieler können wiederbelebt werden.

Ersteindruck: Interessante "Suchen und Zerstören"-Variante, die dank der Wiederbelebung aber chaotische Züge annehmen kann.

call-of-duty-modern-warfare-beta-nachtmodus fullscreen
Nur weil es dunkel ist, sollte man seine Deckung keinesfalls vernachlässigen.

Gut gefallen haben mir auch die Nachtkarten. Hier spielst Du die normalen Multiplayer-Maps einfach bei Nacht – natürlich mit Nachtsichtgerät. Besonders spannend fand ich hier die Nutzung der Laserpointer: Einerseits helfen sie nachts enorm beim Zielen, andererseits verraten sie aber auch Deine Position.

Mein Fazit: Macht viel Spaß und spielt sich, obwohl es sich um die gleichen Karten handelt, erfrischend anders.

"Realismus" räumt alles ab

Absolut überzeugt bin ich von dem Spielmodus "Realismus". Hier sind alle HUD-Elemente und Anzeigen komplett aus dem Spiel entfernt: kein Radar, keine Munitionsanzeige und keine aufploppenden Punktzahlen, die Kills bestätigen. Du musst deutlich vorsichtiger agieren und kannst Dich nicht auf technischen Schnickschnack verlassen.

Mein erster Eindruck: Noch mehr Nervenkitzel als im Deathmatch. "Realismus" könnte mein neuer Lieblingsmodus werden.

call-of-duty-modern-warfare-realismus fullscreen
Kein HUD, kein Radar, keine Munitionsanzeige: Im "Realismus"-Modus musst Du Dich komplett auf Deine Erfahrung verlassen.

Gutes Gunplay, schicke Maps – was will man mehr?

Doch nicht nur die Modi sind klasse, auch die Waffen fühlen sich richtig gut an! Mit der FR 5.56 (FAMAS) kam ich zu Beginn nicht so gut klar. Mit der M4A1 lief es da schon deutlich besser, besonders als ich endlich das Rotpunktvisier freigeschaltet hatte. Die Steyr AUG und MP5 haben ebenfalls ein tolles Handling. Ich zocke vor allem mit Sturmgewehren, aber auch andere Waffenklassen wie Schrotflinten und Scharfschützengewehre spielen sich, soweit ich das als Laie beurteilen kann, ziemlich gut.

call-of-duty-modern-warfare-beta-m4a1-rotpunkt fullscreen
Yes! Endlich das Rotpunktvisier für die M4A1 freigeschaltet.

Wie bereits vor der Beta berichtet wurde, ist die TTK (Time to Kill) extrem kurz. Bereits ein paar Kugeln können Dich, je nach Trefferregion, ins Jenseits befördern. Diese "Mechanik" lässt sich auf unterschiedliche Weise nutzen: Entweder Du bist extrem schnell am Abzug und entscheidest Zweikämpfe mit Deiner Reaktionsgeschwindigkeit oder Du nimmst das Tempo komplett aus dem Spiel heraus, versteckst Dich und tötest Deine Ziele aus dem Hinterhalt, bevor sie Dich entdecken. Beide Spielstile machen Spaß und waren bei mir ähnlich erfolgreich.

Die Türen sind der Wahnsinn!

Mein absolutes Highlight der Beta waren aber die schließbaren Türen. Jedes Öffnen einer Tür wird im Spiel zu einem echten Mindgame: Traust Du Dich, eine gerade geschlossene Tür zu öffnen und riskierst in eine Falle zu tappen? Oder gehst Du von hinten um die Tür herum, um Deinen Gegner zu überraschen? Aber was, wenn er damit rechnet, dass Du von hinten kommst und die Tür die sicherere Variante gewesen wäre? Eine simple (und clever aus Battle-Royale-Spielen geborgte) Mechanik, die viel mehr Taktik ins Spiel bringt. Ich glaube ernsthaft, dass die Türen das beste neue Feature von "Modern Warfare" sind.

call-of-duty-modern-warfare-beta-tür-camping fullscreen
Da kommt mit Sicherheit gleich jemand durch!

Mapdesign fördert strategische Vielfalt

Auch die Maps haben mir extrem gut gefallen. Auf Azhir Cave, einer Wüsten-Karte, kämpfst Du beispielsweise entweder draußen in zerstörten Häusern oder in einem großen Höhlensystem. Draußen ist die Map extrem verwinkelt und bietet viele Möglichkeiten sich zu verstecken. Hier lohnt sich ein taktisches Vorgehen. In der Höhle ist hingegen meist die Hölle los. Gegner strömen durch unterschiedliche Eingänge hinein, es fliegen Granaten und Schrotflinten entscheiden Nahkampfduelle – richtig schön abwechslungsreich!

call-of-duty-modern-warfare-beta-azhir-cave fullscreen
Die Höhle in der Map Azhir Cave ist extrem gefährlich, da Du viele Eingänge im Blick haben musst.

Auch die anderen Maps namens Hackney Yard, Grazna Raid und Gun Runner sind gut designt. Alle Karten bieten Bereiche, die sich strategisch unterschiedlich nutzen lassen. Manchmal ist ein mutiger Vorstoß die richtige Wahl, manchmal heißt es: Ausharren und auf die richtige Gelegenheit warten.

Das erwartet uns im zweiten Beta-Wochenende

Was ich bisher gesehen habe, hat mir schon richtig gut gefallen. Aber das war ja längst noch nicht alles, was "Call of Duty: Modern Warfare" zu bieten hat. Beim nächsten Beta-Test am 21. September ist dann auch Crossplay mit Xbox One und PC am Start. Außerdem sollen dann laut CharlieIntel auch die 32v32-Maps dabei sein. Ich mag es zwar lieber kuschlig, mit nur wenigen Freunden und Feinden im Spiel, aber ich werde mir diese Massenschlachten nicht entgehen lassen – und vielleicht gefällt mir das Chaos ja sogar.

Und kurz noch zum Thema Mini-Map: Das Fehlen des Radars hat am Anfang tatsächlich ein wenig genervt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran, dass eine Mini-Map fehlt und passt seine Spielweise dementsprechend an. Ich finde sogar, dass Drohnen durch das fehlende Radar jetzt noch wertvoller als zuvor sind. Auf den Protest vieler Spieler hin wurde die Mini-Map im Verlauf der Beta ja wieder angeschaltet. Mich persönlich würde es aber nicht stören, wenn sie später wieder fehlt.

Kommentare anzeigen (2)
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Call of Duty: Modern Warfare (2019)

close
Bitte Suchbegriff eingeben