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"Battlefield 5": Diese 7 Dinge hat uns die Enthüllung verraten

Mit "Battlefield 5" haben auch Publisher EA und Entwickler DICE nun ihren diesjährigen Shooter in einem Livestream vorgestellt. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges werden Spieler wieder große Schlachten mit vielen Beteiligten erleben können. Was uns die Präsentation noch alles verraten hat, erfährst Du hier.

1. "War Stories": Ja, "Battlefield V" kommt mit Singleplayer-Kampagne

Im Gegensatz zum Konkurrenz-Game "Call of Duty: Black Ops 4" müssen die Spieler in "Battlefield 5" nicht auf eine Kampagne verzichten. Mit den "War Stories" verspricht DICE ein erweitertes Einzelspieler-Erlebnis nach dem Vorbild des Vorgängers "Battlefield 1", das sich diesmal auf die weniger bekannten Schauplätze und Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren soll.

Als Beispiele wurden Bilder aus dem verwüsteten Rotterdam, aus Nordafrika, aus dem ländlichen Frankreich sowie von schneebedeckten Gebirgszügen gezeigt. Eines der Szenarios spielt im Jahr 1942 im besetzten Norwegen.

Konzept-Kunst zu "Battlefield V": Achtung vor Lawinen! (© 2018 Youtube / Battlefield)

2. Multiplayer-Light: Der Koop-Modus "Combined Arms"

Als weitere Alternative zum groß angelegten Multiplayer, für den die "Battlefield"-Reihe bekannt ist, wird mit dem Koop-Modus "Combined Arms" die Möglichkeit eingeführt, sich in kleinerem Rahmen an das Mehrspieler-Gameplay heranzutasten. Den Entwicklern zufolge werden die Szenarien für diese Vier-Spieler-Koop-Missionen dynamisch generiert.

In paramilitärischen Operationen müssen die Spieler unentdeckt verschiedene Ziele erreichen, wobei Ausrüstung und Munition begrenzt sind. Dies soll die Wichtigkeit von Teamwork unterstreichen, da man gemeinsam nach passenden Items suchen muss.

3. (Noch) kein Battle-Royale, dafür "Grand Operations"

Obwohl zu erwarten war, dass auch EA mit seinem Flaggschiff-Shooter auf den Battle-Royale-Zug aufspringen würde, präsentierte Dice eine abgewandelte Alternative: Der bereits aus "Battlefield 1" bekannte Modus "Operationen" wird nun zu "Grand Operations" ausgebaut. Hier setzt sich der Kampf zwischen zwei Fraktionen über mehrere Maps fort, wobei gewonnene Vorteile und verlorene Ressourcen sich auf den weiteren Verlauf auswirken.

Die "Grand Operations" ziehen sich über mehrere Ingame-Spieltage. Sollten sich beide Fraktionen bis in den vierten Tag des Gefechts retten, ändert sich der Spielmodus zu "Last Stand" – und die Spieler erleben das, was einem Battle-Royale in "Battlefield V" am nächsten kommt: Jeder Spieler erhält nur noch ein Magazin an Munition und muss in der Spielrunde ohne Respawns auskommen, allerdings können Mitspieler sich gegenseitig wiederbeleben. Setting und Gameplay sollen den neuen Operationen so zu mehr Dramatik verhelfen.

Kriegsbemalungen und Frisuren lassen sich individuell anpassen. (© 2018 Youtube / Battlefield)

Allerdings bekräftigte DICE gegenüber Gamespot, dass man einen Battle-Royale-Modus noch nicht ausschließen und eventuell nachliefern wolle: "Wir sehen uns definitiv an, wie 'Battlefield' das Battle-Royale-Genre erforschen könnte. [...] Wir haben die Sandbox, wir haben die Fahrzeuge, wir haben die epische Größe – es passt einfach", so DICE Senior Producer Andreas Morrel.

4. Ein neuer Baumodus, aber nicht wie in "Fortnite"

Jeder Spieler wird in "Battlefield V" die Möglichkeit haben, Strukturen zu bauen und zu zerstören. Das erinnert zwar an den markanten Baumodus aus dem Survival-Blockbuster "Fortnite", funktioniert aber im Detail doch anders: Die Spieler werden die Möglichkeit haben, Befestigungen wie einen "Fuchsbau", Gräben, Sandsäcke, Stacheldraht oder Panzerfallen auf das Spielfeld zu bringen. Zerstörte Gebäude sollen auch bis zu einem gewissen Grad wiederaufgebaut werden können, um in der Schlacht eine Festung als Rückzugsort zu bilden.

