Die neue HTC Vive Pro im ersten Hands-on-Test auf der CES 2018

HTC hat seiner VR-Brille Vive auf der CES 2018 in Las Vegas ein dickes Upgrade spendiert und die Auflösung erhöht. Wir haben das neue Headset, die HTC Vive Pro, in einem ersten Hands-on-Test ausprobiert.

Besseres Gefühl durch mehr Pixel

Während man bei der ersten Generation der VR-Brille noch deutlich jeden einzelnen Pixel sehen konnte, sieht das Bild unter der HTC Vive Pro sehr viel besser aus. Die Auflösung beträgt nun 1440 x 1600 Pixel pro Auge statt wie bisher 1080 x 1200 Pixel. Das macht sich deutlich bemerkbar, denn auch Texte sind viel besser lesbar.

Mit der ersten Brille hatte ich außerdem bei manchen Spielen auch das Gefühl, dass die Ränder der Linsen, also alles, was nicht unmittelbar in meinem Fokus liegt, verschwimmen. Dadurch habe ich die Bewegungsunschärfe immer recht stark wahrgenommen und unter Motion Sickness und Schwindel gelitten. Im neuen Modell hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl einer klaren Sicht. Ich bin gespannt, ob sich mit der verbesserten Version tatsächlich die Begleiterscheinungen, die vielen Spielern zu schaffen machen, reduzieren lassen.

Ebenfalls neu ist, dass nun statt einer gleich zwei Kameras in der Front der Brille stecken. Eine Demo, die diese nutzt, konnten wir auf der Messe aber noch nicht ausprobieren.

Kabellos spielen wird möglich

Damit Ihr nicht mehr über nervige Kabel stolpert, könnt Ihr die HTC Vive Pro auch kabellos betreiben. Ab Sommer wird ein hauseigener Wireless-Adapter auf den Markt kommen. Bisher gab es diese nur von Drittherstellern. Die HTC-Variante wird mit Intels WiGig-Technik für Highspeed-Datenübertragungen per WLAN betrieben. Was das Add-on kostet, ist noch nicht klar.

Auch das zu trackende Spielfeld wird größer. Mit der HTC Vive Pro lassen sich bis zu vier Lighthouse-Stationen koppeln. Bisher waren es lediglich zwei. Dadurch wächst das mögliche Spielfeld von fünf mal fünf auf zehn mal zehn Meter.

Integrierte Kopfhörer

Die Kopfhörer sind beim neuen Modell nun richtig ins Headset integriert. Der Tragekomfort gefiel mir sehr gut. Klanglich bin ich noch nicht überzeugt, das kann aber auch an der Messeumgebung gelegen haben. Das Design erinnert etwas an den Deluxe Audio Strap, den man optional zur Vive dazukaufen konnte. Laut HTC ist das Gewicht allerdings geringer. Ohne direkten Vergleich kann ich nur sagen: Die HTC Vive Pro sitzt sehr angenehm auf dem Kopf. Gefühlt ist die Stellschraube am Hinterkopf etwas straffer, sodass das Headset besser anliegt und weniger wackelt.

Comeback der Demos

HTC hat für sein VR-Headset auch einen eigenen App-Store, den Viveport. Dieser bekommt jetzt ein umfangreiches Update. Dadurch wird es für den Kunden möglich, Apps zuerst auszuprobieren, bevor sie gekauft werden. Ein Comeback der Demos! Das hat in unserem Hands-on-Test auch sehr schnell funktioniert. Ein Klick, und wir sind zum Beispiel in der Demo-Umgebung eines Spiels. Wie umfangreich die Demo ist, liegt in den Händen der Entwickler. HTC beschränkt sie zwar auf eine Dateigröße, damit die Demos schnell laden, doch innerhalb dieser haben die Entwickler freie Hand. Es kann eine Ansicht sein oder ganze Level. Wie groß die Demo sein darf, hat man uns allerdings nicht verraten.

Vorläufiges Fazit: VR 2.0!

In meinen Augen ist das Update eine großartige Verbesserung und ein großer Schritt vorwärts in der VR-Entwicklung. Bleibt abzuwarten, wie hoch der Preis für die Pro-Version wird. Bisher hat HTC keine Preise kommuniziert, will diese aber in den nächsten Wochen bekanntgeben. Zuerst wird das Headset ohne Zubehör Besitzern der ersten Generation als Upgrade angeboten. Später soll es dann für Neukäufer als Komplettpaket in den Handel kommen.

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