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Sony erklärt, warum PS4-Crossplay für "Fortnite" so lang gedauert hat

"Fortnite" hat jetzt überall Crossplay – und Sony muss sich erklären.
"Fortnite" hat jetzt überall Crossplay – und Sony muss sich erklären. (©Epic Games 2018)

Erst seit wenigen Tagen können "Fortnite"-Spieler auf der PS4 mit ihren Freunden auf anderen Plattformen zusammenspielen – vorher blockierte Sony die Crossplay-Funktionalität. Nun hat Playstation-Chef Shawn Layden erklärt, warum das Feature erst so spät realisiert wurde.

Die PS4 kann jetzt auch Crossplay – dieser Satz ist tatsächlich eine kleine Sensation. Nachdem Xbox One und Nintendo Switch bei Games wie "Minecraft", "Rocket League" und eben "Fortnite" schon lange plattformübergreifendes Spielen ermöglichen, sträubte sich Sony lange. Doch der Druck von verärgerten Spielern wurde offenbar zu groß, der Konzern gab klein bei und testet jetzt anhand von "Fortnite", wie gut Crossplay funktioniert.

Crossplay: Mehr als "nur einen Schalter umlegen"

Shawn Layden, Chef von Sony Interactive Entertainment, muss nun natürlich erklären, warum es eigentlich so lang gedauert hat, das Feature einzuführen. In dem Podcast PlayStation Blogcast sagte er laut Eurogamer: "Wir wissen, dass es dieses Verlangen [bei den Spielern] gibt und wir wollen [Crossplay] auf die bestmögliche Weise liefern. Aber es ist nicht so, dass man einfach einen Schalter umlegt und fertig."

Man habe das Feature aus technischer Sicht evaluieren, Absprachen mit Geschäftspartnern treffen und sicherstellen müssen, dass der Kundensupport bei Crossplay-Themen helfen kann. Erst als all diese Fragen geklärt waren, habe man Crossplay guten Gewissen anbieten können.

Technische Schwierigkeiten oder bloß Sturheit?

Während die Erklärung einleuchtend erscheint, wirkt sie auch ein kleines bisschen vorgeschoben: Immerhin gab es bei "Fortnite" vor einigen Monaten schon einmal versehentlich Crossplay zwischen Xbox One und PS4 – wenn auch nur für kurze Zeit. Damals schien es so, als müsse "Fortnite"-Publisher Epic Games wirklich nur den sprichwörtlichen Schalter umlegen, um die Funktion zu ermöglichen.

Sonys Widerstand gegen Crossplay klang in den letzten Wochen vor dem Einknicken außerdem weniger nach gewissenhafter Vorbereitung als nach bloßem Unwillen mit einer Prise Überheblichkeit.

Aber jetzt läuft's ja – und nach "Fortnite" werden hoffentlich bald noch mehr Games plattformübergreifend spielbar.

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