"Pro Evolution Soccer" verliert Rechte an der Champions League

PES 2018: Liverpool gegen Dortmund
In "PES 2018" offiziell lizenziert: Liverpool & Borussia Dortmund. (©Konami 2017)
Meru Klee Bezeichnet Games als 'durchgespielt' sobald er die Kampagne durch hat – auch "Black Ops 4".

Nach zehn Jahren Partnerschaft endet nach dem Champions-League-Finale 2018 der exklusive Lizenz-Deal mit Konamis "Pro Evolution Soccer". Eigentlich wollten die UEFA und der japanische Publisher noch länger zusammenarbeiten – doch nun wurde überraschend das Ende der Liga in "PES" erklärt.

Dabei war der Vertrag zwischen UEFA und Konamis "Pro Evolution Soccer" ursprünglich noch bis 2019 verlängert worden, wie Eurogamer berichtet. Dem nun verkündeten Ende des Lizenz-Deals, der sowohl die UEFA Champions League, die UEFA Europa League und den UEFA Super Cup beinhaltete, liegt also offenbar eine vorzeitige Kündigung zugrunde. Über die entsprechenden Gründe gibt es bisher keine Informationen. Angeblich ist das Verhältnis zwischen Konami und dem Lizenzgeber aber nach wie vor positiv.

Lizenzen: "PES" verlagert Fokus auf andere Gebiete

Jonas Lygaard, bei Konami zuständig für Business Development, stellt die Entwicklung positiv dar: "In diesem Jahr werden wir unseren Fokus auf andere Gebiete lenken. Wir werden alternative Wege erforschen, wie die UEFA und Konami zukünftig zusammenarbeiten können, da unsere Partnerschaft weiterhin stark ist."

Adam Bhatti, Produkt-Manager von "Pro Evolution Soccer", fügte per Tweet hinzu, dass der bisherige UEFA-Deal sowieso keinerlei Team-Lizenzen beinhaltet habe und man daher auch keine Rechte an Champions-League-Vereinen verlieren würde.

Für viele "PES"-Spieler sind Lizenzen zweitrangig

In Hinblick auf den Mainstream-Markt, den der große Konkurrent "FIFA" von Electronic Arts ohnehin dominiert, mag die Meldung über das Ende des UEFA-Vertrags negativ sein. Die meisten überzeugten Fans haben sich allerdings daran gewöhnt, dass Team-Namen wie Man Blue oder London FC anstelle von Manchester City oder Chelsea in "Pro Evolution Soccer" verwendet werden. Noch dazu spielen sie die Fußball-Simulation von Konami ohnehin hauptsächlich wegen des Gameplays, das im Vergleich mit "FIFA" oft als komplexer wahrgenommen wird.

Konami hatte sich zuletzt darauf verlegt, anstelle von Ligen einzelne Teams und Sportler zu lizenzieren. So sind in "PES 2018" offizielle Versionen des FC Barcelona, Arsenal oder etwa des Sprint-Stars Usain Bolt enthalten.

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