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Xbox-Streaming ohne Lag: xCloud soll vorhersagen, wie Du spielst

Wird "Gears 5" teilweise in der Cloud berechnet?
Wird "Gears 5" teilweise in der Cloud berechnet?

Auch Microsoft setzt zukünftig auf Gaming aus der Cloud. Viele Spieler fürchten aber jetzt schon Input-Lag und Verbindungsprobleme mit den Spiele-Servern. Ein Bericht erklärt nun, mit welchen Technologien die Xbox in der Cloud lokale Hardware ersetzen soll.

Grafische Höchstleistungen wie Raytracing oder 4K-Auflösung und immer komplexere Spielwelten verlangen Gaming-Hardware bereits jetzt einiges ab. Zukünftig könnte die Rechenarbeit daher größtenteils auf Servern in der Cloud stattfinden, während wir an PC oder Konsole nur noch das Ergebnis sehen und unsere Steuerungseingaben ins Internet schicken – an Lösungen dieser Art arbeiten zumindest viele Hersteller.

Mit xCloud will auch Microsoft schon im nächsten Jahr die Xbox ins Netz stellen. Ein interessanter Bericht von Windows Central beleuchtet jetzt die möglichen Technologien hinter dem neuen Service genauer.

Microsoft setzt auf Mischung zwischen Cloud und lokaler Berechnung

Demnach setzt Microsoft bei xCloud auf einen Mix, bei dem datenintensive Berechnungen auf dem Server und für die Latenz kritische Prozesse lokal durchgeführt werden. So soll die Belastung für die jeweilige Internet-Leitung und damit der Lag reduziert werden. Entsprechende Technologien hatte Microsoft bereits vor Jahren in Zusammenarbeit mit der Duke University unter dem Projektnamen "Kahawei" getestet. Hier ging es um sogenanntes "kollaboratives Rendering" – also genau diese Zusammenarbeit zwischen Cloud- und lokaler Berechnung.

Schneller als das Netz: KI spekuliert und korrigiert

Auch ein weiteres Testprojekt namens "Outatime" soll in xCloud einfließen: Mithilfe von Deep-Learning und neuronalen Netzen will Microsoft spekulativ voraussagen, wie der Spieler im nächsten Moment agiert und so Lag verhindern. Es geht dabei wohl schneller, Fehlberechnungen im Nachhinein zu korrigieren, als auf die "echte" Eingabe über das Internet zu warten. Das Unternehmen kombiniert diese Technologie mit seiner "Project Brainwave"-Plattform, die beschleunigte KI-Berechnungen in der Cloud ermöglichen soll.

In Sachen Cloud-Gaming hat Microsoft also schon jede Menge Vorarbeit geleistet und ist der Konkurrenz mit seiner mächtigen Azure-Cloud-Struktur ohnehin voraus. Das könnte im Hinblick auf die nächste Konsolengeneration entscheidend sein.

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