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Razer Hyperflux im Test: Diese Gaming-Maus bekommt Strom aus der Luft

Die Gaming-Maus Razer Mamba Hyperlux verzichtet auf ein Kabel – und auf einen Akku.
Die Gaming-Maus Razer Mamba Hyperlux verzichtet auf ein Kabel – und auf einen Akku.

Die Gaming-Maus Razer Mamba Hyperflux verzichtet sowohl auf ein Kabel als auch auf einen Akku. Sie muss nie aufgeladen werden, sondern bekommt Strom via Induktion quasi aus der Luft, wenn sie lediglich auf das spezielle Mauspad Hyperflux Firefly gelegt wird. Im Test musste sich die innovative Maus im Gaming-Einsatz beweisen.

Technik: Kein Kabel und kein Akku

Die Razer Hyperflux Mamba ist eine kabellose Gaming-Maus. Das ist soweit nichts Neues – wohl aber, dass sie obendrein auf einen Akku verzichtet. Ihren Strom bezieht sie via Induktion unmittelbar aus dem mitgelieferten Firefly-Mauspad. Vom Mauspad entfernt deaktiviert sich die Hyperflux Mamba nach ein paar Sekunden selbst. Alternativ lässt sie sich allerdings auch direkt mit dem Micro-USB-Kabel betreiben, das ansonsten das Mauspad mit dem PC verbindet.

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Das Mauspad wird via USB-Kabel mit dem Rechner verbunden, doch die Maus benötigt weder Akku noch Kabel.

Die Logitech Powerplay-Mäuse konnten bereits via Mauspad geladen werden, aber in ihnen steckte noch ein Akku. Das Hyperflux-Mauspad liefert sogar genügend Strom für die ansehnliche RGB-Beleuchtung der Maus. Beim Zocken von Games wie "Rise of the Tomb Raider", "Pillars of Eternity" und "Doom" überzeugte der Sensor mit hoher Genauigkeit, auch hier müssen Gamer also keine Abstriche machen.

Urteil: Die Induktionstechnik des Hyperflux-Systems ist die nächste Evolutionsstufe der Wireless-Gaming-Mäuse. Die Mamba Hyperflux lässt sich aber nur mit dem zugehörigen Mauspad kabellos einsetzen.

Design: Stilvoller Gaming-Look

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Das schwarze Gaming-Design wirkt ausgereift.

Maus und Mauspad passen beim Razer Hyperflux perfekt zusammen. Razer konnte sein bekanntes schwarzes Gamer-Design mit leuchtenden RGB-Farben weiter optimieren und das Ergebnis wirkt wie aus einem Guss. Die Farbe der Beleuchtung von Mausrad und Razer-Logo lassen sich individuell via Software anpassen. Dasselbe gilt für die Beleuchtung von ganzen zwölf Zonen am Rande des Mauspads. Nur eine Leiste am Mauspad oben sowie an der Maus unten leuchten immer grün auf.

Urteil: Das Razer-Design wirkt bei den Hyperflux-Geräten ausgereift und noch ein weniger eleganter als bei den Konkurrenten Roccat und Logitech.

Ergonomie: Für größere Hände

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Die Razer Mamba Hyperflux ist für Nachwuchs-Gamer wahrscheinlich zu groß.

Die Razer Mamba Hyperflux fällt recht groß aus und eignet sich daher am besten für ausgewachsene Gamer-Pranken. Mit 96 Gramm ist die Maus sehr leicht, wobei sich das Gewicht nicht anpassen lässt. Die geriffelte Gummifläche unter den seitlichen Mausbuttons ist leider ziemlich rutschig, statt für einen festen Grip zu sorgen. Das Mauspad wird mit einer herausnehmbaren Auflage ausgeliefert, die auf einer Seite rauer und auf der anderen glatter ist und die je nach persönlicher Neigung eingesetzt werden kann.

Urteil: In größeren Händen liegt die Maus sehr passend, nur die rutschige Gummifläche unter den Seitenbuttons hätte mehr Halt bieten dürfen.

Software: Alles anpassbar

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Die Software Razer Synapse ermöglicht eine detaillierte Konfiguration von Maus und sogar Mauspad.

Die Software Razer Synapse bietet umfassende Möglichkeiten, um Tastenbelegung und Beleuchtung der Maus individuell anzupassen. Fünf Konfigurationen können als Profile direkt auf der Maus gespeichert werden. Die Empfindlichkeitsstufen, die Abtastrate, die RGB-Effekte, alles Erdenkliche lässt sich einstellen. Allerdings war es in unserem Test nicht möglich, die Mauspad-Oberfläche zu kalibrieren. Der Versuch führte zum Absturz der Maus, wobei sie bald darauf wieder funktionierte. Die beiden Oberflächen machen aber auch ohne Kalibrierung keine Probleme und erlauben ein sehr präzises Tracking.

Urteil: Die Software erlaubt eine detaillierte Anpassung von Maus und Mauspad.

Preis-Leistung: Das Sparschwein weint

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280 Euro sind auch bei innovativer Technik viel Geld für Maus und Mauspad.

Razers Hyperflux nimmt es mit Logitechs PowerPlay auf, das wir ebenfalls im Test hatten. Dieses System aus der Logitech G903 und einem Mauspad kostete bei Release 310 Euro. Razer Hyperflux ist inklusive Maus und Mauspad derweil für 280 Euro zu haben. Während Razer die fortschrittlichere Technik anbietet, lässt sich die G903 mit Gewichten und Tasten persönlich anpassen und obendrein zusätzlich mit Akku betreiben. Die Mamba Hyperflux hingegen funktioniert nur mit dem zugehörigen Razer-Mauspad oder via USB-Kabel und die Hardware lässt sich nicht anpassen. Dafür leuchtet das Razer-Mauspad am Rand in verschiedenen RGB-Zonen.

Trotz technischer Innovation: Insgesamt ist das Preis-Leistungsverhältnis bei Razer nicht besser als bei Logitech. Um die 300 Euro sind hier wie dort ein beträchtlicher Preis für eine Maus und ein Mauspad, den nur Early-Adopter zu zahlen bereit sein werden. Zwar ist auf jeden Fall die innovative Technik einzubeziehen, aber selbst dann handelt es sich noch um einen ordentlichen Betrag. Immerhin ist an der Qualität des Razer-Hyperflux-Sets nichts zu beanstanden. Wer bereit ist, das Geld zu zahlen, bekommt das, was Razer verspricht.

Fazit: Tolle Technik, hoher Preis

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An der Technik des Razer-Hyperflux-Systems gibt es nichts zu bemängeln.

Die Hyperflux Mamba und das Hyperflux-Firefly-Mauspad bieten eine gut funktionierende Technologie und ein ausgereiftes Gaming-Design. Echte Mängel werden die Käufer vergeblich suchen, mit einer Ausnahme: Dem Preis. 280 Euro möchte Razer für Mauspad und Maus haben. Die neue Technik rechtfertigt ihn nur zum Teil. Wer das Geld bezahlt, kommt in den Genuss von ausgereiftem High-End-Gaming-Zubehör.

Das hat uns gefallen Das hat uns weniger gefallen
+ Die Maus braucht weder Kabel noch Akku

+ Ausgereiftes Design und Beleuchtung

+ Umfassende Anpassung via Software möglich

- Die Maus-Hardware lässt sich nicht anpassen

- Hoher Preis

 

Razer Hyperflux
Razer Hyperflux
TURN ON Score:
4,5von 5
  • Design
    5,0
  • Handling
    4,5
  • Preis-Leistung
    3,5
  • Hardware
    5,0
  • Ausstattung
    4,0
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