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Alles zu 4K-Gaming: So machst Du Deinen Rechner fit für 4K

4K-Gaming ist atemberaubend, aber noch recht kostenintensiv.
4K-Gaming ist atemberaubend, aber noch recht kostenintensiv. (©LG 2016)

4K-Gaming ist auf dem Vormarsch, immer mehr Grafik-Puristen schätzen die besonders hohe Auflösung. Doch welche Voraussetzungen werden benötigt und funktioniert 4K-Gaming auch auf Konsolen, oder nur auf Computern? Wir klären den aktuellen Stand zum Spielen in 4K-Qualität.

Gaming in 4K ist auf dem Vormarsch, immer mehr Spiele-Publisher spendieren ihren Games eine 4K-Option. Doch der Reihe nach: Wann immer in diesem Ratgeber von 4K oder Ultra HD die Rede ist, ist damit die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln gemeint. Zum Vergleich: Spiele in Full HD bieten eine Qualität von 1920 x 1080 Bildpunkten und mehr als 2 Millionen Pixel, 4K hingegen weit mehr als 8 Millionen Bildpunkte. Somit verfügen 4K-Games in etwa über die vierfache Full HD-Auflösung, was eine unglaubliche Schärfe und Detailfülle ermöglicht. Einzelne Pixel sind ohnehin nicht mehr auszumachen.

1. Gaming in 4K nur auf dem PC, nicht auf PS4 und Xbox One

Wer hingegen eine PS4 oder eine Xbox One besitzt, muss sich mit 4K-Games vorerst nicht weiter beschäftigen. Beide aktuellen Konsolen können Spiele in 4K nicht darstellen, die Rechenpower reicht dazu schlichtweg nicht aus. Wer in Ultra HD zocken will, muss daher auf einen Computer zurückgreifen. Doch selbst der leistungsstärkste PC bringt nichts, wenn nicht auch ein entsprechender Monitor oder Fernseher zur Verfügung steht. Denn nicht nur die Grafikkarte muss 4K-fähig sein, die Anzeigegeräte müssen diese hohe Anzahl an Pixeln auch darstellen können. Ordentliche Gaming-Monitore mit 4K-Auflösung kosten zwischen 300 und 600 Euro.

Ein leistungsstarker Prozessor, ordentlich Arbeitsspeicher, möglichst eine schnelle SSD: Die meisten Komponenten in Gaming-Kisten müssen für 4K-Gaming nicht unbedingt aufgerüstet werden. Denn nicht der Prozessor ist alles entscheidend, sondern hauptsächlich die Grafikeinheit. Um Spiele in Ultra HD mit 60 Bildern pro Sekunde genießen zu können, muss man zwingend auf den richtigen Anschluss achten. Will man am Monitor spielen, muss die Grafikkarte mindestens den DisplayPort 1.2 integriert haben – und das Display natürlich auch.

2. 4K mit 60 fps nur mit DisplayPort 1.2 oder HDMI 2.0

Will man hingegen am heimischen TV-Bildschirm zocken, wird man im Regelfall auf einen HDMI-Anschluss treffen. Für 4K mit 60 Bildern pro Sekunde muss das Modell HDMI 2.0 unterstützen. Einen HDMI 2.0-Port besitzen derzeit nur die wenigsten Grafikkarten. Zu nennen ist hier die GeForce GTX 980 Ti, entsprechende Radeon-Karten werden in diesem Jahr erwartet. Zwar gibt es Adapter, doch die volle Leistung erhältst Du mit dieser Lösung derzeit nicht. Unabhängig von der Frage nach dem richtigen Anschluss kommen derzeit ohnehin nur sehr wenige Grafikkarten für 4K-Gaming infrage.

3. Diese Grafikkarten eignen sich fürs 4K-Gaming

Der Einstiegspreis ist somit recht hoch: Für 4K-Gaming wird man zu einem Flaggschiff-Modell greifen müssen. Für eine ordentliche Leistung solltest Du mindestens die Nvidia Geforce GTX 980 kaufen, besser noch die GTX 980 Ti. Für die normale Version werden derzeit etwas mehr als 500 Euro fällig, die Ti-Variante schlägt mit rund 700 Euro zu Buche. Wer lieber auf ein AMD-Modell vertraut, sollte am besten auf eine Radeon R9 Fury X setzen. Diese bewegt sich preislich bei etwa 670 Euro. Alle genannten Grafikkarten meistern die 4K-Auflösung bei aktuellen Spielen, doch Ultra-Details sind bei neuesten Blockbustern oftmals nicht drin.

 Wer auf SLI von Nvidia vertraut, darf sich über einen Performance-Schub freuen. fullscreen
Wer auf SLI von Nvidia vertraut, darf sich über einen Performance-Schub freuen. (©Nvidia 2016)

4. SLI und Crossfire sorgen für Performance-Schub

Wer mehr Leistung benötigt, muss derzeit noch andere Wege gehen – und seinem Rechner gleich zwei Grafikkarten spendieren. Entsprechende Systeme bieten Nvidia mit SLI und AMD mit Crossfire an. So kann die Grafikpower von gleich zwei Einheiten genutzt werden, um das Maximum an Leistung rauskitzeln zu können. Doch nicht nur die Performance einer solchen Lösung ist durchaus atemberaubend, der Preis ist es auch. Wer ein derartiges System für 4K-Gaming verwenden will, landet schnell im vierstelligen Bereich. Zudem müssen die Treiber direkt für die Spiele optimiert sein, damit der Verbund ordentliche Ergebnisse liefert – und genau an diesem Punkt hapert es in der Praxis derzeit noch oftmals.

5. Die meisten aktuellen Games unterstützen 4K

 "Tomb Raider" in 4K macht grafisch ordentlich was her. fullscreen
"Tomb Raider" in 4K macht grafisch ordentlich was her. (©Square Enix 2016)

Doch gibt es überhaupt Spiele, welche die 4K-Auflösung unterstützen? Ja, mehr als genug. Im Prinzip unterstützen viele Spiele Ultra HD bereits seit Jahren, aktuelle populäre Beispiele sind "The Witcher 3" oder auch "Tomb Raider". 4K-Support seitens der Spiele-Publisher ist also nicht mehr die Ausnahme, sondern nahezu der Normalfall. Sogar ältere Titel können oftmals in 4K gespielt werden, da die Einstellungen häufig von Windows direkt übernommen werden. Bei älteren Titeln wird die Grafik dann aber auch recht schnell matschig, weswegen es nicht sinnvoll ist, ältere Games in 4K zu zocken.

6. Fazit: 4K-Gaming auf dem Vormarsch

Wer also neueste Spiele in 4K mit hohen Grafikdetails zocken möchte, muss nicht nur ordentlich Geld in die Hand nehmen, sondern auch einige Dinge dabei beachten. Es genügt eben nicht nur eine leistungsstarke Grafikkarte, auch der Anschluss hin zum Monitor respektive Fernseher darf sich nicht als Flaschenhals erweisen. 4K mit weniger als 60 Bildern pro Sekunde ergibt weder einen Sinn noch macht es sonderlich viel Spaß. Hier solltest Du also im Vorfeld die richtigen Entscheidungen treffen. Gaming in 4K wird zwar immer beliebter, hat aber den Massenmarkt längst noch nicht erreicht – was sich nicht zuletzt an den hohen Anschaffungskosten erkennen lässt. Zwar wird die Technik erschwinglicher, doch will man wirklich auf allerhöchsten Details die neuesten Blockbuster spielen, muss man ordentlich Geld auf den Tisch legen.

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