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"Death Stranding" offline spielen? Mach's nicht – aus diesen Gründen

Allein durch die Ödnis? Kannst Du machen – ist aber nicht zu empfehlen.
Allein durch die Ödnis? Kannst Du machen – ist aber nicht zu empfehlen.

"Death Stranding" bringt einen interessanten Online-Multiplayer mit, der dem Spiel eine ganz neue Ebene verleiht. Beinharte Singleplayer-Fans werden sich vielleicht trotzdem wünschen, das Game komplett offline zu spielen. Wir erklären Dir, warum das ganz einfach geht – aber auch, warum es keine allzu gute Idee ist.

Spieleentwickler Hideo Kojima verwirklicht mit "Death Stranding" seine Idee eines Games, in dem die Spieler Verbindungen herstellen sollen – auf vielerlei Art und Weise. Dazu gehört auch eine besondere Form von Multiplayer-Funktionalität: Du triffst zwar keine anderen Spieler in Deiner Spielwelt, aber sie hinterlassen Spuren. Weil das ein wichtiger Teil des intendierten Erlebnisses ist, verbindet "Death Stranding" Dich beim Start automatisch mit Spielservern. Kojima empfiehlt auch selbst, die Mehrspieler-Komponente unbedingt zu aktivieren.

Aber was, wenn Du auf keinen Fall online spielen willst? Kein Problem, auch das geht. Du kannst das Spiel problemlos starten, wenn Deine Konsole nicht mit dem Internet verbunden ist und das gesamte Game auch offline erleben. Aber: Dann entgeht Dir eine ganze Menge!

"Death Stranding" offline: Diese Dinge verpasst Du

Der Multiplayer von "Death Stranding" funktioniert folgendermaßen: Sam Porter Bridges kann eine ganze Menge Hilfsmittel verwenden, um seine Lieferungen im unwegsamen Gelände auszutragen. Sie reichen von Leitern und Seilen über Brückenbaugeräte bis hin zu Fahrzeugen wie Autos oder Motorrädern. Nutzt Du zum Beispiel eine Leiter und lässt sie dann in der Landschaft stehen, kann sie nach einiger Zeit an dieser Stelle im Spiel eines anderen Spielers auftauchen. Auf gleiche Art und Weise landen manchmal Dinge aus den Spielwelten anderer Spieler in Deiner Umgebung.

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Dieser Unterstand mit Musik wurde von einem Spieler errichtet und ist über das Internet ins Spiel eines anderen gewandert.

Die Spieler von "Death Stranding" erleichtern sich sozusagen gegenseitig den Weg durch die Einöde, indem sie an kritischen Punkten Hilfsmittel errichten. Und da hört die Zusammenarbeit noch nicht auf: Größere Bauwerke können errichtet werden, indem mehrere Spieler Materialien beitragen. Du kannst aus geteilten Briefkästen in der Spielwelt außerdem hilfreiche Items entnehmen, die von anderen gespendet wurden – und natürlich auch selbst spenden.

Generell wird die sehr leere Spielwelt durch die Bauwerke, Nachrichten und Hilfsangebote anderer Spieler viel lebendiger. Da von anderen gebaute Dinge erst in einem neu erschlossenen Abschnitt des Spiels auftauchen, wenn Du bestimmte Quests absolviert hast, bringst Du Dich beim Offline-Spielen ein Stück weit um die Belohnung: Du löst dann eben einfach eine Aufgabe und es verändert sich nicht viel.

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Wenn genug Spieler zusammenlegen, können sie zusammen sogar Straßen bauen.

Hat das Online-Spielen Nachteile?

Es gibt gute Gründe, warum viele Spiele-Fans mit Online-Games nicht viel anfangen könne. Der Umgangston in Multiplayer-Modi ist oft rau und manche Spieler machen es sich zur Aufgabe, anderen den Spaß zu verderben.

"Death Stranding" bietet solchen Trollen aber kein Futter: Da keine direkte Interaktion zwischen den Spielern stattfindet, gibt es auch keine direkten Angriffe oder Beleidigungen. Items, Gebäude und Strukturen von anderen kannst Du zwar mit einem Knopfdruck bewerten – aber nur, indem Du Likes verteilst. Eine negative Bewertung gibt es nicht. Die Likes dienen außerdem als Erfahrungspunkte und je mehr Du davon erhältst, desto schneller steigt Dein Level. Spielst Du offline, wirst Du langsamer aufsteigen.

Alle Aspekte des Multiplayers sind also hilfreich und unterstützend.

Brauche ich für "Death Stranding" auf der PS4 ein Abo bei PlayStation Plus?

"Death Stranding" macht sogar eine große Ausnahme, was das Online-Spielen auf der PS4 angeht. Du benötigst keine PS-Plus-Mitgliedschaft, um den Multiplayer zu nutzen. Üblicherweise ist ein Abo des Sony-Dienstes Pflicht, um Mehrspieler-Modi von Playstation-Games zu nutzen. Es gibt also nicht einmal finanzielle Gründe, "Death Stranding" offline zu spielen.

Zusammenfassung

  1. Du kannst "Death Stranding" komplett offline spielen.
  2. Das ist aber nicht empfehlenswert. Der indirekte Mehrspieler-Modus ist ein essenzieller Bestandteil des Spielerlebnisses.
  3. Hilfsmittel, die Du herstellst und benutzt, können online im Spiel anderer Spieler auftauchen und umgekehrt. Andere Spieler können auch Likes an Dich vergeben, durch die Du schneller Level aufsteigst.
  4. Da Du online nie direkt auf andere Spieler triffst, gibt es keine Möglichkeiten für negative Interaktionen oder Trolling.
  5. "Death Stranding" ist auch ohne PlayStation-Plus-Abo online spielbar.
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