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Virtual Boy: Fans planen neue Spiele für Nintendos Flop-Konsole

Das war nix: Mit dem Virtual Boy griff Nintendo in den Neunzigern ordentlich daneben.
Das war nix: Mit dem Virtual Boy griff Nintendo in den Neunzigern ordentlich daneben. (©Nintendo of Europe 2017)

Die Konsole Virtual Boy ging als wohl schlechteste Nintendo-Idee aller Zeiten in die Games-Geschichte ein. Das skurrile Gerät hat aber auch heute noch einige Fans – und die wollen nun neue Spiele dafür entwickeln.

Vielleicht war Nintendo im Jahr 1995 einfach seiner Zeit voraus, als der japanische Hersteller in Japan und den USA den Virtual Boy auf den Markt brachte. Immerhin erinnert das Gerät optisch an spätere VR-Brillen und arbeitete mit einem Mini-Bildschirm für jedes Auge auch mit ähnlicher Technik. Allerdings musste es auf einem wackligen Stativ auf dem Tisch platziert werden, um hineinzuschauen, es gab kaum Spiele dafür, die Grafik war dürftig und verursachte bei manchen Spielern Kopfschmerzen. Die Konsole floppte derartig spektakulär, dass sie es in Europa nicht einmal auf den Markt schaffte.

Hobby-Entwickler wollen Virtual Boy wiederbeleben

Einige treue Fans wollen dem Virtual Boy nun aber zu neuem Ruhm verhelfen: Wie Nintendo Life berichtet, haben sich zwei Retro-Enthusiasten unter dem Namen Team VUEngine das Ziel gesetzt, die Konsole mit neuen, selbst entwickelten Spielen zu versorgen. Eine Kampagne beim Crowdfunding-Dienst Patreon soll das nötige Kleingeld bereitstellen, damit die Hobby-Entwickler ihre Passion zum Beruf machen können. Wenn's klappt, sollen regelmäßig neue Virtual-Boy-Spiele in hoher Qualität erscheinen. Außerdem möchte das Duo Software-Tools entwickeln, mit denen auch andere Programmierer leichter Spielideen für die knallrote Plastikbrille umsetzen können.

Ob sich für diese Idee eine Zielgruppe findet? Immerhin dürften weltweit nur noch sehr wenige Menschen einen Virtual Boy auf dem Dachboden haben. Und ob die wohl alle auf neue Spiele warten?

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