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Gaming-Maus: Die Sharkoon Drakonia 2 ist besser, als sie aussieht

Sharkoon macht aus einer Maus einen Drachen – und überzeugt.
Sharkoon macht aus einer Maus einen Drachen – und überzeugt.

Schon 2012 kam Vorgänger der Gaming-Maus Sharkoon Drakonia 2 mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt. Nun gibt es ein neues Modell – mit mehr Tasten, zeitgemäßer Technik und noch hässlicherem Design. Warum die Gaming-Maus mich trotzdem überzeugen konnte, liest Du im Kurztest.

Was Gaming-Zubehör angeht, ist teuer nicht immer gleich besser. Dennoch gibt es auf dem Markt jede Menge Plastikmüll mit Neonbeleuchtung, der Computerspielern das LED-Blaue vom Himmel verspricht. Die Gaming-Maus Sharkoon Drakonia 2 macht hier zunächst einen trügerischen ersten Eindruck: Das Design im schuppigen Drachen-Look wirkt kaum hochwertiger, als hätten die Macher die Drachenschuppen-Textur im Copyshop nebenan per Thermo-Druck aufgebügelt. Aber auf die inneren Werte kommt es an – und die stimmen.

Die Sharkoon Drakonia 2 bietet durch ihren PixArt PMW 3360-Chip nämlich eine sechsstufig einstellbare Auflösung von bis zu 15.000 DPI und fünf Profile im internen Speicher – beides ist mit frei programmierbaren Wahltasten an der Maus wechselbar. Für die etwa 40 Euro gibt es obendrein ein Weight-Tuning-System: Fünf Gewichte á 5,6 Gramm ermöglichen es, das haptische Gefühl bei der Nutzung der Maus ganz individuell zu gestalten.

Darf's ein bisschen mehr sein? Mit Gewichten lässt sich die Maus anpassen. fullscreen
Darf's ein bisschen mehr sein? Mit Gewichten lässt sich die Maus anpassen.

Vielseitig programmierbar: Die Daumentasten können was

Die Maus ist ziemlich präzise für ihre Preisklasse, in der zugehörigen Software können Profile und Makros erstellt werden. Auch die Haupttasten mit Omron-Switches fühlten sich im Test gut an und erzeugen einen schönen Druckwiderstand. Im Gegensatz zu vielen aktuellen Modellen sind die Tasten nur für eine Lebensdauer von mindestens 10 Millionen Klicks ausgelegt, oft ist heute schon von 50 Millionen auszugehen. In dieser Preisklasse finde ich das aber nicht weiter dramatisch.

Gut erreichbar: Die Seitentasten sind äußerst nützlich. fullscreen
Gut erreichbar: Die Seitentasten sind äußerst nützlich.

Die Software setzt den Eindruck der Maus fort: Sie sieht fürchterlich aus, bietet aber alles Nötige und funktioniert soweit auch gut. Im Testbetrieb hatte ich keine Probleme damit, Profile und Konfigurationen zu erstellen und sie dann auf den internen Speicher der Sharkoon Drakonia 2 zu übertragen.

Interessant sind auch die sechs Seitentasten, über die ich mit dem Daumen verschiedene Funktionen auslösen kann und die mich ein wenig an die Corsair Scimitar Pro erinnerten. Zugegeben: Am Anfang meines Kurztests hielt ich das Feature noch für Schnickschnack – nach kurzer Eingewöhnung ergibt es aber total Sinn, in Shootern wie "Call of Duty: Black Ops 4" oder "Destiny 2" den Slide aus vollem Lauf, die Nahkampf-Attacke und auch die Hauptwaffenslots auf die Daumen-Tasten zu legen. Für meine mittelgroßen Hände sind diese auch gut erreichbar.

Etwas weniger "Design" hätte der Sharkoon Drakonia 2 gut getan

Ohne bunte RGB-Beleuchtung wäre eine Maus ja anscheinend nicht als Gaming-Produkt vermarktbar – daher kommt auch die Sharkoon Drakonia 2 mit anpassbaren Leuchtelementen an Mausrad, Logo und Seitentasten. Geboten werden die Modi "Atmend", "Farbschleife" oder eine fest voreingestellte Farbe, alles konfigurierbar in der Software. Wer es etwas dezenter haben will, sollte sich statt für das türkise lieber für das schwarze Modell entscheiden, um etwas vom leuchtenden Drachen-Look wegzukommen.

Nein, schön ist sie nicht. Wirklich nicht. fullscreen
Nein, schön ist sie nicht. Wirklich nicht.

Die Ablageflächen an den Seiten der Maus könnten mit einer Gummierung oder anderen Materialkniffen noch ein wenig hochwertiger gestaltet sein. Vor allem bei längeren Gaming-Sessions gibt die glatte Oberfläche bei schwitzigen Händen etwas weniger Halt. Abgesehen davon wurde der Sparhebel bei der Herstellung auf den ersten Blick an der richtigen Stelle angesetzt, das mit Stoff ummantelte Kabel und der vergoldete Stecker machen einen stabilen Eindruck. Wie gut das alles wirklich hält, kann aber nur ein Langzeittest zeigen.

Fazit: Viel Maus zum angemessenen Preis!

Ich bin mit der Sharkoon Drakonia 2 sehr zufrieden. Für 39 Euro bekommt man hier ziemlich viel geboten. Für gewöhnlich spiele ich mit der Logitech G502, einer hervorragenden Gaming-Maus, die ehemals zum Neupreis von 89 Euro zu haben war. Diese wirkt zwar vor allem haptisch und in Sachen Materialqualität deutlich hochwertiger, aber im Spielbetrieb erkenne ich keinen Vorteil. Dafür, dass Sharkoon für weniger als die Hälfte eine Maus mit umfangreichen Features auf den Markt bringt, gehe ich auch die Kompromisse in Sachen Material und Design gerne ein.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gut gefallen
+ Flexibilität durch optionale Gewichte - Design wirkt etwas billig
+ Frei belegbare Daumentasten - Ablageflächen haptisch nicht optimal
+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

 

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