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Xbox Series X: Das kostet die Konsole in der Herstellung

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Die Xbox Series X wird zum Launch wohl wieder ein Verlustgeschäft für Microsoft – aber das ist ganz normal.

Mittlerweile sind einige Daten zur Leistung der Xbox Series X bekannt. Wie viel Microsofts Next-Gen-Konsole kosten wird, bleibt aber ein Mysterium. Der Analyst Daniel Ahmad hat sich nun die Materialliste der Xbox Series X vorgenommen. Seinen Berechnungen zufolge müsste die Konsole in der Produktion rund 500 US-Dollar kosten.

In einer Serie aus Tweets erklärte der bekannte Analyst, wie er zu diesem Ergebnis kommt. Allein der AMD-Chip, der GDDR6-RAM und die NVMe-SSD würden schon die Hälfte des Preises ausmachen und da seien die Fertigungskosten noch nicht einmal enthalten. Ein Launch-Preis von 400 US-Dollar bzw. 400 Euro ist ohne Verluste laut Ahmad nur schwer möglich, berichtet Gamerant.

Konsolenhersteller nehmen anfängliche Verluste in Kauf

Es sei jedoch nicht ungewöhnlich, dass Hersteller beim Release neuer Konsolen zunächst Verluste machen, erklärte Ahmad weiter. Auch mit der PS4 schrieb Sony zum Launch eine ganze Weile rote Zahlen. Nach ein paar Monaten konnten dann aber endlich erste Gewinne erzielt werden.

Würden Sony und Microsoft ihre Konsolen zu einem Kampfpreis von 400 US-Dollar anbieten, müssten beide Hersteller hohe Verluste in Kauf nehmen, glaubt Ahmad. Rechnet man Entwicklungs-, Fertigungs- und Materialkosten zusammen, dann hätte Sony die PS3 zum Launch für 800 US-Dollar anbieten müssen. Der tatsächliche Preis betrug jedoch "nur" 500 US-Dollar. So schlimme Verluste dürften Microsoft beim Launch der Xbox Series X nicht bevorstehen, aber das anfängliche Minusgeschäft wäre nicht von der Hand zu weisen.

Services wie Xbox Live oder der Game Pass können Verluste ausgleichen

Da Konsolenhersteller mittlerweile aber mehr mit der Bereitstellung von Services als mit dem Verkauf von Konsolen verdienen, lassen sich rote Zahlen beim Launch verschmerzen. So hält Ahmad es für eine gute Idee, die Xbox trotz hoher Fertigungskosten für einen niedrigen Preis anzubieten, wenn es Microsoft dafür gelingt, viele Nutzer gleich am ersten Tag an ihr Ökosystem zu binden. Wenn sie durch Xbox-Live- und Game-Pass-Abos die Verluste wieder herausholen, geht die Rechnung wieder auf.

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