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"Ghost Recon: Wildlands" im Hands-on-Test: Open-World-Taktik

"Ghost Recon: Wildlands" erscheint am 7. März.
"Ghost Recon: Wildlands" erscheint am 7. März.

Mit "Ghost Recon: Wildlands" präsentiert Ubisoft den bisher wohl größten Open-World-Koop-Shooter für PC, PS4 und Xbox One. Auf einem Preview-Event konnten wir im Hands-on-Test bereits einen Blick auf das Spiel werfen und nachprüfen, ob das Konzept aufgeht.

Mit "Ghost Recon: Wildlands" kehrt die beliebte Taktik-Shooter-Reihe im März auf den PC zurück und feiert gleichzeitig ihre Premiere auf PS4 und Xbox One. Auf einem Preview-Event des Publishers Ubisoft hatten wir Ende Januar die Möglichkeit, einige der Missionen von "Wildlands" zu spielen und konnten uns zudem mit Lead-Designer Dominic Butler über die Inspiration zum Spiel und die riesige Spielwelt selbst zu sprechen.

Willkommen in Bolivien

Die Handlung des Spiels ist schnell erklärt. In Bolivien haben skrupellose Drogengangs, die sogenannten Narcos, den Staat unterwandert und in eine riesige Kokain-Fabrik verwandelt. Weil die lokalen Behörden mit dieser Bedrohung überfordert sind, werden die Ghosts gerufen, eine US-amerikanische Eliteeinheit, die den Kartellen das Handwerk legen soll. Parallelen zur TV-Serie "Narcos" sind dabei durchaus nicht unerwünscht, wie uns Dominic Butler verriet. So hätten sich die Entwickler ganz bewusst Inspiration bei berühmten TV- und Kino-Vorbildern, wie etwa dem Film "Sicario" geholt.

Bolivien ist abwechslungsreich gestaltet. fullscreen
Bolivien ist abwechslungsreich gestaltet.
Die Spielwelt soll zahlreiche Klimazonen bieten. fullscreen
Die Spielwelt soll zahlreiche Klimazonen bieten.
Auch im Urwald wird gekämpft. fullscreen
Auch im Urwald wird gekämpft.
Auch die Atmosphäre Südamerikas wird an vielen Stellen eingefangen. fullscreen
Auch die Atmosphäre Südamerikas wird an vielen Stellen eingefangen.
Bolivien ist abwechslungsreich gestaltet.
Die Spielwelt soll zahlreiche Klimazonen bieten.
Auch im Urwald wird gekämpft.
Auch die Atmosphäre Südamerikas wird an vielen Stellen eingefangen.

Open World vs. Taktik-Shooter

Als Spieler steuern wir einen der Ghost-Kämpfer, den wir vor Beginn des Spiels nach eigenen Wünschen gestalten und anpassen können. Im Spiel steht uns dann jederzeit ein Team von drei weiteren KI-gesteuerten Ghosts zur Seite. Diese können wir durch Kommandos per Tastatur oder Gamepad befehligen – Serienveteranen kennen dieses Prinzip bereits aus den Vorgängen. Alternativ können wir sämtliche Missionen des Spiels aber auch mit menschlichen Mitspielern bestreiten, denn "Wildlands" ist grundsätzlich als Koop-Spiel für bis zu vier Teilnehmer konzipiert. Der Wechsel zwischen Single- und Multiplayer soll dabei fließend möglich sein.

Insgesamt halten sich die Parallelen zu älteren Serienteilen jedoch in Grenzen. Denn eines wurde beim Anspielen klar: "Ghost Recon: Wildlands" ist kein staubtrockener Taktik-Shooter mehr. Stattdessen ist Bolivien hier eine riesige offene Spielwelt mit dynamischem Wetter- und Tageszeiten-Wechsel sowie zahlreichen Regionen und Klimazonen, in welcher sich die Spieler zu einem großen Teil nach Lust und Laune austoben dürfen.

Im Kern bleibt "Wildlands" trotzdem noch ein Taktik-Shooter. fullscreen
Im Kern bleibt "Wildlands" trotzdem noch ein Taktik-Shooter.
Missionen lassen sich auf vielfältige Arten angehen und lösen. fullscreen
Missionen lassen sich auf vielfältige Arten angehen und lösen.
Wer möchte kann sich voll und ganz auf das Schleichen spezialisieren. fullscreen
Wer möchte kann sich voll und ganz auf das Schleichen spezialisieren.
Im Kern bleibt "Wildlands" trotzdem noch ein Taktik-Shooter.
Missionen lassen sich auf vielfältige Arten angehen und lösen.
Wer möchte kann sich voll und ganz auf das Schleichen spezialisieren.

