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"Rainbow Six Siege" wird weltweit zensiert und die Spieler sind sauer

Ubisoft will "Rainbow Six Siege" für den chinesischen Markt zensieren.
Ubisoft will "Rainbow Six Siege" für den chinesischen Markt zensieren. (©Ubisoft 2017)

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehört "Rainbow Six Siege" mittlerweile zu den beliebtesten Multiplayer-Shootern überhaupt. Nun will Ubisoft mit dem eSports-Hit auch in Asien durchstarten und nimmt dafür einige Anpassungen am Spiel vor. Vor allem "ästhetische" Veränderungen müssen her – die Fangemeinde reagiert darauf nicht gerade wohlwollend.

Der chinesische Gaming-Markt ist gigantisch und könnte Ubisoft Millionen neue Spielern für "Rainbow Six Siege" bescheren. Um an der staatlichen Zensur des asiatischen Landes vorbeizukommen, sind allerdings Anpassungen nötig: Blut, anzügliche Leuchtreklamen und sogar Darstellungen von Totenköpfen müssen entfernt werden. Entsprechende Maßnahmen hat Ubisoft nun im offiziellen Blog zu "Rainbow Six Siege" angekündigt und darauf vor allem negatives Feedback von den Fans geerntet.

Spieler stören sich vor allem an Gründen für Anpassungen

Auf der Diskussions-Plattform Reddit äußern sich viele Fans kritisch über die Anpassungen, da sie es ablehnen, fortan eine zensierte Version von "Rainbow Six Siege" spielen zu müssen. Vor allem stören sich einige Spieler an den Gründen für die Zensur und daran, dass das von ihnen mitfinanzierte Spiel nun an die Ansprüche eines kommunistischen Regimes angepasst wird, wie Polygon berichtet. Zwar nennt Ubisoft in seinen Statements China nicht direkt, jedoch ist der Jugendschutz in dem Land sehr streng und damit ein naheliegender Grund für die Anpassungen.

Keine Änderungen am Gameplay? Spieler haben Zweifel

Die Änderungen werden weltweit an die Spieler von "Rainbow Six Siege" ausgerollt, auch wenn die Spielserver strikt voneinander getrennt bleiben – selbst VPN-Dienste werden unterbunden. Durch die Vereinheitlichung der visuellen Elemente will Ubisoft den Entwicklern aber entsprechende Mehrarbeit ersparen. Der Publisher versichert zwar, dass die Änderungen keine Auswirkungen auf das Gameplay haben sollen. Da hinterlassende Blutflecken jedoch bisher zum Beispiel dabei helfen, den Gegner zu orten, fürchten die Spieler durchaus Beeinträchtigungen.

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