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"Call of Duty: Black Ops 4" im Test: Das Multiplayer-Komplettpaket

Jede Menge Action und viel zu tun: "Call of Duty: Black Ops 4" im Test.
Jede Menge Action und viel zu tun: "Call of Duty: Black Ops 4" im Test. (©Activision 2018)

Gelingt mit "Call of Duty: Black Ops 4" ein softer Neustart der Shooter-Reihe? Entwickler Treyarch hat mit der Multiplayer-Neuausrichtung viel aufs Spiel gesetzt und Einschnitte gewagt, die manche Fans vergraulen könnten. Richtige Entscheidung oder das jähe Ende der jährlich erscheinenden "CoD"-Serie? Unser Test verrät's!

Vor dem Release von "Call of Duty: Black Ops 4" war das bestimmende Thema die fehlende Singleplayer-Kampagne des Shooters. Seit Infinity Ward 2003 das erste "Call of Duty" veröffentlichte, war die Story für Einzelspieler das zentrale Element der Reihe. Im Laufe der Jahre verschob sich jedoch der Schwerpunkt – vor allem, weil die meisten Spieler einen Großteil ihrer Zeit heute in Multiplayer-Modi verbringen.

Dazu kommt, dass sich die Gaming-Welt in den letzten Jahren komplett gewandelt hat: "Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Menschen anderen beim Spielen von Games zusehen würden – Millionen von Menschen gleichzeitig?", so Treyarch-Boss Dan Bunting im Interview mit Venturebeat.

Die Neuausrichtung in "Call of Duty: Black Ops 4" erscheint also logisch. Ist sie aber auch gelungen? Ich habe das Game auf dem PC getestet und zuvor die Beta auf PS4 gespielt. Ohne zu viel vorwegzunehmen, lässt sich sagen: Wer nicht expliziten Wert auf eine Einzelspieler-Kampagne legt, wird mit dem Umfang von "BO4" mehr als zufrieden sein.

Zombies: Größer, mehr und noch abgedrehter

Dadurch, dass Treyarch sich bei der Entwicklung von "Call of Duty: Black Ops 4" auf das Multiplayer-Erlebnis konzentriert hat, profitieren die einzelnen Modi Zombies, Multiplayer und BlackOut spürbar. So gibt es nun gleich zwei (für Besitzer des optional erhältlichen Black Ops Pass drei) spielbare Szenarien im Zombies-Modus, die alle sehr kreatives Level-Design und stundenlanges Vergnügen bieten. Ganze vier weitere Zombies-Erlebnisse sollen später nachgeliefert werden.

In verschiedenen Szenarien geht es auf Zombie-Jagd. fullscreen
In verschiedenen Szenarien geht es auf Zombie-Jagd. (©Screenshot TURN ON 2018)
Unterschiedliche Fähigkeiten, Zaubertränke und Spezialgegenstände geben dem Zombies-Modus viel Tiefe. fullscreen
Unterschiedliche Fähigkeiten, Zaubertränke und Spezialgegenstände geben dem Zombies-Modus viel Tiefe. (©Screenshot TURN ON 2018)
Ansonsten heißt es: Verteidige Dich gegen Horden von Untoten! fullscreen
Ansonsten heißt es: Verteidige Dich gegen Horden von Untoten! (©Screenshot TURN ON 2018)
Der umfangreiche Editor erlaubt eigene Regeln. fullscreen
Der umfangreiche Editor erlaubt eigene Regeln. (©Screenshot TURN ON 2018)

Bei Zombies handelt es sich im Grunde um eine Mischung aus Horde-Mode und "Destiny"-artigem Raid, in dem Unmengen an Rätseln und geheimen Kammern entdeckt werden können, während immer stärker werdende Wellen an Untoten überstanden werden müssen. Dank der neu zuschaltbaren Bots lässt sich Zombies auch solo spielen, was mir tatsächlich unerwartet viel Spaß gebracht hat.

