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"Pokémon Go" hat vollen Zugriff auf Google-Account

Will "Pokémon Go" Deine Daten sammeln?
Will "Pokémon Go" Deine Daten sammeln? (©Niantic/Nintendo 2016)

Das Smartphone-Game "Pokémon Go" erhält bei der Anmeldung unter iOS wohl vollen Zugriff auf den Google Account des Spielers. Hersteller Niantic spricht von einem Fehler in der Programmierung und verspricht ein baldiges Update.

Der Release von "Pokémon Go" hat in den letzten Tagen jede Menge Aufsehen erregt, nicht immer waren die Meldungen zum Handy-Game positiv: Neben Verkehrsunfällen, Raubüberfällen und versteckten Trojanern drohen nun weitere Negativschlagzeilen. Wie 9to5Mac meldet, erhält die iOS-App von "Pokémon Go" unter Umständen vollen Zugriff auf den Google-Account des Spielers. Theoretisch könnte das Programm somit sämtliche Daten von E-Mails über Kontakte bis hin zu Fotos oder Google Drive-Dokumenten auslesen oder sogar verändern.

Vollzugriff nur bei Google-Anmeldung unter iOS

Offenbar wird dieser Zugriff nur gewährt, wenn man sich unter iOS mit seinem Google-Konto anstatt eines Pokemon.com-Accounts einloggt. Da dieser Service zurzeit jedoch wegen Überlastung geschlossen ist, weichen viele Nutzer auf die Google-Alternative aus. Da "Ingress", das Vorgänger-Spiel von Hersteller Niantic, lediglich Zugriff auf grundlegende Informationen wie Account-ID oder die E-Mail-Adressen des Users verlangt, ging man bei 9to5Mac früh von einem Programmierfehler innerhalb der App aus.

Sensible Daten wurden bisher nicht abgerufen

Niantic bestätigte inzwischen, dass der Vollzugriff nicht absichtlich integriert wurde. Das Unternehmen kündigte ein baldiges Update an, welches den Fehler in der iOS-Version von "Pokémon Go" beheben soll. Laut eigenen Angaben hätte man sich von Google bestätigen lassen, dass bisher lediglich grundlegende Account-Daten von den bereits installierten Apps abgerufen wurden.

Weltweiter Release vorerst gestoppt

Bisher ist "Pokémon Go" in Europa noch nicht offiziell erhältlich, sondern nur über Umwege zu bekommen. Der Release in den USA, Australien und Neuseeland verlief so erfolgreich, dass der weltweite Rollout der Software aufgrund überlasteter Server verschoben werden musste. Die Veröffentlichung in Deutschland ist aber in naher Zukunft zu erwarten.

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