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Ob das gutgeht? "Dragon Age 4" wird auf "Anthem"-Technik aufbauen

Das neue "Dragon Age" wird sicher nicht wie "Anthem" – aber die technische Grundlage teilen sich beide Games.
Das neue "Dragon Age" wird sicher nicht wie "Anthem" – aber die technische Grundlage teilen sich beide Games.

BioWare wird bei "Dragon Age 4" offenbar auf das gleiche technische Fundament setzen, das auch "Anthem" zugrunde liegt. Für viele Fans klingt das vermutlich eher beunruhigend, möglicherweise ist es aber eigentlich eine gute Nachricht.

Ein neuer Report des Kotaku-Journalisten Jason Schreier über BioWare sorgt derzeit für Aufregung. Schreier zeichnet darin die schwierige Entwicklung von "Anthem" nach und deckt zahlreiche interne Probleme bei dem Studio auf. Als Randnotiz kommt dabei auch immer wieder das nächste "Dragon Age" vor: So erfahren wir etwa, dass BioWare für das Rollenspiel ebenfalls die Frostbite-Engine nutzen wird und dass "Anthem" die Grundlage des Programmcodes bilden soll.

Problemkind Frostbite-Engine

Das klingt zunächst problematisch: Frostbite wird von Publisher EA für alle eigenen Studios vorgeschrieben. Die Programmierumgebung ist aber bekannt dafür, störrisch in der Bedienung zu sein und viele Probleme zu bereiten. Unter anderem litt auch die "Anthem"-Entwicklung laut Schreiers Bericht massiv unter der Engine-Wahl, zum Release war das Spiel dazu von zahlreichen Bugs geplagt, die teils immer noch nicht behoben sind.

"Dragon Age 4" hat die Chance, die Fehler von "Anthem" zu vermeiden

Dass "Dragon Age 4" auf dem Fundament des Loot-Shooters aufsetzt, lässt sich aber auch positiv betrachten: Viele Probleme bei "Anthem" stammen laut Schreier daher, dass BioWare bereits fertige Strukturen aus früheren Spielen nicht übernehmen konnte. Das Inventar-System aus "Dragon Age: Inquistion" etwa passte nicht in den Online-Titel: Das Spiel musste daher von Grund auf neu gebaut werden, was Fehler zur Folge hatte und wertvolle Entwicklungszeit kostete.

Wenn BioWare den Code von "Anthem" weiter optimiert und die gelernten Erkenntnisse über die Frostbite-Engine anwendet, steht "Dragon Age 4" technisch also immerhin auf einigermaßen festen Füßen. Zumindest dürfte das erfolgsversprechender sein als mit der Entwicklung ganz von vorne beginnen zu müssen – denn das hat schon "Anthem" definitiv nicht gutgetan.

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