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So soll 8K-Gaming mit der GeForce RTX 3090 möglich sein

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Die neue Monster-Grafikkarte GeForce RTX 3090. Bild: © Nvidia 2020

Die neue Grafikkarte GeForce RTX 3090 soll erstmals auch flüssiges 8K-Gaming ermöglichen. Doch dafür ist weit mehr nötig als nur bloße Rechenpower.

Seit Nvidia am Dienstag die neue Grafikkarte der GeForce-3000er Serie vorgestellt hat, steht die Gaming-Welt Kopf. Leistungen, die noch vor wenigen Wochen als völlig utopisch galten, sollen nun dank der neuen GPUs erreichbar sein. Eine der spektakulärsten Ankündigungen war dabei, dass die neue GeForce RTX 3090, also das Spitzenmodell des Nvidia-Lineups, in der Lage sein soll, Spiele in 8K-Auflösung flüssig darzustellen. Wie genau flüssiges 8K-Gaming erreicht werden soll, hat nun PC-Gamer-Redakteur Jacob Ridley in einem Artikel herausgearbeitet.

Reine Rechenpower reicht nicht aus

Den Grundstein legt die RTX 3090 natürlich mit ihrer schieren Rechenleistung. Mit satten 10.469 Cuda-Cores und einem Boost-Takt von 1,7 GHz soll die Karte eine Leistung von ungefähr 36 Teraflops erreichen. Zum Vergleich: Die bislang schnellste Gaming-Grafikkarte RTX 2080 Ti verfügt über 4.352 Cuda-Cores und erreicht gerade einmal 13,45 Teraflops.

DLSS für verlustfreies Upscaling auf 8K

Ein weiterer wichtiger Baustein, um flüssiges 8K zu erreichen, ist jedoch das von Nvidia entwickelte Supersampling-Verfahren DLSS, das auf selbstlernende Algorithmen zurückgreift, um Bewegtbild in einer niedrigeren Auflösung zu rendern und dann auf die volle Auflösung hochzurechnen. Das klappt mit der aktuellen Version DLSS 2.0 schon so gut, dass die hochskalierten Spiele in 4K oft sogar besser aussehen als nativ in dieser Auflösung gerendert.

Mit der RTX 3090 will Nvidia auch DLSS 2.1 anbieten. Die neue Version soll 8K-Upscaling in einem neuen Ultra-Performance-Mode unterstützen. Das bedeutet, dass Spiele, die mit der Grafikkarte in 8K-Auflösung gespielt werden, sehr wahrscheinlich in einer niedrigeren Auflösung gerendert und dann auf die vollen 7.680 × 4.320 Pixel hochgerechnet werden. 

Schneller Speicher und schnelle Schnittstellen

Aber tatsächlich gibt es noch mindestens drei weitere Komponenten, die laut PC-Gamer gebraucht werden, um Gaming in 8K möglich zu machen. Zum einen wäre da der große Videospeicher der RTX 3090. Mit 24 GB GDDR6X RAM verfügt die Grafikkarte nicht nur über den größten, sondern auch den schnellsten Videospeicher. Diesen braucht sie auch, um extrem hochauflösende Texturen zwischenzuspeichern und auf den Bildschirm zu bringen.

Um die 8K-Assets aber überhaupt erst mal von der SSD in den Videospeicher zu bekommen, setzt Nvidia auf eine neue Input-Output-Schnittstelle namens Nvidia RTX IO. Diese soll dafür sorgen, dass die Assets ohne Umweg über den Prozessor direkt von der SSD zur Grafikkarte gelangen – eine Software-Lösung, die in ähnlicher Form auch die Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X nutzen werden.

Und dann bliebe da noch die Datenschnittstelle von der Grafikkarte zum Monitor. Damit Bildmaterial in 8K-Auflösung und Framerates von 60 Bildern pro Sekunde überhaupt auf dem Display landen kann, wird auch die neue Schnittstelle HDMI 2.1 (alternativ DisplayPort 2.0) benötigt. Die RTX 3090 wird diese Schnittstelle an Bord haben.

8K-Monitore könnten die eigentliche Hürde darstellen

Am Ende reicht das alles aber für 8K-Gaming nicht aus, sofern nicht auch das Display die Auflösung unterstützt. Aktuell sind 8K-Monitore oder Fernseher selten und werden zu echten Luxuspreisen gehandelt. Hinzu kommt, dass die enorme Auflösung auch erst bei sehr großen Bilddiagonalen und geringen Sitzabständen wirklich sichtbar wird.

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