"Anthem" auf der E3 2018: 9 neue Fakten über das BioWare-Game

"Anthem": Die E3 wirft neues Licht auf das Action-RPG.
"Anthem": Die E3 wirft neues Licht auf das Action-RPG. (©Electronic Arts 2018)
David Albus Überbrückt Ladepausen in PC-Games an der Nintendo Switch – und umgekehrt.

Auf der E3 2018 hat Electronic Arts endlich neue Details zu "Anthem" verraten, erstmals Gameplay gezeigt und sogar eine spielbare Demo zu der Messe mitgebracht. Wer gespannt auf den Sci-Fi-Shooter wartet, kann sich deshalb über eine Fülle neuer Infos freuen. Hier sind die 9 wichtigsten neuen Fakten.

1. Story: Bekämpfe die Dominion in einer gottverlassenen Welt

In der Open-World von "Anthem" liegen mächtige Artefakte verborgen.
In der Open-World von "Anthem" liegen mächtige Artefakte verborgen.

Die Handlung von "Anthem" spielt auf einem postapokalyptisch anmutenden Planeten. Dieser wurde von Göttern geschaffen, die ihr Projekt dann aber unfertig im Stich gelassen haben – allerdings ohne ihre magische Hochtechnologie mitzunehmen. Die liegt jetzt in der Wildnis herum und wird von den Dominion missbraucht, wie Mark Darrah, der Produzent des Games, via Twitter verriet.

Die Dominion wollen die mystische "Hymne der Schöpfung" (daher der Titel "Anthem") als Waffe nutzen. Die Menschen, die zurückgezogen in gesicherten Festungen leben, wollen das verhindern – und hier kommst Du als freischaffender Kampfanzug-Pilot ins Spiel.

2. Eine geteilte Spielwelt im ständigen Wandel

Die Spielwelt von "Anthem" hat Tag-Nacht-Wechsel und dynamisches Wetter.
Die Spielwelt von "Anthem" hat Tag-Nacht-Wechsel und dynamisches Wetter.

Die offene Spielwelt von "Anthem" wird als sogenannte "Shared World" von allen Spielern gemeinsam "bewohnt" und soll sich auch für alle Spieler verändern. Das heißt: Wenn einer der gewaltigen elektromagnetischen Stürme wütet, die immer mal wieder über bestimmte Areale in der Wildnis hereinbrechen, passiert das für alle Spieler. Auch Tag-Nacht-Wechsel sind so synchronisiert. Wenn die Welt durch ein Ereignis nachhaltig umgestaltet wird, betrifft das ebenfalls alle, die dort unterwegs sind.

3. Story & Multiplayer sind getrennt

Quest abholen, rein in den Kampfanzug und zusammen raus in die Wildnis – so soll das Gameplay von "Anthem" ablaufen.
Quest abholen, rein in den Kampfanzug und zusammen raus in die Wildnis – so soll das Gameplay von "Anthem" ablaufen.

Entwickler BioWare ist bekannt für seine ausgefeilten Story-Rollenspiele, weshalb das offensichtlich auf den Multiplayer ausgerichtete "Anthem" bei vielen Fans Skepsis hervorrief. Bei der EA-Play-Pressekonferenz versuchten die Entwickler die Zweifel auszuräumen und erklärten, dass Story und Mehrspieler-Kämpfe in der Open-World getrennt ablaufen.

Das funktioniert so: Die Spieler holen sich in der zentralen Hub-Stadt Aufträge von NPCs ab, führen Dialoge, treffen Entscheidungen und treiben so die Geschichte des Shooters voran. Die eigentlichen Story-Missionen absolvieren sie dann in der offenen Spielwelt – entweder alleine oder in einem Team von bis zu vier Spielern. Der Missions-Fortschritt wird dabei allen Spielern angerechnet, sie sollen sich außerdem problemlos bei Missionen helfen können – wer eine Mission schon vorher absolviert hat, bekommt dann eine alternative Belohnung.

4. Liebe Liebende, es gibt keine Romanzen

Nein, auch dieser nett lächelnde, tätowierte Herr steht in "Anthem" nicht für Romanzen zur Verfügung.
Nein, auch dieser nett lächelnde, tätowierte Herr steht in "Anthem" nicht für Romanzen zur Verfügung.

Eine kleine Enttäuschung für langjährige BioWare-Fans: In "Anthem" wird es keine Möglichkeit geben, andere Javelin-Piloten und -Pilotinnen zu bezirzen. Romanzen und Beziehungen mit Menschen und Aliens zu starten war zwar fester Bestandteil in den "Mass Effect"-Weltraumopern des Entwicklerstudios. Für "Anthem" wurde dieses Feature aber als nicht wirklich notwendig angesehen– allerdings sollen die Spieler "Freundschaften" pflegen können. Ist doch auch was Schönes.

