menu

Nintendo-Hacker verhaftet. Er heißt, kein Witz: Bowser.

Im Bild: Der angeklagte Hacker bei der Arbeit.
Im Bild: Der angeklagte Hacker bei der Arbeit. Bild: © YouTube/Nintendo 2017

Das kann man sich nicht ausdenken, das ist wirklich passiert: Eine Gruppe von Hackern wurde verhaftet, die raubkopierte Spiele auf der Nintendo Switch spielbar gemacht hat. Einer der Hintermänner heißt tatsächlich Bowser.

Gary Bowser, um genau zu sein. Zusammen mit Max Louarn bildete er die Hacker-Gruppe Team Xecuter. Die beiden wurden nun in Seattle festgenommen und müssen sich vor Gericht verantworten. Das hat das US-Justizministerium bekannt gegeben.

Nintendo-Konsolen im Visier

Team Xecuter hatte vor allem Konsolen von Nintendo im Visier und ein USB-Gerät entwickelt, mit dem sich Raubkopien auf der Switch abspielen lassen. Auch das NES Classic und der 3DS wurden von den beiden gehackt und modifiziert. Und weil Max Louarn und Gary Bowser damit Geld gemacht haben, sind ihnen die US-Behörden auf die Schliche gekommen. Die meisten Hacker bieten ihre "Produkte" als Open-Source-Modelle kostenlos an, weil sie keine unerwünschte Aufmerksamkeit wollen. Ihnen geht es nicht um Profit, deswegen werden ihre Modifikationen und Hacks oftmals stillschweigend toleriert.

Nintendo hatte bereits im Mai Klage gegen die Hacker-Gruppe eingereicht. Ziel des Spieleherstellers war es damals, den Verkauf der Produkte von Team Xecuters zu unterbinden. Das dürfte Nintendo mit der Verhaftung der beiden führenden Köpfe nun geschafft haben.

Es drohen 20 Jahre Haft

Mit illegalen Hacks richtig Kohle zu machen, ist in Amerika kein Kavaliersdelikt. Im schlimmsten Fall drohen Max Louarn und Gary Bowser 20 Jahre Haft für Post- und Telekommunikationsbetrug und Geldwäsche. Ein Verhandlungstermin ist noch nicht angesetzt.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Nintendo

close
Bitte Suchbegriff eingeben