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"Pillars of Eternity 2: Deadfire": So finden Anfänger leicht ins Spiel

Unsere Tipps erleichtern den Einstieg in die Welt von "Pillars of Eternity 2: Deadfire".
Unsere Tipps erleichtern den Einstieg in die Welt von "Pillars of Eternity 2: Deadfire". (©Obsidian Entertainment 2018)

Mit "Pillars of Eternity 2: Deadfire" hat Obsidian Entertainment ein ziemlich komplexes Rollenspiel veröffentlicht. Das RPG ist reich an Menüs, Text und Zahlen, die Einsteiger zunächst überfordern können. In unserem Anfänger-Guide erfährst Du, mit welchem Schwierigkeitsgrad und mit welcher Hintergrundgeschichte Du Dir das Spiel einfacher machen kannst.

Wähle einen geeigneten Schwierigkeitsgrad

Vor dem Spielbeginn entscheidest Du Dich für den Schwierigkeitsgrad. Fünf Optionen stehen hier zur Verfügung, deren Eigenschaften wir Dir hier erklären:

  1. Märchenstunde: Der Märchenstunde-Modus richtet sich an Spieler, die weniger an den Kämpfen interessiert sind als an der Erforschung der Spielwelt und an der Entwicklung der Story. Die Gruppe kann hier eine unbegrenzte Menge an Rastvorräten mit sich führen und die Spielmechaniken sind in Kämpfen zugunsten des Spielers gewichtet.
  2. Einfach: Der Schwierigkeitsgrad "Einfach" richtet sich an Rollenspiel-Einsteiger, die sich auch mit den Kämpfen befassen, aber dabei nicht überfordert werden möchten. Das Mikromanagement wurde dafür vereinfacht und die Gefechte sind leichter zu gewinnen.
  3. Normal: Der normale Modus eignet sich nur für Spieler, die bereits Erfahrung mit gruppenbasierten Echtzeit-Rollenspielen haben, also beispielsweise für Fans des Vorgängers. Eine strategische und effiziente Herangehensweise ist hier im Gefecht notwendig, auch wenn sich der Spieler einige Fehler erlauben darf.
  4. Schwer: Der Schwierigkeitsgrad "Schwer" ist für Spieler vorgesehen, die bereits Erfahrung mit Spielen auf Grundlage der sogenannten "Infinity Engine" sammeln konnten. Wer also schon Games wie "Baldur's Gate", "Icewind Dale" und "Planescape: Torment" durchgespielt hat und seine RPG-Fähigkeiten nun weiterentwickeln möchte, der ist hier richtig. Die strategisch kluge Optimierung der Fähigkeiten und Talente der Figuren ist eine Bedingung für den Sieg.
  5. Pfad der Verdammten: Du bist ein erfahrener Rollenspiel-Profi, hast "Pillars 1" gemeistert und kennst Spiele wie "Baldur's Gate" auswendig? Dann probiere es mit dem "Pfad der Verdammten"! Hier bekommen Feinde Boni auf die meisten Werte und außerdem musst Du es mit mehr Feinden aufnehmen als in den anderen Schwierigkeitsgraden.
Mit einem geeigneten Schwierigkeitsgrad haben auch Anfänger ihre Freude an "Pillars 2".
Mit einem geeigneten Schwierigkeitsgrad haben auch Anfänger ihre Freude an "Pillars 2". (© 2018 Obsidian Entertainment / Screenshot: TURN ON)

Ignoriere die Spielmechanik-Modifikationen

Obendrein kannst Du den gewählten Schwierigkeitsgrad auf Wunsch mit optionalen Spielmechanik-Modifizierungen und der sogenannten Stufenskalierung starten. Einsteiger lassen von diesen Einstellungen aber sinnvollerweise erst einmal die Finger, denn sie machen das Spiel eigentlich nur schwerer.

  1. Eisenurteil: Hierbei handelt es sich um die "Permadeath"-Option. Es gibt nur einen Speicherstand für das gesamte Spiel und sobald die Spielfigur getötet wird, wird dieser Spielstand gelöscht und Du musst von vorne beginnen. Fängst Du mit dem "Eisenurteil" an, kannst Du Dich nicht während des Spiels für eine andere Option entscheiden.
  2. Expertenmodus: Im Expertenmodus werden einige Hilfefunktionen des Spiels abgeschaltet, sodass Du stärker auf Deine Fähigkeiten und Deine Intuition angewiesen bist. Auch diese Option lässt sich im Spiel nicht mehr ändern.
  3. Stufenskalierung: Die Stufenanpassung sorgt dafür, dass Feinde entsprechend der Stärke des Spielers ebenso stärker werden. Die Anpassung erfolgt entsprechend der beabsichtigten Stufe für die Szene. Mit anderen Worten: Gegner, die die Entwickler nicht als große Herausforderung vorgesehen haben, werden nicht plötzlich aufgrund der automatischen Stufenskalierung übermächtig. Sie werden lediglich entsprechend der Spielerstufe etwas stärker. Die Option "Nur nach oben anpassen" bedeutet, dass die Gegner nicht schwächer als von den Entwicklern vorgesehen sind, wenn Du auf starke Gegner triffst, denen Du erst später begegnen sollst. Die Gegnerstärke wird dann nur nach oben angepasst.

