Test

"For Honor" im Gamescom-Test: Heiße Multiplayer-Schwertkämpfe

For Honor4
For Honor4 (©Ubisoft 2016)

Ich persönlich habe "For Honor" total unterschätzt. Ein Spiel mit schwerfälligen Mittelalter-Kriegern, die nicht mal springen können? Ich war skeptisch. Doch schon im Tutorial war klar: Das Spiel ist herausfordernd und endlich mal was anderes.

Auf der Gamescom 2016 konnte TURN ON einen Mehrspielermodus von Ritterkampfspiel "For Honor" ausprobieren. Nach einem kurzen Tutorial hat es uns total gepackt und wir steckten mitten in einem spannenden Vier-gegen-vier-Match zwischen mittelalterlichen Rüstungen.

Dicke Rüstungen und schwere Waffen

Auf der Gamescom 2016 konnten wir aus drei von später zwölf verschiedenen Heldenklassen wählen. Wir mussten uns zwischen Ritter, Wikinger und Samurai entscheiden. Alle gibt es jeweils als männliche oder weibliche Spielfigur. Beide Versionen sehen extrem muskulös aus und sind mit dicken Rüstungen und riesigen Waffen wie zum Beispiel Schwertern oder Streitäxten ausgestattet. So wundert es nicht, dass sie die Figuren recht schwerfällig fortbewegen. Auch springen können sie nicht. Selbst kleine Hindernisse lassen sich nicht überwinden. Doch das ist genau der Punkt, der uns das Spiel realistischer empfinden lässt. Wie sollte so ein Typ mit der schweren Rüstung auch nur drei Zentimeter hoch springen können? Rennen können die Charaktere immerhin ein bisschen.

For Honor Gamescom fullscreen
For Honor fullscreen
For Honor2 fullscreen
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An die Steuerung von "For Honor" muss man sich erst gewöhnen, denn die ist im Gegensatz zu sonst so aktuellen Games richtig anspruchsvoll. Wir müssen die Bewegungen unactionactionserer Gegner genauestens im Auge behalten und zur Not unsere Waffenposition ändern, damit wir Schaden blocken oder dem Kontrahenten Schaden zufügen können. Hier gibt es drei Richtungen (links, rechts und oben), an denen wir uns orientieren. Da das Schwingen der großen Waffe recht anstrengend ist, da man ja mehrere Kilo Rüstung auf seinen Schultern hat, geraten unsere Kämpfer nach dem Angriff sogar mal kurz ins Schwitzen und brauchen eine Pause, bis sie erneut zuschlagen können. Mit reinem Button-Mashing kommt ihr also nicht wirklich weiter. Wichtig ist das Haushalten mit den Kräften und die Fähigkeit zu Blocken.

Multiplayer-Matches enorm spannend

Während Ubisoft noch nicht so viel zum Singleplayer-Modus von "For Honor" hat durchblicken lassen, konnten wir eine Runde 4 gegen 4 im Multiplayer zocken. Dabei treten die Teams gegeneinander an und versuchen durch Eroberungen von Orten und dem Umlegen der Gegner möglichst als Erster mehr als 1000 Punkte zu machen. Auf der Map gibt es zusätzlich zu den insgesamt acht Kämpfern jede Menge KI-gesteuerte Gegner, die die Schlachtszenen erst so richtig zum Leben erwecken.

Während wir zu Beginn alle ein bisschen überfordert waren, steigerte sich das Match schnell zu einem erbitterten Kampf. Ich war im Verteidigerteam, einer meiner Mitstreiter übernahm die Führung und koordinierte uns von Punkt zu Punkt. "Oben Punkt A wurde erobert, nichts wie hin, wie wollen den zurück! Unten wird ein Teamkamerad von zwei Gegnern bedrängt! Auf geht‘s, wir müssen ihm helfen" - Kommunikation ist alles bei diesen Matches. Sind Teammitglieder gefallen, haben wir sie wiederbelebt. Ist man nicht schnell genug, spawnen sie ein Stück entfernt einfach erneut. Gegen Ende des Spiels ist das nicht mehr möglich. Da müssen die Spieler wiederbelebt werden, damit sie wieder ins Geschehen eingreifen können. Und das war auch der Schlüssel, warum ich am Ende mit meinem Team gewinnen konnte. Wir haben den Moment ausgenutzt, dass einer der Gegner am Boden lag und ein andere zu ihm stürmte, um ihn zu retten. Aus einem Hinterhalt heraus stürmten wir zu zweit auf den Ritter zu und besiegten ihn recht schnell. Währenddessen eroberten wir ein weiteres Gebiet. Die verbleibenden beiden Gegner hatten eigentlich keine Chance mehr. Doch bis zu dem Moment war es extrem spannend, da beide Teams von den Punkten her nahezu gleichauf lagen. Auch umstehende Zuschauer, bei uns waren es die Entwickler des Spiels, fieberten richtig mit. So aufgeputscht hat es natürlich gleich nochmal mehr Spaß gemacht.

Fazit: Sehr gutes Combat System

"For Honor" hat auf der Gamescom 2016 gleich zwei Awards abgeräumt: Bestes PC-Spiel und bestes PS4-Spiel – und wenn wir könnten, würden wir noch ein paar Auszeichnungen drauf legen. Die Steuerung des Kampfsystems ist schnell erlernt und bietet viele taktische Möglichkeiten.

Das Spiel erscheint am 14. Februar 2017 für PC, Playstation 4 und Xbox One. Wäre doch ein passendes Geschenk für den Valentinstag...

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