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Zu wenig Spiele auf Stadia – Zahlt Google zu schlecht?

Es hakt: Der Launch von Google Stadia verlief mäßig.
Es hakt: Der Launch von Google Stadia verlief mäßig. Bild: © YouTube/Google 2019

Auf Google Stadia sind derzeit insgesamt 28 Games spielbar – wenn man alle kauft und einige davon im Rahmen eines Pro-Abonnements freischaltet. Ein aktueller Bericht erklärt die Gründe für die Ebbe in der Spielebibliothek: Der Cloud-Gaming-Dienst ist für Entwickler einfach nicht attraktiv genug.

Der Start von Google Stadia wurde in der Gaming-Welt neugierig beäugt. Würde der Internet-Gigant mit seinen unendlich erscheinenden Ressourcen die Spieleindustrie überrollen? Möglicherweise aus Angst vor der Google-Übermacht gingen selbst Rivalen wie Sony und Microsoft ein Bündnis ein. Aber der Erfolg des Cloud-Dienstes bleibt bisher aus. Nun zeigt ein Bericht von Business Insider: Googles Investitionen halten sich in Grenzen – zumindest, wenn es darum geht, Publisher und Entwickler auf Stadia zu holen.

Entwickler: Über Geld wurde kaum gesprochen

Verschiedene Entwickler äußern sich in dem Artikel anonym zu Verhandlungen mit Google: "Normalerweise gibt es bei solchen Gesprächen irgendein Angebot als Anreiz mitzuziehen. Kurz gesagt war der Anreiz bei Stadia nicht vorhanden", so eine Quelle. Ein Publisher äußerte sich ähnlich: "Es gibt nicht genug Geld. Das Angebot war so niedrig, dass kaum darüber gesprochen wurde."

Wie ein anderer Entwickler erklärt, gibt es Plattformen, auf denen Studios ihre Spiele aufgrund des vorhandenen Publikums veröffentlichen, "wie Steam oder Nintendo Switch. Die haben große Spielergruppen, denen man seine Games näher bringen will." Google Stadia dagegen hat, zumindest noch, kein großes Publikum zu bieten. Unternehmen wie Microsoft, Apple oder Epic Games zahlen dagegen gut, um Spiele in ihre Bibliotheken aufzunehmen.

Mäßiges Vertrauen in Stadia: Hält Google durch?

Ein weiterer Grund für die geringe Anzahl an Spielen auf Google Stadia ist fehlendes Vertrauen in den Dienst. Einige Entwickler gaben an, dass sie unsicher sind, ob sich der Service lange genug hält um die Portierung ihrer Games zu rechtfertigen: "Bei Googles Geschichte kann ich nicht mal sicher sein, ob sie nächstes Jahr noch an Stadia arbeiten. Das wäre nicht untypisch, sie haben so etwas schon öfters gemacht." Dienste wie Google Plus, Daydream, Buzz oder Inbox wurden von dem Unternehmen bereits fallen gelassen.

Für das laufende Jahr hat Google weitere 120 Spiele für Stadia versprochen. Dazu kommen interaktive Features, die Youtube eng mit dem Cloud-Gaming-Dienst verknüpfen sollen. Auch ein kostenfreier Zugang namens Stadia Base soll demnächst kommen – vielleicht schafft der es ja, die Spielerbasis zu vergrößern.

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