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Stadia & Co.: Nur 10 % der Gamer interessieren sich für Cloud-Gaming

Google Stadia: Die europäischen Gamer halten bisher nicht viel von Cloud-Gaming.
Google Stadia: Die europäischen Gamer halten bisher nicht viel von Cloud-Gaming.

Cloud-Gaming-Angebote wie Google Stadia und Microsofts xCloud sind in der Industrie ein großes Thema. Laut einer aktuellen Studie haben aber gerade mal 10 Prozent der deutschen Gamer Interesse an dem Prinzip "Netflix für Games". Hauptgrund dafür ist aber anscheinend nicht die mangelnde Netzabdeckung.

Europaweit sind etwa 15 Prozent der Gamer, also Personen, die in welcher Weise auch immer Videospiele konsumieren, an Cloud-Gaming-Diensten interessiert. Deutsche Spieler haben sogar am wenigsten Interesse an Google Stadia, xCloud, PlayStation Now & Co. – laut der Umfrage von Ipsos MORI im Auftrag von Gamesindustry.biz sind hierzulande nur 10 Prozent der Gamer scharf auf Game-Streaming à la Netflix. Am interessantesten finden, mit immerhin 23 Prozent, britische Spieler das Thema.

Langsames Internet ist nicht der Grund für das Desinteresse

Die Briten haben auch am meisten Selbstbewusstsein, wenn es um ihre Internetverbindung geht: Etwa 54 Prozent glauben, dass ihre Leitung für Game-Streaming gewappnet sei, europaweit sehen das ganze 43 Prozent der Spieler so. Am wenigsten Vertrauen in ihre Konnektivität haben aber nicht etwa die Deutschen, sondern die französischen Gamer, mit 37 Prozent. Dennoch fürchten 32 Prozent der europaweit Befragten, dass ihre Internetverbindung beim Spielen aussetzen könnte.

Studie: Gamer wollen Spiele selbst 'besitzen'

Einer der Hauptgründe gegen Cloud-Gaming scheint für Gamer die Vorliebe für physische Spielekopien zu sein, immerhin 31 Prozent möchten nicht auf eine Disk verzichten. Andererseits gaben 27 Prozent der Befragten an, dass sie höheres Interesse an entsprechenden Diensten hätten, wenn es möglich wäre, die Spiele auf die eigene Festplatte zu laden. Der aktuelle Marktführer im Cloud-Gaming, PlayStation Now, bietet interessanterweise genau diese Möglichkeit.

Eine wichtige Anmerkung zu der Studie ist, dass Dienste wie Google Stadia & Co. vor allem auf Kunden abzielen, die bisher noch keine dedizierte Spieleplattform nutzen. Eben diese Zielgruppe wurde bei der Studie aber nicht befragt.

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