Besonders auffällig ist, wie Treyarch in "Call of Duty: Black Ops 4" daran gearbeitet hat, den Zombies-Mode zu einem völlig flexiblen Spielerlebnis zu öffnen. Führte "Call of Duty: WW2" verschiedene Klassen ein, so gibt es nun nicht nur einen kompletten Klasseneditor, die Szenarien lassen sich auch mit beliebig einstellbaren Waffenkonfigurationen und Spielregeln ausstatten.

Der beste Zombies-Modus bisher

Das kreative Leveldesign und das Baukastenprinzip von Zombies in "Call of Duty: Black Ops 4" haben es mir angetan. Dieser Teil des Spiels allein hat schon mehr zu bieten, als einige andere Games, die zum Vollpreis erscheinen. Da man zum Einstieg keine Ahnung hat, was man – abgesehen vom Überleben – eigentlich tun muss, bietet Zombies sehr viel zu entdecken.

Zusammen mit dem Umfang, der durch die individualisierbaren Szenarien noch vergrößert wird, wird "Call of Duty: Black Ops 4 – Zombies" zum besten Teil der bisherigen Reihe. Einzig die humoristischen Einlagen der Sprecher und ihr teils überzogen dargestellter Dialekt liegen mir persönlich nicht – aber Humor ist eben Geschmackssache.

Multiplayer: Der Tempo-Shooter ist zurück

Vor der ersten Gameplay-Enthüllung von "Call of Duty: Black Ops 4" ging das Gerücht um, dass Treyarch das Spiel zum Hero-Shooter à la "Overwatch" umbauen wollte. Das hätte den bekannten und wohl am meisten gespielten Multiplayer-Teil des neuen "CoD" wohl komplett umgekrempelt. Nun ist klar: Ja, der Multiplayer baut auf den bekannten Spezialisten der "Black Ops"-Reihe auf, die sich durch entsprechende Fähigkeiten voneinander unterscheiden. Allerdings ist der Einfluss der Charakterwahl auf das Gameplay weniger einschränkend als befürchtet und es gibt auch weiterhin die aus früheren Teilen gewohnten Anpassungsmöglichkeiten.

Tempo ist alles: "Call of Duty: Black Ops 4" bietet die erwartete Geschwindigkeit. fullscreen
Tempo ist alles: "Call of Duty: Black Ops 4" bietet die erwartete Geschwindigkeit. (©Screenshot TURN ON 2018)
Auch im Multiplayer lassen sich Klassen und Waffen vielfältig gestalten. fullscreen
Auch im Multiplayer lassen sich Klassen und Waffen vielfältig gestalten. (©Screenshot TURN ON 2018)
Heilung findet im neuen Teil nicht mehr automatisch statt. fullscreen
Heilung findet im neuen Teil nicht mehr automatisch statt. (©Screenshot TURN ON 2018)

Wenn überhaupt würde ich diese Änderung auch weniger mit Blizzards "Overwatch" als mit Ubisofts "Rainbow Six Siege" vergleichen, das ebenfalls Spezialisten (beziehungsweise "Operator") zu bieten hat. Anfangs lassen sich die Spielfiguren zwar nicht völlig nach Belieben gestalten. Allerdings wird ab Level fünf im Multiplayer von "Call of Duty: Black Ops 4" ein Klasseneditor freigeschaltet, der wieder einen Großteil der alten Freiheit zurückbringt.

Treyarch hat viele Details der Spielmechaniken aus "Black Ops 3" im neuen Teil überarbeitet und verbessert. Zum Beispiel haben Spieler nun einen Gesundheitswert von 150 anstatt 100, was den Entwicklern mehr Nuancen im Balancing der verschiedenen Waffen erlaubt. Die Gesundheit regeneriert sich nun nicht mehr automatisch, stattdessen müssen die Spieler sich immer wieder durch die Benutzung von Items heilen. Allerdings ist dies, wie es sich für ein typisches "Black Ops"-Spiel gehört, auch im vollen Sprint möglich.

Geschwindigkeit ist nach wie vor einer der entscheidenden Faktoren in "Call of Duty: Black Ops 4". Der Shooter setzt, wie bereits "Black Ops 3", auf Mobilität und Non-Stop-Action, verzichtet dabei allerdings auf allzu fantastische Manöver wie Wallruns oder Flugeinlagen. "Call of Duty: Black Ops 4" hat einen enorm schnellen Rhythmus, bei dem alles auf einer zügigen Aneinanderreihung von Schießen, Laufen, Heilen, Springen und Rutschen basiert.

