PlayStation Classic im Teardown: Mini-PS1 schwach trotz Rechen-Power

In dem kleinen Gehäuse der PlayStation Classic steckt ganz schön viel Kraft.
In dem kleinen Gehäuse der PlayStation Classic steckt ganz schön viel Kraft. (©PlayStation Europe 2018)
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Mit dem nahenden Release der PlayStation Classic stellt sich vielen Fans auch die Frage, wie eigentlich das Innenleben der Retro-Konsole aussieht. Nun zeigt ein Teardown der Konsole, dass in dem Kasten ganz schön viel Power steckt.

Bereits in der PS Vita hatte Sony einen Chip verbaut, der sehr gut mit der Emulation von klassischen PlayStation-Spielen zurecht kam. Für die PlayStation Classic hat Sony aber sogar noch einmal etwas Leistung draufgepackt und einen ARM-Chip verbaut, der um einiges stärker ist als die Hardware in den NES- und SNES-Mini-Konsolen, wie Eurogamer berichtet.

So viel Power nur für PS1-Emulation

Bei dem besagte ARM Chip handelt es sich um einen Quadcore mit einer Taktrate von 1,5 Gigahertz, der zusätzlich noch eine PowerVR GPU enthält. Der Einsatz von GPU-Beschleunigung dürfte jedoch bei den Spielen der PlayStation Classic nicht sonderlich groß sein. Neben dem leistungsstarken Chip sind außerdem 1 Gigabyte DDR3 RAM und ein 16 GB Flash-Speicher verbaut.

Ansonsten ist das Innenleben der PlayStation Classic ziemlich langweilig. In dem Plastikgehäuse befindet sich nur eine einzige Platine, auf der alle Teile verbaut sind. Über der Platine befindet sich ein Kühlkörper, der dafür sorgt, dass die Hardware nicht überhitzt.

Auf Seiten der Hardware ist die PlayStation Classic mehr als ausreichend für die Emulation von PS1-Games aufgestellt. Wie gut die Spiele letztendlich laufen, hängt somit zu großen Teilen von der verwendeten Software ab.

Open-Source-Emulator und ungünstige Spiel-Versionen

Trotz der guten Hardware berichtet Digital Foundry aber negativ über die Performance der PlayStation Classic. Die schlechte Performance ist unterschiedlichen Gründen geschuldet: Zum einen setzt die Retro-Konsole vollends auf eine Software-Emulation. Hier greift Sony sogar nur auf den Open-Source-Emulator "PCSX ReARMed" zurück und hat nicht einmal eine eigene Software-Lösung parat.

Zum anderem ist die Auswahl der Spiel-Versionen ungünstig. Bei einigen Games werden die PAL-Versionen verwendet, die noch in 50 Hz laufen. Bei modernen Fernsehern sind mittlerweile aber 60 Hz Standard, wodurch die PAL-Spiele langsamer laufen. Zudem sind Digital Foundry noch einige Ruckler und andere Performanceprobleme aufgefallen, die durch die Software verursacht werden.

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