Ratgeber

HTC Vive kaufen: Für wen lohnt sich die VR-Brille?

Alex und Jens diskutieren über die HTC Vive.
Alex und Jens diskutieren über die HTC Vive. (©YouTube/ TURN ON 2016)

Die HTC Vive ist die teuerste VR-Brille auf dem Markt – aber auch die technisch fortschrittlichste. Lohnt sich der Einstieg in die Virtuelle Realität zum jetzigen Zeitpunkt? Und wenn ja, für wen bietet sich der Kauf an?

Das VR-Zeitalter ist angebrochen. Noch steckt die Technik zwar in den Kinderschuhen, aber mit Oculus Rift und HTC Vive sind nun zumindest schon die ersten Brillen erschienen, mit denen sich Spieler am PC in die virtuellen Welten beamen können. Die Vive stellt dabei vorerst die technologische Speerspitze der Entwicklung dar – ist mit einem Anschaffungspreis von rund 900 Euro aber auch die teuerste VR-Brille, die es derzeit zu kaufen gibt. Ob sich eine Anschaffung in dieser Größenordnung für den Einzelnen lohnt, lässt sich aber gar nicht so leicht zu beantworten. Welche Faktoren sollten dafür berücksichtigt werden?

Wie funktioniert die HTC Vive?

Die HTC Vive ist generell eine Virtual Reality-Brille, die dem Träger eine virtuelle Umgebung vorspielt. Anders als bei Oculus Rift und Samsung Gear VR kann sich der Träger bei der Vive aber auch wirklich im Raum bewegen. Über zwei Sensoren kann die Vive nämlich die Bewegungen des Trägers in einem vorher festgelegten Raum erfassen. Dieser darf maximal 5 x 5 Meter groß sein. Zusätzlich zur Brille trägt der Nutzer zwei kabellose Controller, die als Eingabegeräte genutzt werden. Diese werden ebenfalls von den Sensoren erfasst.

Voraussetzung Nummer 1: Der passende PC

Wer am Rechner ins VR-Gaming einsteigen möchte, braucht dafür zunächst einmal einen wirklich starken PC mit teurer interner Hardware. Die minimalen Systemanforderungen, die der Hersteller für die Vive angibt, lauten:

  • Prozessor: Intel Core i5-4590 oder einen AMD FX 8350
  • Grafikkarte: GeForce GTX 970 oder eine AMD Radeon R9 290
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Betriebssystem: Windows 7 Servicepack 1 oder neuer

Preislich bewegt sich ein Rechner mit derartiger Ausstattung locker zwischen 1200 und 1500 Euro und ist damit wahrlich kein Schnäppchen. Wer keine entsprechende Maschine zu Hause hat, muss diese Kosten also noch einmal zum ohnehin schon hohen Preis der HTC Vive hinzurechnen. Der VR-Einstieg kostet dann schnell über 2000 Euro.

Voraussetzung Nummer 2: Genügend Platz

Wie schon erwähnt, bewegen sich Spieler mit der HTC Vive tatsächlich im Raum. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein entsprechend großer Raum erst einmal zur Verfügung steht. Der Mindestplatzbedarf beträgt 2 x 1,5 Meter. Dieser Raum muss komplett leer geräumt und von der Software eingemessen werden. Hindernisse dürfen nicht im Weg liegen, da diese nach dem Aufsetzen der Brille natürlich nicht mehr sichtbar sind. Tendenziell gilt allerdings für das Erlebnis: Je größer der verfügbare Raum, desto besser.

Voraussetzung Nummer 3: Passende Spiele

Spiele für die HTC Vive gibt es aktuell fast nur auf der Steam-Plattform von Mitentwickler Valve. Ohne eine Registrierung bei Steam und den Einkauf im digitalen Online Store dürfte es also schwierig werden, mit der Vive vernünftig zu spielen. Games gibt es derzeit größtenteils für 5 bis 30 Euro zu kaufen. Echte Hammer-Spiele finden sich im aktuellen Portfolio leider noch nicht. Wer sich für die Vive entscheidet, sollte sich deshalb im Klaren darüber sein, dass zumindest die ersten Spiele eher Demo-Charakter haben und vor allem zum Ausprobieren der neuen Technik gedacht sind. Wer sofort auf anspruchsvolle Titel hofft, könnte vom Launch-Lineup etwas enttäuscht werden. Generell lässt sich sagen, dass die Oculus Rift mit dem stärkeren Launch-Lineup aufwarten kann.

Welche Alternativen gibt es zur HTC Vive?

Die naheliegende Alternative zur HTC Vive ist natürlich die Oculus Rift. Diese ist der Vive bei der Darstellung der virtuellen Umgebung praktisch ebenbürtig. Allerdings ist es mit der Rift nicht möglich, sich tatsächlich im virtuellen Raum zu bewegen und auch der mitgelieferte Controller ist ein Standard-Modell und wird nicht im Raum erfasst. Preislich schlägt die Oculus Rift deshalb auch nur mit 741 Euro zu Buche und ist damit deutlich günstiger als die HTC Vive.

Lohnt sich der VR-Einstieg?

Ob sich der VR-Einstieg lohnt, muss wohl jeder für sich selbst abwägen. In vielen Fällen dürfte es ganz einfach eine Frage des Geldbeutels sein. Alex und Jens haben die HTC Vive bereits mehrere Tage lang getestet und machen sich im Video eigene Gedanken dazu, ob sich die VR-Zukunft lohnt.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben