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HyperX Cloud Mix im Test: Gutes, aber teures Allround-Gaming-Headset

Das HyperX Cloud Mix dient zum Zocken und zum Musikhören im Bluetooth-Einsatz.
Das HyperX Cloud Mix dient zum Zocken und zum Musikhören im Bluetooth-Einsatz.
Andreas Müller Hat im vergangenen Jahr so viele Smartphones getestet, dass er einen Orden verdient hätte.

Das Gaming-Headset Kingston HyperX Cloud Mix unterstützt neben einer Klinkenkabel-Verbindung auch Bluetooth für den Einsatz unterwegs. Im Test haben wir geprüft, ob es nicht nur viel kann, sondern ob es das auch gut kann – und ob dabei der Preis stimmt.

Design und Ausstattung: Zurückhaltender Gaming-Look

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Das Design wirkt für ein Gaming-Headset zurückhaltend.

Das HyperX Cloud Mix ähnelt anderen HyperX-Headsets, nur sind die Ohrmuscheln dank 40-Millimeter-Treibern etwas kleiner. Das ursprünglich von Beyerdynamic entlehnte Design mit den Over-Ear-Ohrmuscheln, die an Metallbügeln aufgehängt sind, wurde um ein silbernes HyperX-Logo an den Außenseiten der Hörer ergänzt. Für Gaming-Headsets wirkt das Logo auf den schwarzen Kopfhörern zwar dezent, aber für Bluetooth-Headsets im Außeneinsatz weniger. Leider fällt es also draußen beim Shopping oder U-Bahn-Fahren auf, dass ein Gaming-Headset auf dem Kopf sitzt.

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Draußen im Bluetooth-Einsatz ist das "HX"-Logo leider recht auffällig.

Der Kopfbügel ist gut gepolstert und das Headset trägt sich über längere Zeit bequem. Die Abschirmung von Außengeräuschen liegt auf einem durchschnittlichen Niveau, in der Bahn nimmt man also noch Fahrgeräusche und Durchsagen wahr. Gesteuert wird die Musikwiedergabe im Bluetooth-Einsatz mit den Buttons an der Unterseite der Ohrmuscheln, außerdem sind dort ein Micro-USB-Eingang zum Aufladen und ein Klinkeneingang für das Smartphone auszumachen. So ist man nicht auf Bluetooth angewiesen, falls der Akku leer wird.

Das folgende Zubehör liefert HyperX gleich mit: Eine Stofftasche, ein 1,3 Meter langes Headset-Kabel mit Fernbedienung, ein zwei Meter langes PC-Kabel mit 3,5-Millimeter-Ausgängen für Stereo-Klang und Mikrofon, ein USB-Kabel für das Aufladen und einen abnehmbaren Mikrofonarm.

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Das Mikrofon lässt sich abnehmen.

Fazit: Verarbeitung, Zubehör und Tragekomfort des Headsets überzeugen, für den Einsatz als Bluetooth-Headset unterwegs hätte der aufdringliche "HX"-Schriftzug aber nicht sein müssen.

Klang: Ausgewogen bei Bluetooth, Klinke, Hi-Res

Im Bluetooth-Modus soll das HyperX Cloud Mix immerhin 20 Stunden durchhalten. Trotzdem ist es lästig, dass es bei aktivierter Bluetooth-Verbindung nicht geladen werden kann und sich Bluetooth beim Laden vielmehr abschaltet. Auch ist es schade, dass die Buttons für die Musiksteuerung am Headset nur im Bluetooth-Modus funktionieren und nicht bei einer Kabelverbindung. Das kann die Konkurrenz besser: Etwa beim SteelSeries Arctis 7 2019 Edition funktionieren die Regler am Headset auch beim Kabeleinsatz.

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Die Buttons für die Musik- und Lautstärkesteuerung funktionieren nur bei aktiver Bluetooth-Verbindung.

Immerhin funktioniert im Bluetooth-Einsatz alles so, wie es soll. Für Telefongespräche greift man unterwegs auf das ins Headset eingebaute Mikrofon zurück und muss also nicht den sperrigen Mikrofonarm in den Kopfhörer stecken. Für den Headset-Preis von 200 Euro hätte allerdings gerne aptX für bessere Musikqualität im Bluetooth-Modus unterstützt werden dürfen. Die Musikqualität ist Bluetooth-typisch bei kabelloser Verbindung deutlich schlechter, aber immerhin klingt das Headset grundsätzlich ausgewogen und deckt alle Frequenzen anständig ab.

