News

"PUBG" kommt nach China – allerdings zensiert & mit Parolen

"PUBG" könnte in China stark zensiert werden.
"PUBG" könnte in China stark zensiert werden. (©Bluehole 2017)

Viele Chinesen spielen den auch im Reich der Mitte populären Titel "Playerunknown's Battlegrounds" (PUBG). Offiziell erhältlich ist das Game dort aber nicht. Vor ein paar Wochen spekulierten die Behörden über ein Verbot: Das Spiel sei zu gewalttätig und verletze sozialistische Werte. Jetzt scheint eine Lösung gefunden – per Zensur.

Derzeit kommen immerhin 44 Prozent aller "PUBG"-Spieler aus China. Ein Verbot in dem Land würde den Hersteller und Entwickler des Games Bluehole daher empfindlich treffen, denn die Firma steht in einem harten Wettbewerb etwa mit Epic Games und dessen "Fortnite: Battle Royale". Jetzt soll "PUBG" an die "sozialistischen Werte" angepasst werden. Bluehole und das chinesische Unternehmen Tencent haben einen entsprechenden Vertrag unterschrieben, berichtet Polygon.

Chinesische Nutzer sollen "großartiges Spiel" bekommen

"Wir werden alles dafür tun, unseren chinesischen Nutzern ein großartiges Spiel zu präsentieren", so Bluehole-Chef C. H. Kim. "Tencent wird das Spiel so lokalisieren und betreiben, das es den Vorlieben der chinesischen Spieler entspricht." Da der Titel in China jetzt schon extrem beliebt ist, scheint "PUBG" die Vorlieben der Nutzer bereits schon jetzt recht gut zu treffen. Aber die Maßnahme, woraus auch immer sie besteht, hat vermutlich ein Verbot erst einmal abgewendet.

Der chinesische Vertragspartner Tencent wird in einer Stellungnahme genauer: Das Spiel soll so modifiziert werden, dass es sich besser mit den "sozialistischen Werten, der traditionellen chinesischen Kultur und moralischen Regeln" verträgt. Auch hier ist völlig offen, was gemeint ist. Sollten die Punkte aber konsequent verfolgt werden, muss man sich in China wohl auf größere Änderungen bei "Playerunknown's Battlegrounds" einstellen.

Sind rote Spruchbänder in "PUBG" die Lösung?

Ein Konkurrent von Tencent namens NetEase, der ebenfalls "PUBG"-Betreiber in China ist, hat die Übereinstimmung mit den "sozialistischen Werten" durch den Einbau aktueller Regierungspropagandha erreicht. Es gibt daher rote Spruchbänder mit Slogans wie "Nationale Sicherheit bewahren, Weltfrieden bewahren". Jetzt scheint es vor allem darum zu gehen, dass ähnliche Nachrichten auch in "PUBG" auftauchen sollen.

Neueste Artikel zum Thema 'Playerunknown's Battlegrounds'

close
Bitte Suchbegriff eingeben