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Nintendo Switch: OJO-Dock mit eingebautem Beamer im Test

Eine Docking-Station für die Nintendo Switch mit eingebautem Beamer, Lautsprecher und Powerbank? Eine interessante Idee, die per Kickstarter finanziert wurde und offenbar großen Anklang fand. Erste Hands-on-Tests mit dem Prototypen zeigen jetzt technische Grenzen des Gadgets auf, loben aber auch die durchdachten Features.

Ganze 30.000 US-Dollar wollte ein Unternehmen aus Hong Kong per Kickstarter einnehmen, um den OJO für Nintendo Switch zu entwickeln. Am Ende konnten über 77.000 Dollar eingesammelt werden – im Dezember wird das Dock mit eingebautem Beamer, Lautsprechersystem und Powerbank ausgeliefert. Mit der Nintendo Switch könnte man so auch unterwegs spaßige Gaming-Sessions mit Freunden erleben, ohne sich zusammen vor das vergleichsweise kleine Display der Hybrid-Konsole klemmen zu müssen. Während eines Hands-on-Tests durften sich die Kollegen von Gamespot nun bereits einen Prototypen des OJO ansehen.

OJO für Switch: Durchdachte Funktionen...

Mit der eingebauten Batterie hält der Beamer stattliche fünf Stunden durch und ist dabei nicht mal besonders laut. Durch einen integrierten Lade-Modus kann auch dafür gesorgt werden, dass der Beamer durch die Batterie gespeist wird, während das Dock die Nintendo Switch lädt. Per HDMI-Eingang können sogar andere Bildquellen an das Gerät angeschlossen werden, USB-3.0-Anschlüsse und ein Kopfhöreranschluss stehen auch noch zur Verfügung. Aber auch der integrierte Lautsprecher soll für seine Größe ordentlichen Sound liefern. Der "Mario Kart"-Session mit Freunden steht also nicht viel im Wege.

... aber schwaches Key-Feature

Der eingebaute DMD-LED-Beamer von Texas Instruments ist jedoch nur etwa 200 Lumen stark, das ist leider nicht all zu viel. Bei düsteren Spielen in nicht ganz abgedunkelten Räumen lassen sich Details so nur schwer erkennen. Je größer der Abstand zur Projektionsfläche, desto schwächer wird natürlich das Bild – bei etwa einem Meter Abstand erhielten die Tester eine Bilddiagonale von 80 Zentimetern mit anständigem Bild, bei etwa 3 Meter Abstand war dann schon nicht mehr viel zu erkennen.

Bei einer Auflösung von gerade einmal 854 x 480 Pixeln dürfte es oft auch nicht ganz leicht sein, Schriften zu lesen. Wer besonderen Wert auf schöne Grafikdetails legt, wird also nicht viel Spaß mit dem OJO haben.

Final soll das Gerät etwa 300 US-Dollar kosten. Die Grundidee ist immer noch gut und einige der Funktionen wirken anscheinend auch in der Praxis sehr durchdacht. Durch den vergleichsweise schwachen Beamer, der im Grunde das zentrale Feature darstellt, wird das Testergebnis jedoch geschwächt. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler zum Release noch an der Bildqualität schrauben können.

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