5. Die vier Javelins funktionieren wie Klassen, lassen sich aber wechseln

Dass die fliegenden Kampfanzüge in "Anthem" Javelins heißen werden, war schon länger bekannt. Neu ist die Erkenntnis, dass es zum Release vier verschiedene geben wird, die jeweils besondere Spielstile erfordern.

Der "Ranger" ist ein ausbalancierter Allrounder, der "Colossus" ist schwer bewaffnet und gepanzert, aber entsprechend langsam. Über "Storm" und "Interceptor" gibt es noch nicht viele Informationen, allerdings könnte es sich dabei um einen zauberbegabten Magier-Javelin und einen wendigen Assassinen-Anzug handeln. Die Spieler sind dabei nicht auf einen Javelin festgelegt, sondern können ihn im Spiel nach Belieben wechseln.

6. Kein PvP & keine Computer-Kollegen

Habt euch lieb! In "Anthem" gibt's nur Kämpfe gegen Monster, nicht gegen andere Spieler.
Habt euch lieb! In "Anthem" gibt's nur Kämpfe gegen Monster, nicht gegen andere Spieler.

Seit seiner Erstvorstellung bei der E3 2017 wird "Anthem" ständig mit "Destiny 2" verglichen. Ähnlichkeiten zwischen beiden Games sind auch unübersehbar,doch in einem Punkt unterscheiden sie sich eklatant: "Anthem" wird rein kooperativ gespielt und hat (zumindest voererst) keine PvP-Modi, in denen die Spieler gegeneinander antreten.

Die Koop-Teams bestehen aus bis zu vier Spielern. Die Möglichkeit, mit Bots zusammenzuspielen, gibt es allerdings nicht – wer im Team spielen will, muss das Matchmaking nutzen um andere Spieler zu finden – oder selber Freunde einladen.

7. Dungeons als Endgame-Inhalt

Die größten Bosse dürfte sich auch "Anthem" für zuletzt aufsparen.
Die größten Bosse dürfte sich auch "Anthem" für zuletzt aufsparen.

Die Gretchenfrage jedes Multiplayer-Service-Games lautet: Was mache ich, wenn ich die Story durchgespielt habe? "Anthem" wird als eine Form der Endgame-Beschäftigung offenbar die sogenannten "Strongholds" bereithalten – Dungeons, die mit einem Vierer-Team gespielt werden müssen und besonders harte Gegner, aber auch besonders guten Loot bereithalten. Futterneid ist übrigens nicht angesagt: Alle Spieler bekommen die gleichen Drops und können sich gegenseitig nichts wegnehmen.

8. Keine Lootboxen, aber Cosmetics

Nochmal kurz mit dem Airbrush über den Javelin? Kostet extra! Aber: Ein Glücksspiel sind die Cosmetics nicht.
Nochmal kurz mit dem Airbrush über den Javelin? Kostet extra! Aber: Ein Glücksspiel sind die Cosmetics nicht.

Mit Lootboxen ist Electronic Arts so nachhaltig auf die Nase gefallen, dass der Publisher fortan offenbar bei jedem Game besonders die Abwesenheit der Beutekisten herausstellt. So auch bei "Anthem": Hier wird es zwar kosmetische Items  gegen Echtgeld geben, allerdings sollen die Spieler diese Gegenstände direkt kaufen können – ohne Lotterie-Glück. Viele Cosmetics sollen auch freispielbar sein, Gameplay-entscheidende Items sind nur durch Spielen erhältlich.

Mit den Kosmetika lassen sich dann natürlich vor allem die Javelins verzieren und personalisieren. Inwieweit sich auch die Piloten im Inneren der Kampfanzüge nachträglich anpassen lassen, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall soll es einen Charakter-Editor geben.

9. Neuer Release-Termin

Nachdem der "Anthem"-Release zuletzt unbestimmt ins Jahr 2019 verschoben wurde, ist er jetzt wieder konkret: Am 22. Februar soll das Game für PC, PS4 und Xbox One erscheinen. Cross-Play wird es wohl nicht geben, möglicherweise aber Cross-Saves über mehrere Plattformen.

Alles zur E3 2018

  • Aktuelle Infos zur wichtigsten Spielemesse der Welt findest Du in unserer E3-Zentrale
  • Hier findest Du alle Pressekonferenz-Termine der großen Publisher
  • Was Electronic Arts auf seiner E3-Pressekonferenz außer "Anthem" noch gezeigt hat, liest Du in unserer Übersicht

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