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VR-Datenkrake? Oculus Rift sammelt Nutzerdaten für Facebook

Facebook will mit der Oculus Rift weiterhin fleißig Daten sammeln.
Facebook will mit der Oculus Rift weiterhin fleißig Daten sammeln. (©Twitter/ Oculus 2016)

Die Virtual Reality-Brille Oculus Rift sammelt offenbar massiv Nutzerdaten und sendet diese an den Mutterkonzern Facebook. Neben Standard-Informationen über den verwendeten PC und die installierten Spiele werden wohl auch Körper- und Bewegungsdaten von Facebook erfasst.

Die VR-Brille Oculus Rift versetzt PC-Spieler offenbar nicht nur in eine virtuelle Realität, sondern sammelt nebenbei auch jede Menge Daten für den Oculus-Mutterkonzern Facebook. Wie aus den Nutzungsbedingungen der Brille hervorgeht, werden dabei laut Gizmodo unter anderem Informationen zu Standort, Rechnerkonfiguration und Spielen gesammelt.

Doch damit nicht genug, denn auch Daten zu Körpergröße, Körperform und Bewegungen des Trägers werden von der Brille erfasst und an Facebook-Server gesendet. Insgesamt soll die Rift permanent zwischen 5 KBit/s und 7 KBit/s an Daten übertragen.

Facebook sichert sich Rechte an Nutzerinhalten

Als kritisch wird zudem eingestuft, dass Oculus VR und Facebook die alleinigen Nutzungsrechte für Inhalte erhalten sollen, die mit Hilfe der Oculus Rift geschaffen werden. Kreiert ein Hobby-Entwickler also eigene Programme unter Verwendung der Oculus Rift, so wandern die Nutzungsrechte automatisch an Facebook. Hier unterscheiden sich die Nutzungsbedingungen kaum von denen, die der Konzern auf seiner eigenen Plattform verwendet.

Facebook darf die so gesammelten Daten dann übrigens auch an seine anderen Tochterfirmen Instagram oder WhatsApp und teilweise an Dritte weitergeben. Bei vielen Käufern der Oculus Rift sorgen diese Nutzungsbestimmungen mittlerweile für Unmut. In Foren wie Reddit beschweren sich Nutzer darüber, dass die ursprünglich per Kickstarter finanzierte Oculus Rift mittlerweile zu einer weiteren Facebook-Datensammel-Maschine verkommen sei.

Alternative HTC Vive?

Viele VR-Fans haben aufgrund der Nutzungsbedingungen der Oculus Rift bereits angekündigt, nun lieber auf die HTC Vive zu warten. Ob die Nutzungsbedingungen dort allerdings großartig anders ausfallen, ist noch nicht bekannt. Immerhin steht hinter der Vive der Gaming-Konzern Valve, der über seine Plattform Steam ebenfalls eine ganze Menge an Nutzerdaten erfasst.

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