"Sea of Thieves" zeigt: Crossplay hat auch schlechte Seiten

Ist Crossplay gefährlich für PSN und Xbox Live?
Ist Crossplay gefährlich für PSN und Xbox Live? (©Microsoft 2018)
Meru Klee Bezeichnet Games als 'durchgespielt' sobald er die Kampagne durch hat – auch "Black Ops 4".

Das Piraten-Sandbox-Game "Sea of Thieves" ist per Crossplay sowohl auf Xbox One, als auch auf dem PC spielbar. Was für die Gamer viele Vorteile bringt ist gleichzeitig aber auch ein Einfallstor für Hacker. Das nervt –und kann zusätzlich auch gefährlich werden.

Zwar sind Cheats in "Sea of Thieves" auf der Xbox One kaum möglich, durch Xbox Play Anywhere ist das Piraten-Game allerdings auch auf Windows-PCs spielbar. Dort verschaffen sich erste findige Zocker laut Windowscentral per Hacks unfaire Vorteile im Spiel – darunter Headshots per Auto-Aim oder die Fähigkeit Schatzkisten durch Wände hindurch zu sehen. Da sowohl Xbox-One- als auch PC-Gamer per Crossplay auf den gleichen Servern spielen, entstehen den Konsolenspielern hier deutliche Nachteile.

Sicherheitslücke Crossplay: Einfallstor für Hacker?

Dazu kommt der Umstand, dass die Gratis-Testphase des Xbox Game Pass dazu missbraucht werden kann, "Sea of Thieves" nach einer Sperrung mit einem neuen Account zu spielen. Abonnenten des Xbox Game Pass haben auch auf PC vollen Zugriff auf Microsoft-Exklusivspiele. Neben den Vorteilen, die PC-Gamer durch die Steuerung mit Maus und Tastatur gegenüber Konsolenspielern haben, zeigt der Fall von "Sea of Thieves" aber auch ein Sicherheitsproblem auf: Sollten Hacker nämlich per Crossplay Zugang zu den bisher geschützten Plattformen wie PSN oder Xbox Live bekommen, wären unfaire Cheats wohl das geringste Problem.

Plattformübergreifendes Spiel zukünftig "unvermeidbar"?

Crossplay ist ein umstrittenes Thema – "Fortnite"-Entwickler Epic Games verkündete zuletzt, dass es zukünftig "unvermeidbar" sei, gemeinsames Spielen über unterschiedliche Plattformen hinweg zu erlauben. Vor allem Sony weigert sich standhaft, die PS4 für Crossplay zu öffnen. Als Grund gibt das japanische Unternehmen vor allem an, die Kontrolle über externe Einflüsse auf seine Plattform behalten zu wollen, aber auch wirtschaftliche Interessen spielen wohl eine Rolle.

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