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Viren-Alarm in "Minecraft"! Verseuchte Skins auf offizieller Website

Es gab einen Virenangriff auf "Minecraft".
Es gab einen Virenangriff auf "Minecraft". (©Nintendo of Europe 2017)

Das Sandbox-Spiel "Minecraft" erfreut sich sehr großer Beliebtheit und wird als weitgehend harmlos angesehen. Nun warnt ein Internet-Security-Dienst vor Viren im Spiel, die durch die offizielle Seite verteilt werden. Dahinter stecken anstelle von Profis allerdings wohl eher "Script-Kiddies", die sich einen Spaß erlauben wollen.

Die riesige "Minecraft"-Community ist vor allem für ihre Kreativität bekannt, mit der in dem Baukasten-Game alles mögliche aus Pixeln erschaffen wird. Laut Avast, bekannt als Anbieter von Anti-Viren-Software, spielen etwa 74 Millionen Menschen "Minecraft", jährlich wächst die Fanbase um etwa 20 Millionen Spieler. Ein geringer Prozentsatz davon, immerhin aber noch gut 50.000 Accounts von PC-Spielern, wurde nun von Malware infiziert, die sogar die Festplatte formatieren kann.

Virus steckt in Custom-Skins für "Minecraft"-Figuren

Die bösartigen Skripte scheinen anhand von öffentlich zugänglichen Programmier-Anleitungen erstellt worden zu sein und befinden sich in PNG-Grafiken, aus denen Skins für "Minecraft"-Figuren erstellt wurden. Diese wurden dann wiederum über die offizielle Website des Spiels angeboten und heruntergeladen. Infizierte Accounts finden in ihrer Inbox vereinzelt Nachrichten mit Inhalten wie "You Are Nailed, Buy A New Computer This Is A Piece Of Sh*t", "You have maxed your internet usage for a lifetime" oder "Your a** got glued".

Virus lässt sich leicht entdecken – Mojang ist informiert

Avast hat den Spielentwickler Mojang, eine Tochterfirma von Microsoft, bereits informiert. Das Unternehmen arbeitet zurzeit an einer Lösung. Werden die Viren nicht frühzeitig durch einen Scan mit handelsüblicher Anti-Viren-Software entdeckt und entfernt, können sie Schäden verursachen – etwa formatierte Festplatten oder Performance-Einschränkungen. Da offenbar keine professionellen Cyber-Kriminellen hinter dem Angriff stecken, steht nun vor allem die zukünftige Vermeidung entsprechender Sicherheitsprobleme auf dem Programm – hier ist der Entwickler gefragt.

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