"PUBG"-Cheats: Sind die Chinesen wirklich die übelsten Schummler?

Mit Tricks zum Erfolg in "PUBG"? Das Spiel hat ein Cheater-Problem.
Mit Tricks zum Erfolg in "PUBG"? Das Spiel hat ein Cheater-Problem. (©Screenshot TURN ON 2017)
Kai Lewendoski Steuert die Heizung zuhause übers Smartphone, die Musik in der Wohnung kommt vom Home Server.

Ein großer Teil der Cheater in "PlayerUnknown's Battlegrounds" (PUBG) stammt offenbar aus China, sagt der Erfinder des Games. Viele ehrliche Spieler des Battle-Royale-Krachers klagen über die versierte Schummler, die mit diversen Tricks ihre Stats aufbessern wollen. Streit gibt es darum, ob der Rest der Welt wirklich ehrlicher ist.

Schummeln in "PUBG"? Das ist möglich, aber riskant. Mit Speedhacks, die die Spielgeschwindigkeit nur für den Cheater stark steigern oder Aimbots, die das Zielen übernehmen, lassen sich deutliche Vorteile erzielen. Aber: Die Benutzung derartiger, im Internet leicht auffindbarer, Tools ist extrem gefährlich, da bei Entdeckung der Account sofort und dauerhaft gesperrt wird. In einem Interview mit Kotaku hat der Erfinder von "PUBG", Brendan Greene,  kürzlich ein chinesisches Cheat-Problem bestätigt.

Greene: "Es gibt einen großen Cheat-Markt – weltweit und in China"

Aktuelle Zahlen zur Cheat-Problematik stammen vor allem von Battleye, einem Unternehmen, das kommerziell gegen Cheater kämpft. "Battleye hat in einem Tweet wohl angegeben, dass 99 Prozent der Cheater aus China kommen", so Greene. "Es gibt aber einen großen Cheat-Markt, nicht alleine in China, sondern weltweit." Green weiter: "In China allerdings wird es eher akzeptiert Cheats zu verwenden. Und vor allem gibt es dort eben mehr Menschen und damit auch Spieler, als in jedem anderen Land der Welt".

Während Entwickler Greene die Cheat-Problematik nicht alleine bei den chinesischen Spielern sehen will, hat das Problem seit dem Launch der Version 1.0 von "PUBG" nicht gerade abgenommen. Während die Server-Probleme eher leicht beherrschbar sind, werden die Cheats – hier ein Video zu diversen Methoden – jetzt anscheinend noch häufiger angeboten. Einige Spieler sind offenbar extrem frustriert, sodass teilweise gefordert wird, chinesische Spieler von den Servern zu verbannen.

Greene: "Die Mehrheit der chinesischen Spieler schummelt nicht"

Damit will Brendan Greene aber nichts zu tun haben: "Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist. Klar, die große Mehrzahl der Cheats kommt aus China, aber das bedeutet absolut nicht, dass die Mehrzahl der chinesischen Spieler schummelt. Wenn man nur ein paar faule Eier hat, muss man nicht gleich das ganze Land bestrafen", findet Greene. Zumal eben auch der Einsatz von Anti-Cheat-Systemen erste Erfolge zeigt. Nach aktuellen Informationen konnte die Zahl der Cheater um 67 Prozent gesenkt werden. Aber die Schlacht ist laut Greene noch nicht gewonnen: "Cheater zu vertreiben ist nicht so einfach, wie sich manche Spieler das vorstellen." Einstweilen bittet er alle ehrlichen Spieler die Schummler in den "PUBG"-Foren zu melden.

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