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Steam VR für Mac wird eingestellt

Steam-VR
Steam VR für Mac wird nicht mehr weiterentwickelt. Bild: © Valve 2020

Virtual Reality für Mac ist bis heute nie so richtig in Fahrt gekommen. Nun zieht sich mit Valve der einzige nennenswerte Anbieter zurück und stellt Steam VR für MacOS ein.

Als Apple mit MacOS High Sierra im März 2018 endlich den Support für Virtual-Reality-Brillen einführte, waren die Erwartungen hoch. Doch wirkliche Früchte konnte die grundlegende VR-Kompatibilität des Betriebssystems nie tragen. Nun hat Valve in einer Community-Mitteilung bekannt gegeben, den Support seiner Virtual-Reality-Plattform Steam VR für Mac-Computer einzustellen. Damit wird MacOS gut zwei Jahre nach dem Start beinahe vollständig von VR-Content und -Hardware-Kompatibilität abgeschnitten.

Fast keine Spiele, kaum VR-fähige Macs

Einen Grund für das Support-Ende nennt Valve in seiner Mitteilung nicht. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das geringe Interesse der Nutzer und Entwickler den Ausschlag gegeben hat. So wurden bis heute nur eine Handvoll VR-Games überhaupt für MacOS umgesetzt. Gleichzeitig verfügen die meisten MacBooks und iMacs nicht über die nötige Grafikleistung, um VR-Inhalte darstellen zu können. In der sehr umfangreichen Hardware-Übersicht, die Steam über seine Nutzer führt, tauchen Mac-spezifische Grafikkarten, die VR-fähig wären, gar nicht erst auf. Eine echte Zielgruppe für VR-Inhalte auf dem Mac dürfte demnach ohnehin nicht existieren.

Oculus hatte dem Mac nie eine Chance gegeben

Anzeichen für diesen Schritt hatte es schon länger gegeben. So hat Valve beispielsweise für seine 2019 gelaunchte VR-Brille Index nie eine Mac-kompatible Firmware bereitgestellt. Der zweite große VR-Anbieter Oculus hatte die Entwicklung einer Mac-spezifischen Software sogar schon vor dem offiziellen Launch seiner Plattform 2016 aufgegeben.

Unterm Strich dürften die Entscheidung von Valve also nur sehr wenige Mac-Nutzer überhaupt treffen. Für den Steam-Betreiber selbst ist der Schritt hingegen nur folgerichtig. In Zukunft möchte dieser alle Ressourcen in die VR-Entwicklung für Windows und Linux stecken.

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