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Samsung blockiert Video von Note 7-Mod für "GTA 5"

In einer "GTA 5"-Mod kann das Note 7 Flugzeuge vom Himmel holen.
In einer "GTA 5"-Mod kann das Note 7 Flugzeuge vom Himmel holen. (©Olli43 2016)

Samsung hat das erste Video der "GTA 5"-Mod mit dem Note 7 als Bombe aus YouTube entfernen lassen. Das satirische Video soll angeblich gegen Urheberrechte verstoßen. Samsung wird nun wegen der versuchten Zensur von Kritik kritisiert.

Verstößt Satire gegen Urheberrechte? Samsung ist offenbar dieser Meinung und ließ das erste Video von einem "GTA 5"-Modder, das ein wie eine Bombe explodierendes Note 7 zeigt, mittels DMCA-Beschwerde aus YouTube entfernen. Das bemerkte zunächst der Programmierer Adrian Lopez via Twitter. Sollte die Prüfung durch YouTube ergeben, dass die Beschwerde unbegründet war, könnte das Video wieder online gestellt werden. Ohnehin gibt es viele Kopien des Videos, die andere Nutzer hochgeladen haben und viele Nachahmervideos, die das Note 7 etwa als eine noch größere Bombe im Spiel "GTA 5" explodieren lassen.

Kritik wegen Missbrauchs der Urheberrechtsbeschwerde

Eine noch größere Bombe hat sich Samsung nun selbst gelegt mit dieser Reaktion auf die Satire. Seitens Medien und Kommentatoren herrscht völliges Unverständnis für den Versuch, unliebsame Kritik loszuwerden. Engadget bemerkt, dass die Urheberrechtsbeschwerde nicht für einen solchen Gebrauch vorgesehen ist. The Verge wirft Samsung ebenso einen "Missbrauch des DMCA-Werkzeugs" vor.

Samsung USA macht große Fehler bei Krisenmanagement

Mit der Satire veralbern Modder das defekt auf den Markt geworfene Galaxy Note 7, von dem einige Modelle in Flammen aufgegangen sind und das Samsung inzwischen zurückgerufen hat, wobei außerdem die Produktion eingestellt wurde. In einem anderen Fall muss sich Samsung in den USA einer Sammelklage wegen explodierenden Waschmaschinen stellen, bei der das Unternehmen versucht haben soll, Beweise zu zerstören. Insbesondere Samsungs US-amerikanische Niederlassung wurde mehrfach für ihren Umgang mit der Krise kritisiert, etwa auch darum, weil das Gerät in den USA ursprünglich nicht über den offiziellen Weg zurückgerufen wurde.

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