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Täuschend echt! "Fortnite"-Macher Epic Games zeigt digitalen Menschen

Sieht so die Zukunft des Gamings aus? Auf der Game Developers Conference hat Epic Games, Entwickler des Hit-Games "Fortnite", die Fähigkeiten seiner Unreal Engine 4 vorgeführt und einen neuen digitalen Menschen gezeigt. Die Dame mit Namen Siren ist beinahe fotorealistisch und wurde in Echtzeit animiert.

Dass sich Computergrafik immer mehr der Realität annähert, ist kein Geheimnis. Alle paar Monate zeigen Designer und Programmierer den jüngsten Stand der Technik und es wird immer schwerer, den Unterschied noch in Worte zu fassen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung ist Siren, die auf der GDC in San Francisco zu sehen war. Die lebhafte junge Frau wurde dabei nicht aufwändig per Hand animiert, sondern bezieht ihre Mimik und Gestik in Echtzeit von einer Schauspielerin.

Mimik einer Schauspielerin wird in Echtzeit auf Siren übertragen

Neben der Unreal Engine 4 von Epic Games kam bei der "Erschaffung" von Siren daher eine Motion-Tracking-Software von Cubic Motion zum Einsatz, die laut VentureBeat mehr als 200 Bewegungen im Gesicht der Darstellerin Alexa Leewore mit mehr als 90 Frames pro Sekunde erfasst und auf Sirens digitale Züge überträgt. Die wiederum wurden der chinesischen Schauspielerin Bingjie Jiang nachempfunden.

Ein Vorläufer der aktuellen Technologie kam bereits beim Game "Hellblade: Senua's Sacrifice" aus dem vergangenen Jahr zum Einsatz. Dort füllte die Kombination aus Motion-Capturing und digitalem Rendering die Hauptfigur mit Leben und Ausdruck.

Sind digitale Menschen in wenigen Jahren Teil unseres Alltags?

Die Technologie wird an Game-Entwickler und Filmemacher lizenziert, die damit kostengünstig lebensecht aussehende digitale Charaktere erstellen und animieren sollen. Andy Wood, Chef von Cubic Motion, denkt außerdem bereits einige Jahre in die Zukunft – und an neue Einsatzgebiete: "Im Jahr 2024 könnten wir alle mit digitalen Menschen in irgendeiner Weise interagieren – ob über Headsets, Filme, TV, Games, Live-Performances und -Sendungen, oder indem wir digitale Assistenten in unseren Wohnungen in Echtzeit befehligen."

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