Lead-Designer Dominic Butler sprach in Berlin sogar von der größten Spielwelt, die es je in einem Ubisoft-Spiel zu sehen gab. Angesichts von Titeln wie "Far Cry 4" oder "The Crew" ist das eine Aussage, die aufhorchen lässt. Spielerisch erinnert das Ganze stärker an "The Division" oder "Far Cry" als an frühere "Ghost Recon"-Titel. Der Taktik-Aspekt ist trotzdem nicht ganz verschwunden, denn insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden beißt man ohne vorsichtiges und geplantes Vorgehen recht schnell ins Grass, wie wir schmerzhaft lernen mussten.

Geiselrettung Marke Eigenbau

Beim Hands-on-Test bekamen wir nur einen kleinen Teil der Spielwelt zu sehen, der jedoch schon riesig wirkte. Dort sollten wir als Viererteam eine Geiselrettung durchführen. Dabei mussten wir zunächst mehrere Kilometer mit dem Auto zurücklegen, um zum Einsatzort zu kommen. Als Transportmittel konnten wir dabei im Prinzip jedes beliebige Fahr- oder Flugzeug in der Spielwelt verwenden. Auch die Entscheidung, ob alle in einem Wagen fahren oder jeder ein eigenes Fahrzeug nutzen, blieb uns überlassen.

Unterwegs passierten wir mehrere Dörfer, die von NPCs bewohnt wurden, auf dem weitverzweigten Straßennetz begegneten uns zudem zahlreiche andere Fahrzeuge. Auf den Hauptstraßen war dabei deutlich mehr los als auf abgelegenen Bergpässen. Das Spiel versucht also durchaus eine lebendige Spielwelt zu präsentieren.

Da sich die Missionen dynamisch entwickeln, entstehen immer wieder spannende Situationen. fullscreen
Da sich die Missionen dynamisch entwickeln, entstehen immer wieder spannende Situationen.
Auch die Fortbewegung klappt auf vielerlei Arten. fullscreen
Auch die Fortbewegung klappt auf vielerlei Arten.
Hubschrauber dürfen wir ebenfalls fliegen. fullscreen
Hubschrauber dürfen wir ebenfalls fliegen.
Da sich die Missionen dynamisch entwickeln, entstehen immer wieder spannende Situationen.
Auch die Fortbewegung klappt auf vielerlei Arten.
Hubschrauber dürfen wir ebenfalls fliegen.

Am Zielort angekommen, musste sich unser Team aus vier menschlichen Spielern zunächst für eine Taktik entscheiden. Bis auf das Missionsziel macht das Spiel praktisch keinerlei Vorgaben. Ob wir taktisch vorgehen und das Missionsgebiet vor dem Angriff umfangreich auskundschaften, ob wir im Schutze der Dunkelheit in die Basis der Feinde schleichen oder ob wir uns einfach in Rambo-Manier frontal durch die gegnerischen Reihen ballern – all das bleibt unsere Entscheidung. Je nach Vorgehen spielt sich die Mission immer anders.

Überzeugendes Gesamtkonzept mit möglichen Schwächen

Das Grundkonzept aus offener Spielwelt und taktisch angehauchten Missionen konnte uns beim Probespielen schon überzeugen. Dennoch wirkten einige Missionen ein wenig, als würden sie aus einem Baukasten für Open World-Quests stammen: Gegnerische Stützpunkte säubern, Konvois abfangen, Geiseln retten oder Fahrzeuge eskortieren – alles Dinge, die wir schon in zahlreichen Action-Spielen erledigen durften und die auch in "Ghost Recon: Wildlands" zum Standard-Repertoire zu gehören scheinen. Fraglich bleibt nur, ob es den Entwicklern gelingt, die riesige Spielwelt mit genügend abwechslungsreichen Aufgaben zu füllen. Dominic Butler versicherte uns zumindest, dass die Entwickler bei der Konzeption einen starken Fokus darauf gelegt hätten. Und auch die Story soll trotz der offenen Welt nicht zu kurz kommen, wovon wir uns bei der Anspiel-Session dank mehrerer aufwändig vertonter Cutscenes überzeugen konnten.

Dominic Buttler Ubisoft fullscreen
Lead-Designer Dominic Butler sprach mit TURN ON über das Spiel.

Release am 7. März

Wie gut der neue Shooter von Ubisoft wirklich ist und ob das Open-World-Konzept in die "Ghost Recon"-Welt passt, werden wir frühestens zum Release am 7. März erfahren. Vorher soll es jedoch vom 3. bis zum 6. Februar noch einen Beta-Test geben. Dazu können sich PC-, PS4- und Xbox One-Spieler auf der Ubisoft-Website registrieren.

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