Flexibilität: "BO4" ist der beste Baukasten-Shooter zurzeit

Der Multiplayer von "Call of Duty: Black Ops 4" bietet wieder die gewohnt hohe Qualität der Shooter-Reihe mit einigen Verbesserungen. Der Fokus auf die Spezialisten ist genau richtig dosiert und das hohe Tempo und die vielen freischaltbaren Items wie Waffenskins und Punkteserien bieten viel Herausforderung, was auch routinierte Vielspieler freuen wird. Vor allem sorgen das Waffen-Handling und die flüssigen Bewegungsabläufe für ein äußerst befriedigendes Spielgefühl, hier macht kaum ein anderer Shooter "Black Ops" etwas vor.

Das Waffen-Handling ist auf oberstem Niveau. fullscreen
Das Waffen-Handling ist auf oberstem Niveau. (©Screenshot TURN ON 2018)
Gerade Vielspieler werden lange mit "Black Ops 4" Spaß haben. fullscreen
Gerade Vielspieler werden lange mit "Black Ops 4" Spaß haben. (©Screenshot TURN ON 2018)
Die fehlende Kampagne wird durch eine Vielzahl an Maps und Inhalten kompensiert. fullscreen
Die fehlende Kampagne wird durch eine Vielzahl an Maps und Inhalten kompensiert. (©Screenshot TURN ON 2018)

Treyarch bietet durch individualisierbare Regeln, Punkteserien, Waffen und Klassen sowie acht verschiedene Modi zuzüglich Hardcore-Varianten (zum Beispiel mit Friendly-Fire, weniger HUD-Hilfen oder Single-Hit-Kills) viel Content. Zum Einstieg sind 14 Maps spielbar, im November soll kostenfrei die Klassiker-Map Nuketown integriert werden. Spieler, die den Black Ops Pass besitzen, sollen im Laufe der Zeit noch zwölf weitere Karten erhalten.

Aller Anfang ist schwer: Neue und erfahrene Spieler werden im Multiplayer (wohl nach Ping) zusammengewürfelt. Ob das später Neueinsteiger abschreckt? (© 2018 Screenshot TURN ON)

Meinem Geschmack nach wäre im Multiplayer alleridngs eine Form von Skill-basiertem Matchmaking wünschenswert. Zurzeit gibt es (außer bei Runden mit eigener Party) keine Möglichkeit zu bestimmen, auf welchem Level sich die Mitspieler befinden. Das kann sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Spieler zu frustrierenden Kombinationen führen. Eine Lösung, die zum Beispiel auf der Kill-Death-Ratio jedes Spielers basiert, könnte das Spielerlebnis eventuell deutlich verbessern. Titel wie "Overwatch", die entsprechende Lösungen bieten, sind so auch noch Jahre später für neue Spieler interessant.

BlackOut: Das Experiment scheint geglückt

Statt aus Bussen oder Flugzeugen springst Du in "BlackOut" aus einem Hubschrauber. fullscreen
Statt aus Bussen oder Flugzeugen springst Du in "BlackOut" aus einem Hubschrauber. (©Screenshot TURN ON 2018)
Im Spiel sind diese auch verfügbar, dazu noch Land- und Wasserfahrzeuge. fullscreen
Im Spiel sind diese auch verfügbar, dazu noch Land- und Wasserfahrzeuge. (©Screenshot TURN ON 2018)
Die BlackOut-Map bietet viel Abwechslung. fullscreen
Die BlackOut-Map bietet viel Abwechslung. (©Screenshot TURN ON 2018)

Kommen wir zum eigentlich interessantesten Spielmodus von "Call of Duty: Black Ops 4": Mit der Integration von Blackout, der "CoD"-Version von Battle-Royale, ist Treyarch ein kleines Kunststück gelungen. Immerhin ist dieser Modus für die Reihe völlig neu und wurde in der Gaming-Welt fast zur Messlatte des Erfolgs von "Call of Duty: Black Ops 4" hochstilisiert – ein Umstand, den die Entwickler allem Anschein nach gar nicht vermeiden wollten.

