Meinung

Preview: Darum finde ich "Generation Zero" auch ohne Story spannend

In "Generation Zero" kämpfen wir gegen gigantische Roboter.
In "Generation Zero" kämpfen wir gegen gigantische Roboter. (©Avalance Studios 2018)

Lange war nicht bekannt, worum es in "Generation Zero" eigentlich gehen soll und was das Ziel des Spiels sein wird. Auf der Gamescom 2018 konnte ich mir nun eine kurze Präsentation des Spiels ansehen und endlich in Erfahrung bringen, worin der eigentliche Sinn des neuen Endzeit-Shooters der "Just Cause"-Macher liegt.

Ganz so viele Informationen waren mir zu "Generation Zero" vor der Gamescom nicht bekannt: Das Spiel soll in den 80er Jahren in Schweden spielen, ein Survival-Koop-Shooter sein und es soll unterschiedliche Robotergegner in der offenen Welt geben. Bei der in Köln gezeigten Demo handelte es sich um eine Pre-Alpha des Spiels, zum Release kann sich also noch einiges ändern. Die Philosophie hinter dem Game kam aber schon gut zur Geltung: Du hast als Spieler keine Ahnung, was abgeht und willst herausfinden, was in der Welt passiert ist.

Ziel des Spiels ist herauszufinden, was passiert ist

 "Generation Zero": First-Person-Shooter mit Koop-Feature. fullscreen
"Generation Zero": First-Person-Shooter mit Koop-Feature. (©Avalance Studios 2018)

Zusammen mit einem Entwickler von Avalanche Studios durfte ich also einen Teil der großen Open-World im Koop erkunden. Während des Spiels erläuterte ein anderer Mitarbeiter die Hintergründe des Spiels: Der Spieler wacht als Teenager im Schweden der 1980er Jahre auf. Alle Menschen sind verschwunden und mysteriöse, feindlich gesinnte Maschinen streifen durch das Land.

Schnell kam während der Demo dann die Frage nach der eigentlichen Story auf. Eine wirkliche Story gebe es nicht, meinte der Entwickler. Es sei ein Survival-Game ohne echte Story. Die Aufgabe des Spielers sei es, herauszufinden, wo die Menschen sind, woher die Maschinen kommen und was mit der Welt passiert sei.

Keine Zwischensequenzen: Hinweise erzählen die Story

Dafür müssen kleinere "Puzzleteile" wie Logs, Notizen oder Aufnahmen gesammelt werden, aus denen sich dann erschließen lasse, was passiert sei. Der Spieler werde nicht vom Game an die Hand genommen und dürfe sich völlig frei in der Welt bewegen und sie in seinem eigenen Tempo erkunden. Und da es keine wirkliche Geschichte gebe, sei es möglich, nahtlos vom Solo- in den Koop-Modus zu springen.

Looten und Leveln sorgen für zusätzliche Motivation

Da das bloße Lösen des Geheimnisses um die mysteriösen Vorkommnisse allein etwas langweilig werden könnte, verwendet "Generation Zero" eine Mechanik, die uns seit Urzeiten einprogrammiert ist: Jagen und sammeln. Überall in der Welt lassen sich Waffen und Aufsätze finden, die alle in unterschiedliche Qualitätsstufen unterteilt sind. Von rostig bis fabrikneu ist alles vertreten. Die Qualität der Waffen habe natürlich Auswirkungen auf den Schaden, erklärt der Entwickler. Der Spieler sei dadurch motiviert, nach besserer Ausrüstung zu suchen und Waffen in schlechter Qualität zu verbessern.

 Bei der Erkundung unbekannter Orte findest Du nicht nur wichtige Informationen zu den Geschehnissen, sondern auch Waffen und Upgrades. fullscreen
Bei der Erkundung unbekannter Orte findest Du nicht nur wichtige Informationen zu den Geschehnissen, sondern auch Waffen und Upgrades. (©Avalance Studios 2018)

Ein anderes Element, das den Spieler bei Laune halten soll, sind Fertigkeitsbäume. Insgesamt gibt es vier Klassen: Combat, Survival, Support und Tech. Mit jedem Aufleveln darf eine Fähigkeit aus einem der vier Bäume gewählt werden. Für Solospieler empfehle sich eine gute Mischung der Fähigkeiten aus allen Klassen, im Koop lohne es sich dagegen sehr, sich auf eine Klasse zu spezialisieren und ein ausgeglichenes Team zu bilden. Auf einzelne Fähigkeiten der Klassen wurde aber leider nicht weiter eingegangen.

Die 80er-Jahre im menschenleeren Schweden: Lohnt sich das?

"Generation Zero" bietet mit seinem interessanten Setting einen frischen Ansatz im Survival-Genre. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Gamer Spaß daran haben werden, hinter die Geheimnisse des Spiels zu kommen und dabei ihre Waffensammlung zu erweitern und zu verbessern. Das Fehlen eines roten Fadens, der vom Spiel vorgegeben wird, könnte aber dazu führen, dass einige Spieler sich recht schnell in der Welt verloren fühlen werden. Aber das ist ja bei vielen Survival-Games der Fall.

Das gefiel mir gut Das gefiel mir nicht so gut
+ Viele unterschiedliche Robotertypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten - Komplett fehlende Handlungsanweisungen könnten einige Spieler überfordern
+ Frisches, interessantes Setting - Gefahr, dass das Lösen des Geheimnisses nicht genug Anreiz zum Spielen bietet
+ Möglichkeit zum nahtlosen Koop - Worin besteht die Langzeitmotivation nach der Lüftung des Geheimnisses?
+ Unterschiedliche Klassen, die Spezialisierungen ermöglichen
+ Viele verschiedene Waffen, die sich alle verbessern lassen

Release
"Generation Zero" erscheint 2019 für PS4, Xbox One und PC. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt.

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