Die Spieldynamik wird wohl auch dadurch stark verändert werden, dass in "Battlefield 5" Artillerie mithilfe von Fahrzeugen an andere Plätze bewegt werden kann. Piloten werden sich zukünftig also nicht mehr auf ihre Kenntnisse der jeweiligen Map verlassen können, wenn es darum geht, Artilleriebeschuss auszuschalten. Besonders in Kombination mit der Möglichkeit, um diese großen Kriegswaffen herum Verteidigungsanlagen aufzubauen, könnten sich kreative Situationen innerhalb eines Matches ergeben.

5. Bunte Weltkriegs-Szenerie: Alles lässt sich individuell anpassen

Vor allem aufgrund der bunten Aufmachung einiger Figuren im ersten Trailer zu "Battlefield 5" war das erste Feedback mehr als gemischt. DICE wollte mit den bunt geschminkten Charakteren mit verzierten Lederjacken wohl hervorheben, dass im Spiel jede Menge Anpassungsmöglichkeiten vorhanden sein werden. Neben dem eigenen Spielcharakter lassen sich demnach auch die Soldaten des eigenen Squads, alle Waffen und auch Fahrzeuge an eigene Bedürfnisse und Wünsche anpassen – und das übergreifend über alle Spielmodi in "Battlefield 5".

Waffen sollen zum Beispiel in etwa fünf bis sieben Komponenten unterteilt werden, die einzeln verändert werden können. Das beinhaltet sowohl kosmetische als auch funktionale Veränderungsmöglichkeiten. Auf dem Schlachtfeld wird die Optik dann zusätzlich durch Dreck, Blut oder Gras beeinflusst.

Jeder Spieler kann sein persönliches Squad und deren Ausstattung individuell gestalten. (© 2018 Youtube / Battlefield)

Das Äußere der Spielfiguren soll sich vielfältig verändern lassen: Kleidung, Frisur, Kopfbedeckungen, Kriegsbemalung oder Geschlecht (ja, es gab kämpfende Frauen im Zweiten Weltkrieg – hier nur ein paar Beispiele) lassen sich nach Belieben anpassen, allem Anschein nach auch mit körperlichen Prothesen (ja, auch die gab es im Zweiten Weltkrieg). Das Thema Inklusion ist für die Entwickler also wichtig – eine gute Sache.

6. Kein Premium-Pass, dafür "Tides of War"

Es war zu erwarten, dass DICE nach dem Debakel um "Star Wars: Battlefront 2" von Mikrotransaktionen als zentralem Element des Spielfortschritts abrücken würde. Der bisherige Premium-Pass wird in "Battlefield 5" daher abgeschafft. Neue Inhalte wie Maps oder Modi werden nun zum jeweiligen Release für alle Spieler gleichermaßen kostenlos erhältlich sein. Große Updates werden die Entwickler mit einer Mechanik ausrollen, die bei der Präsentation als "Tides of War" bezeichnet wurde.

Ein Überblick über die "Tides of War" in "Battlefield V". (© 2018 Youtube / Battlefield)

Dieses System verteilt verschiedene Missionsziele an die Spieler, von kleinen Tagesaufgaben bis hin zu Herausforderungen, die sich über mehrere Tage erstrecken. Für die Erfüllung dieser Missionen erhält man dann besondere Items oder Ingame-Währung, darüber hinaus sollen die "Tides of War" einem gewissen Story-Rahmen folgen. Das neue System erinnert ein wenig an eine Mischung aus dem "Fortnite"-Battle-Pass und den Herausforderungen in "Destiny" und "Destiny 2".

7. Release: Kein "Battlefield 5" für Nintendo Switch

EA veröffentlicht "Battlefield 5" eine Woche nach dem Konkurrenten "Call of Duty: Black Ops 4" für PC, PS4 und Xbox One – die Nintendo Switch bleibt außen vor. Als Release-Termin wurde der 19. Oktober 2018 genannt. Der First-Person-Shooter wird von Entwickler DICE mit der Frostbite-Engine verwirklicht, die auch in "Battlefield 1" und den meisten anderen aktuellen Games von Publisher Electronic Arts zum Einsatz kommt.

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