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PS5 zum Release Mangelware? Sony soll mit weniger Konsolen planen

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Den DualSense halten zum Release der PS5 offenbar nur vergleichsweise wenige PlayStation-Fans in der Hand. Bild: © Sony Computer Entertainment Europe 2020

Sony wird einem Bericht zufolge zur Markteinführung der PS5 weniger Konsolen produzieren, da mit geringerem Absatz gerechnet wird. Die Coronavirus-Pandemie hat außerdem großen Einfluss auf die Strategie des PlayStation-Konzerns. Der Release zum Weihnachtsgeschäft ist dennoch fix, nur eine Sache könnte jetzt noch zu einer Verschiebung führen.

Das Nachrichtenportal Bloomberg beruft sich in einem neuen Bericht über die PS5 auf anonyme Quellen bei Sony. Diese behaupten, dass der japanische Hersteller zum Start der PlayStation 5 weniger Geräte produzieren will als bei den Markteinführungen vergangener Konsolen-Generationen. Die starke technische Leistung der Hardware wirkt sich demnach negativ auf den Preis aus, weshalb Sony mit weniger Absatz rechnet und die Produktion der PS5 im ersten Jahr drosselt.

Sony rechnet wegen hohem PS5-Preis mit geringeren Verkäufen

Zulieferern zufolge will Sony innerhalb des aktuellen Geschäftsjahres, das bis März 2021 läuft, etwa fünf bis sechs Millionen Stück der PS5 herstellen. Die PS4 verkaufte 2013 im ersten halben Jahr nach ihrer Markteinführung 7,5 Millionen Einheiten. Der Preis der PS5 könnte zwischen 450 und 550 US-Dollar liegen und wäre damit relativ hoch im Vergleich zum Einführungspreis der PS4, der 2013 bei 399 US-Dollar lag. Damals unterbot Sony Microsofts Preis für die Xbox One um 100 Dollar, die bis heute deutlich weniger verkauft wurde.

Sony will dem Bericht zufolge mit einer Preissenkung der PS4 weitere Nutzer auf die PSN-Plattform bringen, während die PS5 in begrenzten Stückzahlen ausgeliefert wird. Die Steigerung laufender Einnahmen durch Dienste wie PS Plus und PS Now sind für das japanische Unternehmen zunächst wichtiger als einmalige Hardware-Verkäufe, so Sony-CEO Kenichiro Yoshida.

Coronavirus-Pandemie: Event zur PS5-Enthüllung auf der Kippe

Die Marktstrategie zur Einführung der PS5 ist von der COVID-19-Krise stark beeinträchtigt. Demnach konnte der Businessplan für das laufende Geschäftsjahr vom Sony-Vorstand aufgrund der Pandemie bisher nicht beschlossen werden, was eigentlich im März geschehen sollte. Die Bekanntgabe von Geschäftszahlen ist für Ende April geplant, könnte sich aber ebenfalls verzögern.

Ein geplantes Presse-Event zur Enthüllung der PS5, auf dem auch der Preis genannt werden soll, könnte aus Angst vor Infektionsgefahr abgesagt werden. Die Enthüllung des DualSense-Controllers vor einigen Tagen sei dagegen eilig durchgeführt worden, da Sony Sorge vor Leaks hatte. Das Äußere der PS5-Konsole sei nur wenigen Eingeweihten bekannt, der Controller wurde jedoch bereits externen Entwicklern gezeigt.

Konsolen-Mikado: Wer zuckt zuerst?

Die neue PlayStation soll ab Juni in Massenproduktion gehen, der Release zum Weihnachtsgeschäft ist den Quellen zufolge nicht in Gefahr. Problematisch scheint aufgrund der aktuellen Lage eher die Fertigstellung passender Spiele. Sony will den PS5-Launch aber angeblich nur verschieben, wenn auch Microsoft den Release seiner Xbox Series X verzögert. Vor allem auf dem großen US-Markt ist die Konkurrenz hoch, dort hat Microsoft im Vergleich deutlich mehr Spieler als in anderen Märkten.

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