Wähle eine passende Hintergrundgeschichte

Beim ersten Dialog im Spiel kannst Du entweder einen Spielstand aus "Pillars of Eternity 1" importieren oder Du entscheidest Dich für eine von sechs möglichen Hintergrundgeschichten. Die Geschichten beruhen auf den Entscheidungen, die Du im ersten Teil getroffen hast oder die Du nun vorgeben möchtest, getroffen zu haben. Figuren im Spiel werden auf die Hintergrundgeschichte Bezug nehmen und Dich auch anhand Deiner vergangenen Entscheidungen beurteilen.

Anfänger sollten mit einer positiven Hintergrundgeschichte (1. oder 2.) ins Spiel starten – als edler Held lebt es sich generell etwas leichter denn als Bösewicht.

Die "Geschichten" beeinflussen Deinen Ruf und die Story in "Pillars 2". (© 2018 Obsidian Entertainment / Screenshot: TURN ON)
  1. Gütige Seele: Du warst zu allen Figuren immer freundlich und hast allen Bedürftigen geholfen. Du hast stets Gnade vor Recht walten lassen, die andere Wange hingehalten und bist einfach das sanftmütigste Geschöpf, das Du Dir vorstellen kannst.
  2. Gerecht und ausgewogen: Du warst in "Pillars 1" nicht als herzensguter Heiland unterwegs, der jede Katze aus jedem Baum gerettet hat, sondern Deine Entscheidungen waren von Vernunft und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn bestimmt. Statt Dich stets nur von Mitgefühl leiten zu lassen, hast Du fair und ausgewogen gehandelt. Vielleicht nehmen Dich manche Figuren im Spiel daher etwas ernster...
  3. Überleben der Besten: Du hast stets in Deinem unmittelbaren Interesse gehandelt und Deinen Feinden Schaden zugefügt. Du bist daher zwar nicht böse, aber auch kein Heiland oder Held. Du bist ein Egoist ohne große Ambitionen.
  4. Dunkle Zeiten: Du bist ein richtig übler Typ, der immer wieder Dinge zerstört und Menschen ermordet hat.
  5. Geheimnisverwahrer: Du gibst Dich nicht damit zufrieden, ein normaler übler Typ zu sein, sondern Du willst möglichst viel Macht an Dich reißen und andere unterdrücken. Diktator ist Dein Traumberuf.
  6. Alles schlecht: Du bist der unfähigste Spieler, den die RPG-Welt jemals gesehen hat und es ist erstaunlich, dass Du den Vorgänger überhaupt bis zu Ende spielen konntest (nun, hast Du ja auch nicht wirklich). Alle Deine Gefährten sind gestorben und fast jede zweite Entscheidung, die Du getroffen hast, war die Falsche. Es waren nur nicht noch mehr schlechte Entscheidungen, weil Du sonst nie die Handlung hättest abschließen können.

Zusammenfassung: Tipps für Anfänger

Dank unserer Tipps genießt Du das Spiel, ohne dass es Dich mit seiner Komplexität und seinem Schwierigkeitsgrad in die Knie zwingt.
Dank unserer Tipps genießt Du das Spiel, ohne dass es Dich mit seiner Komplexität und seinem Schwierigkeitsgrad in die Knie zwingt. (© 2018 Obsidian Entertainment / Screenshot: TURN ON)
  1. Mit dem Schwierigkeitsgrad "Märchenstunde" kannst Du in Ruhe Story und Spielwelt erkunden
  2. Mit dem Schwierigkeitsgrad" Einfach" erlernst Du das Kämpfen langsam und ohne Frust
  3. Die Optionen "Expertenmodus" und "Eisenurteil" sind für Anfänger nicht geeignet, die "Stufenskalierung (alle)" mit Einschränkungen: Sie bietet sich an, wenn die Gegner auf Deinem Niveau kämpfen sollen und nicht manchmal darüber. Anfänger sollten aber "Nur nach oben anpassen" nicht aktivieren
  4. Mit der Hintergrundgeschichte "Gütige Seele" bist Du beliebt und wirst für Deine großherzigen Taten gerühmt, mit "Gerecht und ausgewogen" wirst Du als heldenhafter Kämpfer respektiert
  5. Die anderen "Geschichten" lassen Dich nicht so gut aussehen und bringen Herausforderungen mit sich

Hier erfährst Du mehr zu "Pillars of Eternity 2: Deadfire

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