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Vorschau 2020: "Halo Infinite" wird endlich wieder ein echtes "Halo"

Ab ins Gaming-Jahr 2020! Wir stellen die Spiele vor, auf die wir uns am meisten freuen.
Endlich fühlt sich "Halo" wieder wie "Halo" an.
Endlich fühlt sich "Halo" wieder wie "Halo" an. Bild: © Xbox/Microsoft Studios 2018

"Das könnte wieder ein richtiges 'Halo' sein", dachte ich, als ich den Ankündigungstrailer zu "Halo Infinite" von der E3 2018 sah. Für mich haben sich der vierte und fünfte Teil der Ego-Shooter-Serie nicht mehr authentisch angefühlt. Bringt der Launch-Titel für die Xbox Series X die alte Faszination zurück?

"Halo" steht für mich vor allem für das Gefühl, eine neue Welt zu erkunden und ihren Gefahren zu trotzen. Der berühmte zweite Level des ersten Spiels "Halo: Kampf um die Zukunft" vermittelt diese Stimmung in besonderem Maße – und heißt passenderweise selbst "Halo".

In der Mission stürzt Du als Supersoldat Master Chief auf einer der unbekannten Ringwelten ab. Du schlägst Dich in der Landschaft durch, die Vertrautes mit Unbekanntem verbindet. Dein Weg führt über Wiesen, Gebirge und einen See bis in außerirdische Einrichtungen und wieder hinaus. Das erste Spiel der Serie unterstreicht diese besondere Stimmung mit einem geheimnisvoll-heroischen Orchester-Soundtrack, der ähnlich in Erinnerung bleibt wie die "Jurassic Park"-Filmmusik von John Williams. Er begleitet die Reihe bis heute.

Gemeinsam die Welt retten

Auch wichtig für das "Halo"-Feeling ist für mich der Umstand, dass ich im Spiel nie lange alleine unterwegs bin. Ich denke an die Marines, die der Hauptfigur Master Chief beistehen und an den Koop-Modus – denn ich spielte den ersten Teil damals einige Male mit meinem Bruder durch.

Im Kern hat "Halo: Kampf um die Zukunft" ein ernsthaftes Szenario. Schließlich geht es letztlich darum, das Leben im Umkreis von 25.000 Lichtjahren zu retten. Ein so dramatisches Setting mit Humor aufzupeppen, ist riskant. Doch "Halo: Kampf um die Zukunft" gelingt dieser Balanceakt, was die Qualität des Spiels noch einmal unterstreicht und für die ersten drei Teile der Serie typisch ist. Vor allem die feigen Grunt-Aliens sorgen immer wieder für Lacher bei der Weltenrettung.

Darum könnte "Halo Infinite" das "Halo"-Feeling zurückbringen

"Halo 4" und "Halo 5: Guardians" haben für mich dieses Feeling der ersten drei Teile nicht mehr vermitteln können, was auch Kollege Wolf so sieht. Beurteilt an den Trailern und einigen Entwickleraussagen könnte "Halo Infinite" das Ruder aber herumreißen.

Zunächst einmal sieht das kommende Spiel wieder richtig nach "Halo" aus. Dafür sorgt unter anderem die "Mark VI"-Rüstung des Master Chief, die das Design des zweiten und dritten Teils übernimmt. Der E3-2018-Trailer zeigt außerdem ein Setting, das an den erwähnten "Halo"-Level des ersten Teils erinnert. In freier Natur mit Wiesen, Bäumen, Gebirge und einem See gehen einige Marines auf Erkundungstour, schließlich kommt der Master Chief hinzu. Ein ikonischer Warthog rast über einen Feldweg in Richtung außerirdischer Bauwerke. Die vertrauten Orchester-Klänge sorgen für Gänsehaut.

Der Trailer von der E3 2019 zeigt offenbar, was vorher geschah: Der Master Chief springt aus einem Raumschiff in Richtung eines der titelgebenden Ring-Planeten. In "Halo Infinite" kommt außerdem der Koop-Modus mit seinem Split-Screen zurück. Leider wohnt mein Bruder mittlerweile auf einem anderen Kontinent, aber es gibt ja das Internet.

Im ersten Jahr nach Veröffentlichung der Xbox Series X wird es keine Exklusivtitel für die Konsole geben. "Halo Infinite" wird also auch auf der Xbox One laufen, auf der Series X soll es aber besonders gut aussehen. Ich habe auch aus anderen Gründen vor, mir die Konsole zu holen, und bin bis dahin vorsichtig optimistisch, dass es endlich wieder ein richtiges "Halo" geben wird.

Release

"Halo Infinite" erscheint im vierten Quartal 2020 für Windows-PCs, Xbox One und Xbox Series X.

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