Xbox-Zukunftspläne: Microsoft setzt offenbar nicht auf eigene Konsolen

Wird die Xbox schon bald zum Auslaufmodell?
Wird die Xbox schon bald zum Auslaufmodell? (©TURN ON 2018)
Meru Klee Bezeichnet Games als 'durchgespielt' sobald er die Kampagne durch hat – auch "Black Ops 4".

Will Microsoft auf lange Sicht keine Xbox-Konsolen mehr verkaufen? Ein Bericht über die Langzeitstrategie des Unternehmens legt dies zumindest nahe – die Redmonder denken offenbar über die Grenzen von Spielekonsolen hinaus und wollen so bis 2020 weltweit ganz schön viele Gamer erreichen ...

Zwei Milliarden – so hoch ist laut Microsofts Schätzungen die Anzahl an Menschen, die sich nach Schätzungen in knapp zwei Jahren regelmäßig mit Games beschäftigen werden. Und: Jeder dieser Spieler soll zum Xbox-Kunden werden – was aber nicht etwa bedeuten soll, dass jeder Gamer auf dem Planeten eine Xbox One oder gar eine Xbox One X kaufen soll. Stattdessen zählt das Unternehmen jeden "Minecraft"-Spieler, Zuschauer auf der Streaming-Plattform Mixer und jeden Entwickler, der Microsofts Cloud-Server nutzt, als Xbox-Kunden. Microsoft denkt also offenbar globaler, wenn es um die Zukunft der Gaming-Sparte geht.

Microsoft: Gaming-Geschäft soll auf drei Säulen aufbauen

Im Vorfeld der Games Developer Conference in San Francisco stellte Microsoft seine neue Cloud-Gaming-Abteilung vor und stand anwesenden Journalisten, darunter Gamesindustry.biz, Rede und Antwort. Dabei kam eine interessante Zukunftsvision der Xbox-Macher zum Vorschein. Zukünftig möchte Microsoft sein Gaming-Geschäft nämlich auf drei Säulen aufbauen um die zwei Milliarden spieleinteressierten Konsumenten zu gewinnen: erstens eigene Spiele wie "Halo" oder "Minecraft", zweitens Services wie Xbox Live, Mixer und den Game Pass und drittens Cloud-Services für Spieleentwickler.

Marke Xbox zukünftig ohne eigene Microsoft-Konsolen?

Interessant ist, was in dieser Aufzählung fehlt: Von Xbox-One-Konsolen ist keine Rede. Alle Spiele und Services könnten auch ohne proprietäre Microsoft-Hardware an die genannten zwei Milliarden Gamer verkauft werden. Kevin Gammill, Cloud-Gaming-Chef bei Microsoft betonte zwar, dass das Spielerlebnis auf der Xbox One X bisher qualitativ schwer zu übertreffen sei, langfristig scheint das Unternehmen aber mehr auf die Idee des "Netflix für Games" und auf Cloud-Gaming zu setzen.

Dazu passen auch die Gerüchte, dass Microsoft am Kauf von Steam, EA oder der PUBG Corp interessiert sei. Bereits im September wurde darüber hinaus angekündigt, dass man die Entscheidung über eine weitere Xbox-Generation vom Feedback der Spieler abhängig mache.

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