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"Titanfall 2" im Gamescom-Test: Packende Singleplayer-Momente

Anders als der Vorgänger bietet "Titanfall 2" auch eine Singleplayer-Kampagne.
Anders als der Vorgänger bietet "Titanfall 2" auch eine Singleplayer-Kampagne. (©YouTube/Titanfall Official 2016)

Auf der Gamescom 2016 wartete EA neben "Battlefield 1" auch mit "Titanfall 2" auf – in einem Test vor Ort konnten wir uns einen ersten Eindruck von dem Online-Multiplayer-Shooter machen. Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es ab jetzt auch einen Singleplayer, den wir in einer Demo begutachten konnten.

Der Titan, mein neuer Kumpel

In "Titanfall 1" haben wir uns mit den riesigen Titanen, also Maschinen, in die wir hinein klettern, um zu ihrem Gehirn zu werden und die massiven Waffen zu steuern, auf das Schlachtfeld begeben. In "Titanfall 2" können wir das immer noch machen, doch für Einzelspieler gibt es auch eine spannende Kampagne mit sieben bis zehn Stunden Spielzeit. In unserem Test konnten wir hier natürlich nur einen kleinen Einblick gewinnen.

Der Spieler übernimmt die Rolle des Jack Cooper. Zu Beginn sind wir ein Grunt. Das ist unser militärischer Rang – wir sind demnach das letzte Glied in der Befehlskette. An der Spitze stehen die coole Titanpiloten, die wir natürlich bewundern, weil wir selbst gern einer wären. Wir haben Glück und der alte Captain Lastimosa lernt uns an. Doch auf einer Mission kommt es zum Zwischenfall, und alles geht schief. Mit seinem letzten Atemzug rettet uns der Captain vor dem sicheren Tod und überlässt uns seinen Helm – und seinen Titan. Wir setzen uns in den BT-7274 und gehen zusammen ins Abenteuer.

Der Titan ist ziemlich cool. In der Story sind das eigene Charaktere und der BT erweist sich sogar als recht witzig. An einer Stelle müssen wir eine große Klippe überwinden und wir sind uns unsicher, ob der Titan uns wirklich so weit werfen kann. 7274 rechnet uns vor: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir es schaffen, auf die andere Seite zu gelangen, liegt bei 68 Prozent“. Unser Protagonist fragt: „Und was ist mit den restlichen 32 Prozent?“. Darauf der Titan: „Es besteht eine 32 prozentige Chance, dass der Sprung nicht vollständig ausgeführt wird. Das wird dann in einer Katastrophe mit enormen Schmerzen und inneren Blutungen enden.“

Gameplay und Ausrüstung: Cooler Anzug für Unsichtbarkeit

Sitzen wir nicht im Titan, haben wir einen coolen Anzug an, mit dem wir uns unsichtbar machen können. Ein Jetpack auf dem Rücken hilft uns beim Ausweichen, dem Erreichen von höher liegenden Orten oder beim Überqueren der Klippen. Unsere Granaten setzen die Gegner kurz unter Strom und fesseln sie quasi für einen Moment. Der Titan ist dagegen mit schweren Geschützen ausgestattet. Vor allem der Laserstrahl sah ziemlich cool aus. Nach einer Aufladezeit kann der Titan auch einen mächtigen Raketenregen abfeuern.

Das Gameplay beschrieb einer der Entwickler als sehr abwechslungsreich. Es sei zwar ein Shooter, doch es gebe neben den harten Actionszenen auch ruhige Passagen oder Stellen, die eher an Plattformer erinnern. Außerdem gibt es immer mal wieder Puzzle-Elemente zu bewältigen. In erster Linie sollen die Spieler selbst herausbekommen, was in der Welt möglich ist. Deshalb verzichten die Entwickler auf konkret ausgesprochene Anweisungen. Es ist auch nicht vorgegeben, ob man die Szenen innerhalb des Titans spielen muss. Wir können jederzeit aussteigen und eine andere Taktik verfolgen.

Wie in "Titanfall 1": Multiplayer-Modus ohne große Veränderung

Das einzige, das im Multiplayer als Neuerung aufgefallen ist, ist der Greifhaken, mit dem wir höhere Positionen erreichen können. Das ist recht schade. Die Matches waren zwar im ersten Teil auch schon sehr stimmig, doch irgendwie hätten wir uns hier trotzdem ein bisschen mehr frischen Wind erhofft. Immerhin gibt es mit „Bounty Hunt“ (Kopfgeldjagd) einen neuen Spielmodus.

Jetzt am Wochenende (19.-21.8.) läuft bereits der erste Techtest des Multiplayer Modus. Ein zweites Mal sind die Server vom 26.-28. August online. Wenn ihr das Spiel ausprobieren wollt, müsst ihr nur die Software aus dem PSN bzw. Xbox Live auf eure Playstation 4 oder Xbox One ziehen.

Erste Test-Fazit: Singleplayer macht Lust auf mehr

Auf der Gamescom war unsere Demo noch nicht besonders lang. Dennoch hat uns das Spiel gepackt und wir wollen mehr davon sehen! Wer also das Konzept der Titans und den Kämpfen cool fand, aber nicht immer nur gegen andere in nahezu niemals endenden Deathmatches antreten will, kriegt mit dem Einzelspielermodus viel geboten. Wer nur Multiplayer zocken will und sich mit dem ersten Teil nicht anfreunden konnte, wird auch mit "Titanfall 2" so seine Probleme haben.

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