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7 ziemlich enttäuschende Enden für eigentlich gute Spiele

Superheld Batman bekam mit "Arkham Asylum" ein gutes Spiel. Nur das Ende ist irgendwie enttäuschend ...
Superheld Batman bekam mit "Arkham Asylum" ein gutes Spiel. Nur das Ende ist irgendwie enttäuschend ... (©YouTube/Batman Arkham 2017)

Dass gute Serien oder Filme mal mit unbefriedigenden Enden aufwarten, kennen wir. Aber: Auch bei Videospielen gibt es Enden, die uns mit einem großen Fragezeichen im Gesicht und jeder Menge Enttäuschung zurücklassen. Achtung Spoiler – diese sieben Schlusskapitel hätte es wirklich nicht gebraucht.

1. "Borderlands"

So sieht es also aus, wenn am Fischbuffet was vergessen wurde. Der Shooter "Borderlands" steht an sich für poppige Optik und Loot ohne Ende, doch regelrecht enttäuschend fiel das tatsächliche Ende aus. Der Boss schaut aus wie ein lahmes Tentakelmonster aus dem feuchten Traum eines Mangazeichners und nach gefühlten Stunden des Draufballerns … gibt es ein paar lobende Worte und als Gipfel der Dreistigkeit noch einen winzigen Teaser für kommenden Downloadcontent. Danke für gar nichts!

2. "Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty"

Es lässt sich darüber streiten, aber für viele Gamer ist "Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty" der wohl stärkste Teil der Serie um riesige Kampfroboter und schleichende Helden wie Solid Snake. Serienvater Hideo Kojima ist ein vollendeter Exzentriker und ließ das die Spieler erstmals in absoluter Konsequenz im ganze 17 Minuten langen Abspann des zweiten Teils spüren. Medienkritik und Realaufnahmen mischen sich hier mit minutenlangen Monologen des Helden und irgendwie ist hier alles Nötige vorhanden. Vor allem aber gibt es von allem zu viel: In der Hälfte der Zeit hätte man das Ganze auch zu Ende bringen und sich diesen prätentiösen Arthaus-Kurzfilm sparen können.

3. "Mass Effect 3"

Das Ende der epischen Space-Rollenspieltrilogie "Mass Effect" fiel so enttäuschend und umstritten aus, dass Entwickler BioWare kurz nach de Release einen kostenfreien Riesendownload mit neuem Finale anbot. Nach einem drei Teile anhaltenden Kampf gegen gefährliche Aliens wird der Spieler als Commander Shepard vor die Wahl gestellt, wie es ein Markenzeichen der Serie ist. Der Unterschied ist nur, dass dieses Mal jede der drei Optionen, wie mit den fiesen Reapern umzugehen ist, quasi die gleichen Konsequenzen hat und nur wenige Fragen beantwortet. Die vielgepriesene Entscheidungsfreiheit von "Mass Effect"? Hier nur eine laue Illusion. Immerhin: Die durch jede der drei möglichen Entscheidungen ausgelösten Explosionen haben jeweils verschiedene Farben. Das sagt eigentlich schon alles.

4. "Killzone 3"

Wenn sich eine Serie gut verkauft, sollte immer ein Hintertürchen für eine Fortsetzung offen bleiben. Diese alte Entwicklerweisheit hat sich auch Guerilla Games für seine Ballerei "Killzone 3" zu Herzen genommen. Hier wird im Finale zwar der ganze Alienplanet ausgelöscht – aber Überraschung: In einer Post-Credit-Szene wird klar, dass trotzdem der eine große Bösewicht überlebt hat. Was waren das für schöne Zeiten, als Spiele noch ganz ohne Cliffhanger auskamen.

5. "Ghostbusters"

Große Ending-Fails gab es schon in den frühen Stunden des Gamings. Damals, als die Ghostbusters noch männlich waren und der erste Teil für Furore im Kino sorgte, da kam wohl diese Mutter der enttäuschenden Videospiel-Enden zustande. Das 1984 für Heimcomputer und NES veröffentlichte erste Spiel zur Filmserie erntete gute Kritiken, was auch damals nicht selbstverständlich bei Film-Adaptionen war. Die Belohnung fürs Durchzocken fiel aber selbst für damalige Verhältnisse skandalös erbärmlich aus: Auf einer schwarz-weißen Texttafel gab es (in der ersten Version voller Rechtschreibfehler) zu lesen: "Glückwunsch!!! Du hast ein großartiges Spiel beendet / Und die Gerechtigkeit unserer Kultur bewiesen / Jetzt geh und lass unsere Helden ruhen!" "Gerechtigkeit unserer Kultur?" Was zur Hölle soll das überhaupt bedeuten?!

6. "Final Fantasy XIII"

Im wohl überladendsten Teil der japanischen Rollenspielserie machte Square Enix längst nicht alles falsch. Das neue Kampfsystem mit sogenannten Paradigmen stellte sich als dynamisch heraus, die Präsentation und einige Bosse waren durchaus gelungen. Aber mal ehrlich: Nicht nur die unterkühlte Lightning konnte nur wenige Spieler als Hauptfigur überzeugen. Auch die schwurbeligste, künstlich aufgeblasenste Story der ganzen Serie ließ sehr zu wünschen übrig: Fabula Nova Crystallis mit Grand Pulse und den Fal'Cie, Cie'th, L'Cie … wer da durchsteigt, verdient einen Orden. Trotz der großen Opferung zweier Hauptcharaktere am Ende kann hier kaum von großen Emotionen die Rede sein. Eher von großer Verwirrung.

7. "Batman: Arkham Asylum"

Klar, schon die DC-Comicvorlagen schlagen gerne mal absurde Wendungen ein, aber das an sich sehr gute Action-Adventure "Batman: Arkham Asylum" von Rocksteady schießt in seinem Finale den Vogel in Sachen Nonsens ab. Der ikonische Erzfeind Joker ist hier Batsys letzter Bosskampf, allerdings wurde er mit Titantinktur zu einem riesigen Hulk-Verschnitt aufgepustet. Das sieht nicht nur albern aus, sondern widerspricht auch dem ganzen Konzept des sonst alles andere als körperlich veranlagten Superschurken. Zudem ist der Kampf spielerisch banal und des restlichen Titels nicht würdig.

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