Im Vergleich kommt BlackOut dem Militär-Shooter "PUBG" mit Sicherheit näher als dem poppigen "Fortnite", muss sich aber vor beiden Battle-Royale-Platzhirschen nicht verstecken. Im Gegenteil: Je nach Qualität des Contents, der in den nächsten Wochen ins Spiel integriert wird, könnte sich "Call of Duty: Black Ops 4" tatsächlich als langfristige Konkurrenz etablieren. Zum Start kombiniert BlackOut das Tempo von "Black Ops" mit dem ohnehin soliden Waffen-Handling der Reihe und einer abwechslungsreichen Collagen-Map, die viele unter "CoD"-Fans bereits bekannte Schauplätze enthält.

88 bis 100 Spieler (je nach Spielmodus) werden per Wingsuit über der Karte abgeworfen und kämpfen solo, in Duos oder in Vierer-Squads ums Überleben, wobei die Map stetig kleiner wird. So weit, so bekannt. BlackOut bietet aber gegenüber "PUBG" einige angenehme Gameplay-Veränderungen:  Das Tempo ist hoch, die Map kleiner – lange Wanderungen durch menschenleere Gebiete werden in "Call of Duty: Black Ops 4 – BlackOut" weitaus seltener vorkommen.

Battle-Royale in "Call of Duty": Gleiches Prinzip und doch anders

Waffen-Mods können direkt montiert werden. fullscreen
Waffen-Mods können direkt montiert werden. (©Screenshot TURN ON 2018)
Das Inventar-Management wurde schlank gestaltet. fullscreen
Das Inventar-Management wurde schlank gestaltet. (©Screenshot TURN ON 2018)
Battle-Royale-Fans werden sich schnell zurecht finden. fullscreen
Battle-Royale-Fans werden sich schnell zurecht finden. (©Screenshot TURN ON 2018)

Zum guten Spielgefühl trägt auch das optimierte Einsammeln der Beute bei: Findet man etwa ein passendes Modul für die aktuelle Waffe, lässt es sich per Tastendruck direkt anbringen. Das alte Teil bleibt dafür auf dem Boden liegen, was kostbare Zeit an Inventar-Management spart. Wie bei "Fortnite" verfügt jeder Spieler über eine bestimmte Menge an Inventar-Slots, die Verwaltung der Ausrüstung fällt deutlich schlanker aus als etwa in "PUBG".

Zusätzlich sind auf der Map allerlei Spezialwaffen zu finden, darunter zum Beispiel eine Hakenpistole, mit der man zügig die Position verändern kann. Auch die Perks, in BlackOut als Verbrauchsgegenstände eingebaut, geben dem Gameplay eine zusätzliche Dimension: Mit diesen Spezialfähigkeiten kann man zeitweise etwa schneller oder leiser laufen oder Loot durch Wände hindurch sehen.

Insgesamt erscheint mir BlackOut um einiges herausfordernder als "PUBG", vor allem Bewegungsabläufe wie Bunny-Hopping oder Dashes passen so gar nicht in den Ryhthmus den ich aus "Playerunknown's Battlegrounds" gewöhnt bin – "Call of Duty: Black Ops 4" fordert mich geradezu zu solchen Taktiken heraus. Hier ist alles auf Mobilität ausgelegt und auch erfahrene "PUBG"-Spieler werden bemerken, wie deutlich sich kleine Unterschiede – etwa Heilung während des Laufens oder Schießen beim Schwimmen – auf das Gameplay auswirken.

BlackOut bringt ungemein viel Spaß und bietet sehr viel Wiederspielwert. Zwar muss hier im Laufe der Zeit unbedingt noch in Sachen Balancing nachgearbeitet werden und es ist langfristige Unterstützung mit weiterem Content nötig. Aber: Der Grundstein für ein sehr gutes Battle-Royale-Game ist gelegt.

