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Rockstar-Boss: Release von "GTA 6" wäre derzeit zu heikel

Auf "GTA 6" warten wir wohl vorerst vergeblich.
Auf "GTA 6" warten wir wohl vorerst vergeblich. (©Rockstar Games 2017)

Rockstar Games veröffentlicht diese Woche "Red Dead Redemeption 2" und CEO Dan Houser ist froh, dass das Western-Game in der Vergangenheit spielt. Ein "GTA 6" mit satirischen Seitenhieben auf die Gegenwart hält er im aktuellen gesellschaftlichen Klima für schwierig.

"Es ist völlig unklar, was wir überhaupt mit 'GTA 6' anstellen würden – mal ganz abgesehen davon, wie sauer Leute darüber wären, was wir machen", sagte Houser laut IGN in einem Interview mit GQ und reflektiert dabei insbesondere über die aktuelle gesellschaftliche Situation in den USA.

Blöd für "GTA 6": Satire überholt Realität

Sowohl liberale als auch konservative Kräfte seien derzeit "sehr militant und sehr wütend". "Es ist beängstigend aber auch seltsam und dazu steuern beide Seiten gelegentlich ins Absurde." Houser zufolge ist es sehr schwer, in diesem Klima ein satirisches Spiel wie "GTA 6" zu machen – zumal alles ständig in Bewegung sei: "Manches, was man sieht, ist jenseits jeder Satire. Das Game wäre innerhalb von zwei Minuten nach dem Release schon wieder veraltet, alles verändert sich so schnell."

"Red Dead Redemption 2" hat Vorrang, "GTA 6" offenbar nicht in Arbeit

Er sei deshalb "dankbar", dass er nun erst einmal ein vergleichsweise altmodisches Western-Spiel auf den Markt bringen könne. Vielleicht ist es also ganz gut, dass Rockstar mit "Red Dead Redempton 2" und dem später erscheinenden Multiplayer-Modus "Red Dead Online" erst einmal vermutlich auf Jahre zu tun hat. "GTA 6" kann sich das Studio dann für Zeiten aufsparen, in denen Realität und Satire nicht ganz so nah beieinander liegen.

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