Kolumne

TURN ON Innovation: Feel VR – Gaming-Lenkrad verspricht Realismus pur

Feel VR ist ein realistisches Gamer-Lenkrad zu einem fairen Preis.
Feel VR ist ein realistisches Gamer-Lenkrad zu einem fairen Preis. (©Feel VR 2018)

Das Kickstarter-Projekt Feel VR richtet sich an alle Racing-Fans und will mit seinem Lenkrad ein realistisches Fahrgefühl vermitteln. Dafür soll die Direct-Drive-Technologie sorgen, die vor allem im Profisegment zum Einsatz kommt. Was Feel VR so einzigartig macht, weiß TURN ON Innovation.

Rennspiele wie "Gran Turismo" oder "Forza" machen noch viel mehr Spaß, wenn die Steuerung mit einem Lenkrad erfolgt – idealerweise in Kombination mit Pedalen. Feel VR, das derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert wird, liefert auf den ersten Blick das Rundum-sorglos-Paket. Anders als herkömmliche Gaming-Lenkräder verfolgt das kalifornische Start-up mit Feel VR einen anderen Weg hin zu deutlich mehr Realismus. Ein möglichst realistisches Fahrgefühl soll durch die sogenannte Direct-Drive-Technologie sichergestellt werden, die sich von anderen Lösungen deutlich unterscheidet.

Direct-Drive-System für Realismus pur

Günstigere Gaming-Lenkräder werden oftmals durch einen Zahnriemen oder ein Zahnrad angetrieben. Sie erfüllen damit ihre Aufgabe, doch echtes Fahr- und Geschwindigkeitsgefühl kommen dabei kaum auf. Feel VR hingegen setzt auf einen Direktantrieb, das Direct-Drive-System. Ein solches System kommt auch in professionellen Rennfahrzeugen zum Einsatz. Anders als bei günstigen Lösungen wird das Lenkrad daher direkt auf der Welle des Motors angebracht. Somit ist nicht nur eine deutlich präzisere Steuerung möglich, auch das erzeugte Drehmoment ist deutlich höher – und das ist essenziell für ein realistisches Fahrgefühl.

Technische Daten von Feel VR

Zunächst zu den technischen Details des Gaming-Lenkrads: Feel VR erreicht ein maximales Drehmoment von 12 Nm (Newtonmeter). Zum Vergleich: Günstigere Lenkräder erreichen oftmals nur 5 Nm oder weniger. Zwar existieren auf dem Markt noch teurere Lenkräder, die ein noch höheres Drehmoment erreichen. Laut Aussage des Herstellers bietet Feel VR jedoch das meiste Drehmoment im Verhältnis zum Preis.

Das Gaming-Zubehör erreicht pro Minute maximal 500 Umdrehungen, besitzt einen unbegrenzten Drehwinkel und unterstützt eine USB-Polling-Rate von 1000 Hz. Die Messeinheit, die im Deutschen auch als USB-Datenrate bekannt ist, gibt an, mit welcher Frequenz Informationen an ein System gesendet werden. Dabei gilt für Gamer natürlich: Je mehr, desto besser. Bei einer zu geringen Rate steigt der sogenannte Input Lag, also eine Zeitverzögerung zwischen Eingabe und Datenübertragung.

Hochwertige Pedale mit Loadcell-Bremse

 Die Loadcell-Bremse verspricht besonderen Realismus. fullscreen
Die Loadcell-Bremse verspricht besonderen Realismus. (©Feel VR 2018)

Passend dazu bietet das US-Unternehmen auch die passenden Pedale an, deren Loadcell-Bremse besonderen Realismus entspricht. Wie bei echten Bremsen wirkt der Pedaldruck direkt auf die Bremsbeläge. Heißt: Der Druck beim Bremsen wird immer stärker. Das aus Metall gefertigte Bremspedal will zudem mit einer guten Ergonomie punkten. Außerdem können zahlreiche Einstellungen am Zubehör vorgenommen werden, etwa Winkel und Druckstärke.

Zum Release ist das Gaming-Lenkrad mit dem PC und den meisten Spielen kompatibel, maximal ein Jahr nach Auslieferung sollen auch die PS4 und die Xbox One unterstützt werden – im besten Fall schon ein halbes Jahr nach Erscheinungsdatum. Einsammeln wollten die Macher ursprünglich knapp 50.000 Euro, mittlerweile sind aber weit mehr als 150.000 Euro zusammengekommen.

Möchtest auch Du das Projekt finanzieren, hast Du dafür noch mehr als einen Monat lang Zeit. Einsteigen kannst Du derzeit noch für 149 US-Dollar, dafür gibt es jedoch nur die Pedale. Für das Lenkrad an sich werden aktuell mindestens 399 Dollar fällig, das Bundle mit beiden Produkten kostet 549 Dollar. Die Auslieferung soll ab November 2018 erfolgen.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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