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PlayStation VR & Co.: So vermeidest Du Motion Sickness

Dir wird beim Zocken mit der PlayStation VR schlecht? Wir helfen!
Dir wird beim Zocken mit der PlayStation VR schlecht? Wir helfen! (©Sony 2016)

Virtual Reality und die passenden Brillen wie PlayStation VR, Oculus Rift oder HTC Vive sind derzeit in aller Munde. Mit der neuen Technologie ergeben sich aber auch neue Probleme. Mancher Gamer hat nach einer VR-Sitzung nämlich mit Motion Sickness und Übelkeit zu kämpfen. Wir verraten, wie Du Deinen Magen schonen kannst.

Was ist eigentlich Motion Sickness?

Motion Sickness, manchmal auch als Gaming Sickness oder Spieleübelkeit bekannt, bezeichnet ein Unwohlsein, das durch das Spielen von Computerspielen hervorgerufen werden kann. Gerade beim Zocken mit VR-Brillen kann die Übelkeit vermehrt auftreten. Die Ursache ist noch nicht ganz genau geklärt, es wird jedoch allgemein angenommen, dass widersprechende Wahrnehmungen der Sinnesorgane der Grund sind. Wenn beispielsweise Dein Auge in einem VR-Spiel wilde Bewegungen wahrnimmt, Dein Körper aber spürt, dass er still in einem Stuhl sitzt, kann dies Motion Sickness mit Kopfschmerzen und Schwindel hervorrufen. Mediziner bezeichnen dies als Störung des vestibulookulären Reflexes. Grundsätzlich kann man allerdings nie genau vorhersagen, welche Person von Motion Sickness betroffen sein wird und welche nicht – das kann von Mensch zu Mensch und von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein.

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Motion Sickness entsteht wohl durch die Diskrepanz zwischen unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen. (©TURN ON 2016)

Was kannst Du gegen Motion Sickness tun?

Teste vor dem Kauf einer VR-Brille wie der PlayStation VR das Gerät am besten erst einmal: In diversen Fachgeschäften kann man die Brillen vor dem Kauf ausprobieren. So wirst Du schnell herausfinden, ob bei Dir rasch Motion Sickness auftritt.

Starte am besten langsam in die Virtual-Reality-Welt: Wie bei vielen anderen Vorgängen kann sich das Gehirn auch an die ungewohnten VR-Bewegungsabläufe gewöhnen – wenn man ihm genug Zeit lässt. Dementsprechend solltest Du auch eher mit entspannten VR-Spielen und nicht gleich mit einem superschnellen Ego-Shooter einsteigen. Wenn das Spiel es erlaubt, kannst Du auch die Geschwindigkeit der Charakterbewegung reduzieren.

Fixpunkte helfen im Kampf gegen Motion Sickness: Auch in VR-Spielen solltest Du Dir bei schnellen Richtungswechseln einen Punkt auf dem Screen aussuchen und diesen fokussieren. Hilfreich sind hier beispielsweise feste Spielelemente wie das Cockpit in "Driveclub VR". Falls Dir Kamerabewegungen ohne Kopfbewegungen Übelkeit bereiten, kannst Du während dieser auch testweise die Augen schließen.

Bewege Deinen Kopf nicht zu sehr: Da Spieleübelkeit mit Bewegungen zusammenhängt, solltest Du Deinen Kopf nicht zu stark und zu schnell nach links, rechts, oben oder unten bewegen. Rotationsbewegungen sollten hingegen kein Problem darstellen.

Vermeide Seitwärtsbewegungen in Spielen: Dieser Tipp lässt sich natürlich nicht in allen VR-Spielen umsetzen. Gerade in Ego-Shootern gehört Strafing schließlich zum guten Ton. Wenn es sich jedoch vermeiden lässt, solltest Du Seitwärtsbewegungen in VR-Games reduzieren.

• Setz Dich hin: Das Stabilitätsgefühl beim Sitzen hilft vielen Menschen beim Spielen von VR-Games. Die PlayStation VR ist sogar explizit auf eine Nutzung im Sitzen ausgelegt.

Lege regelmäßige Pausen ein: Wie beim Gaming im Allgemeinen gilt auch beim Zocken mit einer VR-Brille, dass regelmäßige Pausen Motion Sickness vorbeugen. Sony empfiehlt für die PlayStation VR beispielsweise jede Stunde eine Pause von 15 Minuten einzulegen.

• Spiele nicht mit einer Ohrinfektion: Motion Sickness hängt mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr zusammen. Wenn Du also gerade eine Ohrinfektion beispielsweise durch eine Erkältung hast, solltest Du von Virtual-Reality-Spielen besser absehen. Das Gleiche gilt übrigens auch bei Müdigkeit.

Achte darauf, dass VR-Brillen wie die Oculus Rift richtig kalibriert sind: Wenn Du Inhalte nur verschwommen siehst, kann das auch daran liegen, dass Deine Interpupillardistanz (IPD, Augenabstand) nicht zur Einstellung der VR-Brille passt.

Besorge Dir einen besseren Rechner: Bei der HTC Vive oder der Oculus Rift hängt das VR-Erlebnis auch von der Stärke des Rechners ab. Eine Faustregel: Je besser die Framerate, desto geringer die Motion Sickness. Ein guter Gaming-Rechner kann also helfen.

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Bei der HTC Vive ist ein guter Gaming-Rechner Pflicht. (©TURN ON 2016)

Diese Tipps können gegen Motion Sickness helfen (müssen es aber nicht)

Viele Gamer konnten mittlerweile VR-Brillen ausprobieren und tauschen sich in Internetforen natürlich rege darüber aus. Aus der Community stammen die folgenden Tipps gegen Übelkeit bei Virtual-Reality-Sessions, die Du ausprobieren kannst, deren Funktionieren aber nicht garantiert ist.

Regle die Helligkeit herunter: Bei einigen VR-Spielen kannst Du die Helligkeit manuell einstellen. Mancher User berichten, dass eine niedrigere Helligkeit gegen Motion Sickness hilft.

Esse oder trinke Produkte, die Ingwer enthalten: Dieser Tipp wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas abstrus. Tatsächlich ist Ingwer aber ein bewährtes Mittel gegen die Reisekrankheit beziehungsweise Spieleübelkeit. Und wie das bei Hausmitteln so ist – sie funktionieren nicht bei jedem.

Probiere Akupressur-Bänder aus: Manche Menschen berichten über eine Linderung der Übelkeit durch Akupressur am Handgelenk. Im Handel gibt es mittlerweile richtige Akupressur-Bänder wie das Sea Band. Am besten einfach mal ausprobieren, die Produkte sind nicht sehr teuer.

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