Das Gunplay von "Call of Duty" fühlt sich wie immer sehr gut an. (© 2018 Screenshot TURN ON)

Spezialisten-HQ: Ja, "Call of Duty: Black Ops 4" hat eine Story

Wer bei aller spielerischen Abwechslung doch noch der Singleplayer-Kampagne nachtrauert, kann sich immerhin über aufwendige Cutscenesfreuen, auf die auch "Call of Duty: Black Ops 4" nicht verzichtet. Im Spezialisten-HQ lässt sich zudem für jeden der markigen Charaktere ein Tutorial durchspielen, das obendrein noch eine schön animierte Sequenz mit kurzer Hintergrundgeschichte bietet. Ein Hauch von Einzelspieler-Modus ist also noch da, auch wenn die Spezialisten-Missionen spielerisch kaum Herausforderungen bieten.

Mittlerweile leider üblich: Monetarisierung an allen Ecken und Enden

Bei allem Lob muss sich "Call of Duty: Black Ops 4" Kritik für seine undurchsichtigen Geschäftsmodelle gefallen lassen. Mit einer Fülle an unterschiedlichen Editionen, die zum Kauf bereitstehen, schafft Activision vor allem Verwirrung bei den Fans: Standard, Standard Plus, Pro-Edition, Mystery Box Edition oder Digital Deluxe Enhanced Edition – da verliert man recht schnell den Durchblick. Ob die teils enthaltenen "Call of Duty"-Punkte ihr Geld wert sind, erfährst Du obendrein leider erst, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel eingeführt werden.

Dazu kommen noch eklatante Preisunterschiede zwischen Konsolen- und PC-Versionen. Das ist nichts, was es vor "Call of Duty: Black Ops 4" nicht auch schon bei anderen Spielen gab, aber dennoch ärgerlich.

Auch beim DLC wirft "Black Ops 4" Fragen auf. Statt mehreren DLC-Paketen ist nun nur noch einmalig der Black Ops Pass zu erwerben, der jede Menge kommende Inhalte verspricht. Mit gut 50 Euro kostet dieser fast genau so viel wie das komplette Grundspiel. Hier werden einige Fans zu Recht zögern. Und zwar nicht nur, weil im nächsten Jahr erneut ein "Call of Duty" erscheinen wird, sondern auch, weil Gaming sich verändert hat: Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass andere Multiplayer-Games, die ähnlich viel Content bieten, auch völlig kostenlos spielbar sein würden?

Fazit: Ein grandioser Shooter – jetzt als Live-Service

Action, Herausforderung und Flexibilität: "Call of Duty: Black Ops 4" ist eine runde Sache.
Action, Herausforderung und Flexibilität: "Call of Duty: Black Ops 4" ist eine runde Sache. (© 2018 Activision)

Die traditionsreiche "Call of Duty"-Serie springt auf aktuelle Trends auf, wird zum Live-Service und baut einen Battle-Royale-Modus in "Black Ops 4" ein. Funktioniert das neue Konzept? Ganz sicher lässt sich das kurz nach Release noch nicht beurteilen, aber es  sieht zumindest aus, als hätten die Entwickler die Zeichen der Zeit erkannt und auf das richtige Pferd gesetzt.

In Zeiten von Multiplayer-Only-Games und Livestreaming auf Twitch und Co. werden die interessantesten Storys von den Spielern geschaffen – und weniger von den Games, die diese spielen. Genau hierfür bieten die drei umfangreichen Spielvarianten, die das Paket namens "Call of Duty: Black Out 4" beinhaltet, jede Menge Raum. Treyarch hat der Community genügend Luft gegeben, den eigenen Vorlieben nachzugehen – vor allem auch dadurch, dass die Modi mit vielen Möglichkeiten zur Individualisierung des Spielerlebnisses ausgestattet wurden.

Zum Release spielt sich zumindest die PC-Version von "Call of Duty: Black Ops 4" leider noch etwas holprig: Bugs wie herausfliegende Mitspieler oder unerwartete Spielabbrüche müssen noch ausgefeilt werden, am Balancing arbeitet Treyarch zusammen mit der Community. So ist es heutzutage aber üblich bei Live-Service-Games, deren Inhalte sich laufend ändern. Und dafür bietet "Call of Duty: Black Ops 4" eine hervorragende Basis.

TURN-ON-Wertung: 4,5

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