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Test: Mad Catz RAT Air – diese kabellose Gaming-Maus läuft ohne Akku

Kabellos glücklich? Die RAT Air von Mad Catz wird vom mitgelieferten Mauspad mit Strom versorgt.
Kabellos glücklich? Die RAT Air von Mad Catz wird vom mitgelieferten Mauspad mit Strom versorgt. Bild: © TURN ON 2020

Mad Catz lässt seine neue Gaming-Maus von der Leine: Die RAT Air funktioniert kabellos, wird über das mitgelieferte Mauspad mit Energie versorgt und ist bemerkenswert leicht. Ob die Anschaffung lohnt und was für Alternativen es gibt, erfährst Du in unserem Test.

2017 musste Mad Catz Insolvenz anmelden, nun ist der Hersteller mit einem neuen Produkt zurück: Die Mad Catz RAT Air sieht aus wie ein kleines Raumschiff – der markante Look ist von vorherigen Gaming-Mäusen des Unternehmens bekannt. Anders als ihre Vorgänger lässt sich die RAT Air allerdings kabellos betreiben, die Stromversorgung funktioniert über das mitgelieferte Mauspad. Ein Akku ist nicht verbaut, die Gaming-Maus ist daher sehr leicht.

Neu ist das nicht: Die Razer Mamba Hyperlux nutzt eine ganz ähnliche Technologie. Auch Logitech hat mit dem Powerplay-Mauspad eine Ladelösung für seine kabellose Gaming-Mäuse im Programm, auch wenn diese mit verbautem Akku ausgestattet sind. Wo liegen also die Vorteile der Mad Catz RAT Air?

Die Maus an sich ist nicht besonders

Wer sich auf die zahllosen Anpassungsmöglichkeiten freut, für die andere RAT-Mäuse von Mad Catz bekannt sind, wird enttäuscht: Lediglich die Länge der Handauflage lässt sich durch Hinausziehen in drei Stufen verändern. Die Seitenteile der RAT Air aus Plastik lassen sich zwar mit einem Inbus-Schlüssel abschrauben, es liegen allerdings keine Teile bei, um die Form der Maus zu verändern. Die Maus wiegt nur 100 Gramm, aber das Plastik fühlt sich weniger wertig an als bei anderen Modellen des Herstellers.

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Die Handauflagefläche kannst Du in drei Stufen verlängern. Bild: © TURN ON 2020
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Je nach Einstellung lässt sich die Haltung der Hand beeinflussen. Bild: © TURN ON 2020
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Dafür verfügt die RAT Air über zehn programmierbare Tasten, immerhin eine mehr als die Razer Mamba Hyperflux. Ein zusätzliches 2-Wege-Scrollrad für den Daumen gibt es ebenfalls. Bei beiden Maustasten handelt es sich um verlässliche Omron-Taster, und ein Pixart-PMW3360-Sensor sorgt für eine Auflösung von bis zu 12.000 dpi. Die Konfigurations-Software zur Mad Catz RAT Air ist einfach und tut, was sie soll – neben der Belegung der Maustasten lässt sich die LED-Farbgebung von Maus und Mauspad einstellen.

Unbeschwert & kabellos: Die Ladematte bringt's!

Das Mauspad leuchtet auf Wunsch rundum bunt, die Ladematte lässt sich wenden und bietet so je nach Geschmack einen textilen oder glatten Untergrund. Das beiliegende Micro-USB-Kabel stellt die Verbindung zwischen Mauspad und PC her und kann auf Wunsch auch direkt mit der Maus verbunden werden, als Alternative zur 2,4-GHz-Funkverbindung zwischen Pad und Gaming-Maus.

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Leuchtet und läuft beim Laden: Die Mad Catz RAT Air. Bild: © TURN ON 2020

Wie bei der Razer Mamba Hyperflux funktioniert das kabellose Prinzip mit der Ladematte verblüffend gut. Ich kann die Mad Catz RAT Air etwa zehn Sekunden lang hochheben, erst dann schaltet sie sich ab. Lege ich sie wieder auf dem Mauspad ab, ist sie sofort einsatzbereit. Auch an den Ecken und Enden der Oberfläche ist kein Verbindungsabbruch zu fürchten.

Die Mad-Catz-Maus selbst ist nichts Besonderes, ohne die praktische Ladetechnik wäre der Preis von etwa 170 Euro für das Leichtgewicht eindeutig überteuert. Vor allem, weil RAT-Mäuse in der Regel viel mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten. Allerdings: Ein Blick auf die direkte Konkurrenz zeigt, Innovation hat eben ihren Preis!

Etwas teurer: Razer Mamba Hyperflux

Die bereits erwähnte Razer Mamba Hyperflux ist der Mad Catz RAT Air sehr ähnlich. Das Mauspad sieht fast identisch aus und verfügt über ähnliche LED-Effekte und die gleiche zweiseitige Oberfläche. In unserem Test gefielen vor allem das ausgereifte Design und die eher klassische Form der Maus. Die kabellose Razer Mamba ist mit 96 Gramm vier Gramm leichter als die Mad Catz RAT Air, ihr Sensor mit bis zu 16.000 dpi etwas genauer. Das Gerät lässt sich per Software ins vorhandene Razer-Licht-Setup integrieren. Dafür kostet das Set aus Maus und Ladepad etwa 200 Euro.

Mit Akku: Logitech G Powerplay mit Gaming-Maus G703, G903 oder G502

Beim Logitech G Powerplay handelt es sich um ein Mauspad mit Lade-Funktion. Es lässt sich mit den Logitech-Mäusen G503, der G703 oder der G903 verwenden. Diese Modelle haben im Gegensatz zu der Mad Catz RAT Air und Razer Mamba Hyperflux einen integrierten Akku, sie sind dadurch schwerer und können auch ohne das Powerplay-Mauspad betrieben werden. Außerdem verfügen sie über einen genaueren Sensor mit bis zu 16.000 dpi und lassen sich mit zusätzlichen Gewichten konfigurieren.

Das Logitech G Powerplay verzichtet auf bunte LEDs, dafür warten die kompatiblen Mäuse mit Lichteffekten auf. In unserem Test machte die Kombination von Logitech einen sehr guten Eindruck. Für die Ladematte werden rund 100 Euro fällig. Die G703 kostet etwa 79 Euro, die G903 circa 100 Euro und die G502 rund 110 Euro.

Fazit

Wer eine sehr leichte Gaming-Maus ohne Kabel sucht, sollte sich die Mad Catz RAT Air ansehen. Die Bauweise ohne Akku ergibt Sinn, die Ladematte funktioniert ohne lange Einrichtung einwandfrei. Wer allerdings auf die Wandlungsfähigkeit anderer Mad-Catz-Mäuse hofft, wird enttäuscht sein. Als etwas günstigere Alternative zu den Konkurrenzprodukten von Logitech und Razer macht die RAT Air trotzdem eine gute Figur.

Mad Catz R.A.T. Air
  • Datenblatt
  • Gerätetyp
    Gaming-Maus mit ladendem Mauspad
  • Farbe
    Schwarz
  • Preis
    169 Euro
TURN ON Score:
4,0von 5
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