Für das Gaming empfiehlt sich der Bluetooth-Modus nicht, denn dafür ist der Delay viel zu groß. Die Geräusche werden also im Vergleich zum Geschehen auf dem Bildschirm verzögert wiedergegeben. Um Filme auf Smartphone oder Tablet anzusehen, lässt sich der Bluetooth-Modus jedoch gut einsetzen. Für das Hi-Res-Musikhören ist derweil die Kabelverbindung unbedingt erforderlich.

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Für das Zocken empfiehlt sich der Einsatz des mitgelieferten PC-Audiokabels.

Dank einer Frequenzabdeckung von 10 Hz bis 40 kHz wird Musik in Hi-Res-Qualität artgerecht wiedergegeben. Solche Tracks klingen detailliert und klar, wobei der Vorteil im Vergleich zu Streaming und MP3 mit diesem Headset eindrucksvoll auszumachen ist. Mitten, Bass und Höhen werden treffend dargestellt, doch der Kopfhörer deckt die Schwächen schlecht aufgelöster MP3-Tracks gnadenlos auf.

Die Stereo-Separation ist sehr gut gelungen und die Kanäle werden daher sauber getrennt. Eine Schwäche ist allerdings die eingeschränkte Räumlichkeit. Der SteelSeries Arctis 7 2019 Edition hat ebenso eine geschlossene Bauweise, klingt aber räumlicher. Schließlich konnte das ansteckbare Mikrofon im Test überzeugen. Zwar wurde das Geräusch des PC-Lüfters auch übertragen, aber die Aufnahmequalität der Stimme ist hoch.

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Das ansteckbare Mikrofon überträgt die Stimme sehr klar.

Fazit: Das Headset klingt gut und ausgewogen, mit kräftigem, aber dabei genauem Bass. Nur die Räumlichkeit hätte noch etwas besser sein können. Es ist schade, dass der Bluetooth-Modus beim Laden deaktiviert wird und die Buttons am Headset nur bei Bluetooth-Verbindung funktionieren.

Fazit: Gut, aber zu teuer

Das HyperX Cloud Mix von Kingston ist insgesamt ein gutes Allround-Headset für Gaming und Musikhören, für Zuhause und unterwegs. Hochaufgelöste Musik mit CD-Qualität und darüber wird dank Hi-Res-Support via Kabel treffend wiedergegeben und generell liefert das Headset einen ansprechenden Klang auf allen Frequenzbereichen. Das Ansteck-Mikrofon sorgt für eine gute Stimmübertragung.

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Das HyperX Cloud Mix ist zwar ein gutes Headset, aber der Startpreis fällt zu hoch aus.

Abgesehen von Kleinigkeiten stört vor allem der recht hohe Preis von 200 Euro. Das SteelSeries Arctis 7 2019 Edition ist schon für um die 160 Euro zu haben und liefert einen insgesamt besseren Klang mit Kabel oder via Funkverbindung im 2,4-GHz-Kanal, leider bietet es jedoch kein Bluetooth für unterwegs. Wer auf Bluetooth verzichten kann, darf auch beim preiswerten HyperX Cloud II für rund 90 Euro zugreifen. Eine gute Bluetooth-Alternative ist derweil das SteelSeries Arctis 3 2019 Bluetooth für um die 130 Euro. Argumente wie der Hi-Res-Support des Cloud Mix genügen leider nicht, um den Aufpreis zu rechtfertigen.

Das fanden wir gut Das fanden wir nicht so gut
+ Klang

+ Hi-Res-Musik-Support

+ Gutes Ansteck-Mikrofon

+ Bluetooth für unterwegs

- Hoher Preis

- Für mobilen Einsatz aufdringlicher "HX"-Schriftzug

- Bluetooth schaltet sich beim Aufladen ab

- Wiedergabe nicht sehr räumlich

 

Kingston HyperX Cloud Mix
Kingston HyperX Cloud Mix
Kingston HyperX Cloud Mix
  • Datenblatt
  • Hardware
  • Gerätetyp
    Gaming-Headset
  • Farbe
    Schwarz
  • Preis
    199 Euro
  • Anschlüsse
    Bluetooth, Klinke
  • Betriebsdauer
    bis zu 20 Stunden Betriebszeit via Bluetooth
  • Besonderheiten
    Eingebautes Mikrofon + Ansteckbares Mikrofon
  • Lieferumfang
    Headset, Stofftasche, Headset-Kabel, PC-Kabel, USB-Kabel, abnehmbares Mikrofon
Turn-On Score:
4,0
  • Akkuleistung
    4,0
  • Design
    4,0
  • Preis-Leistung
    3,0
  • Ausstattung
    4,0
  • Klang
    4,0
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